Regenwasser und Grauwasser - für Haus und Garten ein Gewinn

Regenwassernutzungsanlage

Durch die Verwendung von Grau- und/oder Regenwasser anstelle von Trinkwasser lassen sich bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen.

Einen Großteil des Wassers im Haushalt verwenden wir zum Duschen, Baden, für die Toilettenspülung und das Wäschewaschen (etwa 75 Prozent). Hier liegen die gößten Einsparpotentiale, denn für diese Hausversorgung ist keine Trinkwasserqualität notwendig. Der Anteil des Trinkwassers, der tatsächlich getrunken und zum Kochen verwendet wird, liegt hingegen nur bei ungefähr zwei Prozent. Auch bei der Gartenbewässerung lässt sich gut sparen.

So gibt es denn auch viele Möglichkeiten der Regen- und Grauwassernutzung:

● Regenwassernutzungsanlage.

Ob sich eine solche effektiv nutzen lässt, ist von unterschiedlichen Faktoren wie der Größe und Beschaffenheit des Daches, der zu erwartenden Niederschlagsmenge und der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen abhängig. Sie beinhaltet einen Wasserspeicher, ein Rohr- und Filtersystem, sowie eine Pumpe. Unabhängig von der Wahl des Ortes für den Speicher muss eine Anlage beim zuständigen Wasserversorger angemeldet werden.

Eine komplette Regenwassernutzungsanlage mit Erd- oder Innenspeicher für die Haus- und Gartenversorgung eines Einfamilienhauses ist zwischen 3.000 und 5.000 Euro erhältlich.

● Regenwasserspeicher im Erdreich

Wem es genügt, nur im Garten Trinkwasser zu sparen und dafür auf Regenwasser zurück zu greifen, kann sich schnell und unkompliziert einen Speicher einbauen (lassen).

Viele Tanks sind auch in Grundwasser einbaubar oder Pkw-befahrbar und somit für den Einbau unterhalb einer Garageneinfahrt geeignet.

● Grauwasser-Recyclinganlage

Bei der Nutzung einer Recyclinganlage wird das Wasser vom Duschen, Baden und Händewaschen gesammelt und so aufbereitet, dass es – genau wie Regenwasser – für den Einsatz in der Toilettenspülung, der Waschmaschine und zur Gartenbewässerung geeignet ist.

Eine Grauwasser-Recyclinganlage kann ebenfalls im Keller, in einem Technikraum oder im Außenbereich eingebaut werden. Grauwasseraufbereitungsanlagen kosten zwischen 4.000 und 7.000 Euro.


Nützliche Adressen, Produkte und Tipps:

www.ewu-aqua.de

www.rewatec.de

www.aris-systeme.de

www.asp-uwo.de

www.haustechnik-scherer.de

www.regenwasser-technik.com

www.intewa.de

www.poerschke-umwelttechnik.de

www.espa-deutschland.de


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Mehr Informationen finden Sie ab Seite 156 im Magazin holz-& ökohäuser 2014/2015


Mehr zum Thema Wasser

Darstellung: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) www.gdv.de

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