Kubus trifft Denkmal
Beim Haus von Marianne und Iwan Schneider hatte das Denkmalamt ein Wörtchen mitzureden. Gemeinsam mit SchwörerHaus...

Als Marcus Sedlmayr einen neuen Job angeboten bekam, pendelte er monatelang an den Wochenenden 250 Kilometer zwischen der neuen Arbeitsstelle und seinem Zuhause hin und her. Die Telefon-Ehe mit seiner Frau Sonja und gute-Nacht-Küsschen für Noack (2), Sophia (4) und Niclas (5) und Lisa (13) per Handy waren bald nur noch schwer zu ertragen. Die Alternative: Das alte Haus verkaufen, neu bauen und den Möbelwagen bestellen.
Heute sind die Sedlmayrs froh, sich für einen radikalen Schnitt entschieden zu haben. Einer der Gründe dafür ist ihr neues Zuhause, eine Stadtvilla von SchwörerHaus. „Wenn schon ein Neubau, dann sollte er mehr bieten als unser altes Haus“, sagt Marcus Sedlmayr. „Vor allem Platz, ein Zimmer für jedes Kind, viel Licht und eine technische Ausstattung, die der Zukunft gewachsen ist.“ Auf dem Masterplan der Sedlmayrs stand auch: schnelles Bautempo. Der Schulstart am neuen Wohnort lag in greifbarer Nähe. „Für uns kam auch deshalb nur ein Fertighaus infrage.“
Den Sedlmayrschen Idealvorstellungen entsprach schließlich das „Plan 455“. Ein geradliniger Kubus mit Zeltdach, bodentiefen Fenstern, zwei Vollgeschossen. Also mit großfamiliengerechtem Potential. Da das Obergeschoss nicht durch Dachschrägen eingeengt wird, wie bei einem herkömmlichen Satteldach-Entwurf, bietet es mehr Wohnfläche und größeren Gestaltungsspielraum. Glücklicherweise war die zweigeschossige Bauweise im Bebauungsplan sogar vorgeschrieben.
Gemeinsam mit dem Schwörer-Architekten entwickelten die Sedlmayrs ihr Traumhaus: große Fenster für lichte Räume, ein offenes Wohnkonzept, andererseits separate Bereiche für Eltern und Kinder. Das Ergebnis: ein großer zentraler Raum im Ergeschoss fürs Wohnen, Kochen und Essen. Dank geringer Verkehrsflächen, also der Reduzierung von Flur und Diele auf das nur absolut notwendige Maß, bietet sich ebenerdig noch Platz für das Elternschlafzimmer und für ein kleines Bad.
Das Obergeschoss ist das Reich der drei jüngeren Kinder. Noack, Sophia und Niclas haben hier jeder ein fantasievoll gestaltetes Zimmer, ein gemeinsames Bad und eine geräumige Diele. Zusätzliche Spielfläche bietet der Spitzboden unterm flach geneigten Zeltdach. Dort haben Puppenstube und Modelleisenbahn ihren Stammplatz gefunden.
Die älteste Tochter Lisa, 13 Jahre, wird in gar nicht so ferner Zukunft eigene Wege gehen. Sie bewegt sich schon jetzt wesentlich selbstständiger als ihre drei Geschwister durchs Leben, weshalb die Eltern in weiser Voraussicht das Untergeschoss in Eigenleistung zu einer jugendgerechten Einliegerwohnung ausgebaut haben.
Die neue Villa verkraftet nicht nur spielend sämtliche Alltagsturbulenzen der sympathischen Familie. Sie gibt den Eltern auch das gute Gefühl, ihren Kindern ein akzeptables Konzept vorzuleben. Das neuartige Heizsystem hat so gar nichts mit einer konventionellen Öl- oder Gastherme gemein. Statt dessen ist das stark gedämmte „WärmeGewinnHaus“ der Sedlmayrs mit einer Frischluft-Heizung ausgestattet – einer speziell von SchwörerHaus entwickelten Anlage zur automatischen Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Sie bringt permanent gefilterte Frischluft ins Haus, die mittels Wärmetauscher durch die Abluft angewärmt wird. Bei Bedarf kann eine Kleinstwärmepumpe zugeschaltet werden. Drittes Element des Heizsystems ist eine Solaranlage auf dem Dach, die zur Erwärmung des Wassers dient.
Meistens sind es ja die Männer, die an der Technik besondere Freude haben. Aber auch Sonja Sedlmayr-Suberu ist voll des Lobes für die intelligente Technik. „Heizkörper sind passé, ich musste bei der Möblierung also keine Rücksicht nehmen.“ Ein weiterer Pluspunkt von der vielbeschäftigten Mutter: „Für jedes Zimmer lässt sich die gewünschte Temperatur schnell und exakt regeln. Man gibt einfach die Daten am Display ein.“ Fertig.
Wegen dieser indivuellen Wärmeregulierung wird immer nur exakt die gewünschte Menge Heizenergie vor Ort erzeugt und dann ohne Umwege und Leitungsverluste zugeführt. Die Warmluft strömt in die Wohn- und Schlafräume ein und wird in der Küche, im Bad und im WC wieder abgesaugt. Für das Wohlbefinden wesentlich: Das System funktioniert, ohne dass man fürchten muss, es zieht. Die staub- und pollenfreie Frischluft – ohne Fensterlüftung – ist ein Segen nicht nur für Allergiker.
Im Sommer profitieren die Sedlmayrs ebenfalls von der innovativen Anlage. Denn die kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Während andere schwitzen und nach heißen Tagen nachts die Fenster aufreißen, bleibt es bei den Sedlmayrs immer kühl. Dieser neue Komfort im Vergleich zu ihrem alten Haus schlägt sich nicht allein in einem besseren Wohlgefühl nieder. Marcus Sedlmayr hat mal nachgerechnet und festgestellt, dass „die Heizkosten insgesamt geringer ausfallen als in einem Niedrigenergiehaus mit einer Gas- oder Ölheizung“.
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