Urlaub, Liebe...Haus!
Mit ihrem Schwörer-haus haben sich Diana, Michael und Emily Larisch ihren Mittelpunkt der Welt geschaffen. Von dem...

Es war Liebe auf den ersten Blick. Oder wie Steffen Wagner aus Berlin es etwas sachlicher ausdrückt: „Ich wusste, das passt!“ Zwei Jahre liegt die schicksalhafte Begegnung zurück, bei der der 42-jährige Arzt für physikalische Medizin und Rehabilitation in einem Musterhauspark mitten im Szene-Bezirk Prenzlauer Berg auf ein Landhaus mit Idealkonturen stieß. Genauso geradlinig, und vor allem ökologisch korrekt, hatte er sich den Ruhepol für seine fünfköpfige Patchworkfamilie erträumt. Schnell zu errichten, ohne Stress und teure finanzielle Doppelbelastungen, wie es von einem guten Fertighaus zu erwarten ist. Irgendwo draußen im Grünen, jenseits der Enge und des Lärms der Großstadt.
Jetzt thront das Familiendomizil „Plan 412.5“ von SchwörerHaus inmitten von alten Bäumen und Sträuchern auf einem sanft abfallenden, idyllischen Grundstück am Rand von Berlin. Mit seiner weißen Putzfassade im Erdgeschoss und der blauen Holzverkleidung unter den Giebeln, den schönen Edelstahlgeländern an den beiden Balkonen und den blauen Fensterrahmen erinnert es irgendwie an blaues Wasser und weißen Sand. An Sommerfrische und Wellenrauschen. Auch das ist ein Grund, warum dieses Fertighaus den Nerv der Bauherren getroffen hat. Steffen Wagners Lebensgefährtin stammt aus dem Nordseeheilbad Cuxhaven. „Er hegt Urlaubs- und ich Heimatgefühle“, erklärt Maike Tielking schmunzelnd.
Fürs gemeinsame Hochgefühl sorgt der Blick aus den extragroßen Panoramafenstern im Wohnzimmer, der von oben herab auf die Wiese bis hinunter auf den Bürgersteig fällt. Dass sich ein Haus so frei zur Straße öffnet, ist eher ungewöhnlich: Meist werden Blicke von Fremden als störend empfunden. Doch die Nord-Süd-Lage des Grundstücks und die Sehnsucht nach Licht und Weite verlangten nach einer mutigen Lösung. „Wir wollen uns nicht verstecken, sondern die Sonne genießen“, sagt Steffen Wagner.
Das Innere des Hauses profitiert von dieser der Welt zugewandten Lebensweise. Die Räume sind hell und freundlich, so, wie sie es sich ausgemalt hatten. „Fertighaus hat ja heute nichts mehr mit Produktion von der Stange zu tun“, weiß Steffen Wagner aus eigener Erfahrung. „Wir konnten frei nach unseren Ideen gestalten.“
Im Haus ist Platz für alle
Besonders wichtig war ein großer zentraler Livingroom. Er reicht über die gesamte Hausbreite und öffnet sich zu allen Seiten hin. Egal, ob sie am Wochenende gemeinsam mit Maikes beiden kleinen Kindern und Steffens fast erwachsener Tochter am großen Esstisch sitzen oder auf der Sofalandschaft lümmeln, immer wird der Blick von der der grünen Kulisse angezogen. Das Arrangement mit den Reizen der Natur erweist sich als eine der architektonischen Qualitäten des 145-Quadratmeter-Hauses, die sich auf fünf Zimmer verteilen.
Die meisten der ehrwürdigen Bäume auf dem Grundstück, eine uralte Eibe zum Beispiel und der Walnussbaum, standen nie zur Disposition. Auch die mächtige Kiefer an der Straßenseite konnte zu aller Freude stehen bleiben: „Als das Haus geliefert wurde, hat der Kran die Wände darüber hinweggehoben“, erzählt Steffen Wagner. Eine knifflige Aktion, beispielhaft vom Bautrupp bewältigt. Ruckzuck. Nach zwei Tagen stand die Haushülle, und das Schwörer-Team behielt das Tempo bei. Der Übergabetermin wurde unterboten. Steffen Wagner ist heute noch voll des Lobes für die handwerkliche Bestleistung.
Die Fürsorglichkeit der Hausherren ums Grün hat sich ausgezahlt. Wenn Steffen Wagner im Arbeitszimmer vor dem Computer sitzt, kann er einen Zierapfelbaum sehen, der im Fensterrahmen wie der Teil eines Gemäldes wirkt. Maike Tielkings liebt den Ausblick aus der Küche, die durch eine gläserne Schiebetür vom Wohnzimmer abgetrennt ist. Von der Kochinsel in der Mitte aus schaut sie durch ein bodentiefes Fenster auf den prächtigen Nussbaum im Garten.
Der Rückzugsbereich der Erwachsenen, das Bad und die beiden Kinderzimmer – eines für Steffen Wagners Tochter Kai-Anne, das andere für Maike Tielkings Kinder – liegen etwas abgeschirmt im ruhigeren Obergeschoss. Ungewöhnlich ist die Höhe der Räume: mehr als vier Meter bis hinauf zum First. Da das Haus komplett unterkellert ist und damit Platz für die Heizung, einen Therapie- und einen Fitnessraum bietet, war ein Dachboden entbehrlich. Die beiden Giebel des Hauses sind bis in die Spitze verglast. Das macht die Räume unterm Satteldach leicht und luftig.
Das energiebewusste Haus
Ein wesentlicher Aspekt für das gute Gefühl, mit seinem Haus bestens für die Zukunft gerüstet zu sein: Es ist mit ökologischer Achtsamkeit entworfen. Als WärmeDirektHaus mit Heiztechnik vom Feinsten. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Kleinstwärmepumpe bilden zusammen mit der raumgesteuerten Direktheizung ein Gesamtsystem, das permanent frische, gefilterte Luft ins Haus bringt, die mittels Wärmetauscher durch die Abluft erwärmt wird. Die Direktheizelemente können in klirrenden Frostnächten bei Bedarf zugeschaltet werden. Betrieben wird die Heizung mit Strom.
Steffen Wagner hat mit dem örtlichen Stromversorger einen speziellen Vertrag abgeschlossen, der ihm günstige Konditionen sichert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach bringt zudem Geld ein, das die Kostenbilanz verbessert. Denn den Strom speist er ins öffentliche Netz ein und bekommt ihn entsprechend vergütet. Falls der Strom für die Heizung mal ausfällt, im Fall der Fälle sozusagen, würde der Kamin im Wohnzimmer aushelfen. Das Badewasser erwärmt im Augenblick eine spezielle Wärmepumpe, die Steffen Wagner von Fachleuten als besonders effektiv empfohlen wurde. Ist er mit ihren Diensten unzufrieden, tritt Plan B in Kraft: Solarzellen auf dem Dach. Die entsprechenden Leitungen wurden vorsorglich gelegt.
Während ihr Mann mehr die Heiztechnik und den Zählerstand im Blick hat, gilt Maike Tielkings Aufmerksamkeit eher dem Sphärischen: dem Raumklima. Und das ist, hat sie über die Zeiten festgestellt, genau so angenehm, wie sie es bereits im Musterhaus empfunden hat. Die Lüftungsschächte unterhalb der Decken, in denen die Luft umgewälzt wird, ohne dass es zieht, erledigen ihre Arbeit bestens. Dass nirgendwo im Haus Heizkörper die Harmonie der Räume stören, empfindet sie als ausgesprochen segensreich.
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