Video: Das "Functionality"-Haus von Sonnleitner und Häfele
Man kann das "Functionality"-Haus erklären und auf Bildern anschaulich darstellen. Viel besser aber ist es, das Haus...

Die Architekturidee
Der Ehrgeiz, verantwortungsvoll mit Energie umzugehen, wird bei diesem neuen GUSSEK-Entwurf von der Architektur unterstützt. Das flache Pultdach stellt den Platz für eine ausreichend dimensionierte Photovoltaikanlage bereit, das Haus selbst ist strikt zur Sonne ausgerichtet. Das bringt wertvolle Wärmegewinne, zumal der Wechsel von kleinen Fensterflächen (Nordseite) und großen (Südseite) gleichfalls den Aspekt „Solararchitektur“ berücksichtigt.
Doch das Architektenhaus bietet nicht nur kluge energetische Lösungen, sondern auch viel fürs Auge. So ein wohlproportioniertes Wechselspiel von Verblendstein- und Putzflächen an der Fassade, das Schutz, Geborgenheit, aber auch Modernität und Gefälligkeit ausstrahlt. An der geschlosseneren Ostfassade werden die klaren Linien von einem Rundfenster durchbrochen, was dem dahinter liegenden Kaminbereich besonderen Charme gibt. Im Erdgeschoss beflügeln Raumhöhen von 2,80 Metern das Gefühl von Großzügigkeit und Freiheit.
Das „Plusenergie“-Konzept
Die Bauweise
Das Haus wird in Holz- beziehungsweise Großtafelbauweise erstellt. Die Gussek-typische zweischalige, 42 Zentimeter starke Außenwand und optimierte Wärmebrücken bilden eine solide „Plusenergie“-Gebäudehülle. Dank ihrer sehr guten Dämmung erreicht die Außenwand mit Verblendstein einen u-Wert von 0,139 W/m2K, die zweischalige Putzfassade bringt es auf 0,133 W/m2K.
Die Wärmeerzeugung
Die Warmwasserbereitung erfolgt über eine effiziente Brennwertheizung mit thermischer Solaranlage – ein sparsames und kostengünstiges System. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung spart gleichfalls Energie. Die Flächenheizung in Form einer Fußbodenheizung räumt die Option ein, später auf eine Wärmepumpe umsteigen zu können.
Die Lüftungsanlage
Sie erfüllt zwei Aufgaben: die Beheizung aller Räume und die Frischluftzufuhr. Die Lüftungsleitungen sind zum einen als Bodenkanäle im Fußboden des Erdgeschosses, zum anderen in den Decken der Obergeschosse verlegt. In der fast fensterlosen Nordfassade gibt es einen Auslass für die Luft. Die Luftabfuhr erfolgt über die Absaugung in den Bädern und über die Wärmerückgewinnung, deren Wert immerhin bei etwa 90 Prozent liegt.
Die solaren Komponenten
Die 82 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 8,1 kWp Kilowatt-Peak könnte bei der großzügigen Dachfläche in Zukunft sogar noch erweitert werden. Nachweislich beträgt die jährliche Ausbeute etwa 8.200 kWh. Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser liegt übers Jahr bei etwa 3.000 kWh, für Hilfsstrom und Haushaltsstrom fallen weitere 4.200 kWh an. Bleibt unterm Strich ein Überschuss von etwa 1.000 kWh pro Jahr. Mit einer Wärmepumpe lassen sich die Energiegewinne nochmals erhöhen. Nicht zu vergessen: Mit dieser Form der Energiegewinnung trägt das Plusenergiehaus zur Verminderung der CO2-Emissionen bei.
Zahlen, bitte!
Heizung: Qh = 2.165 kWh/Jahr
Wasser: Qw = 849 kWh/Jahr
Haushaltstrom: 3000 kWh/Jahr
Hilfsstrom: 1177 kWh/Jahr
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gesamt: 7192 kWh/Jahr
Energiegewinn durch Photovoltaikstrom: 8192 kWh/Jahr
Überschuss: 1000 kWh/Jahr
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