Plusenergiehaus "Concept-M München"

Plusenergiehaus "Concept M München"

Mit dem „Concept-M München“ in Poing stellt Bien-Zenker das erste Plusenergiehaus der zweiten Generation vor: Es verbindet energetische Weltklasse mit zertifiziert nachhaltigem Bauen. Und verschafft bei der Gelegenheit auch dem Obergeschoss neue Geltung.

Es ist ein Musterhaus der Superlative, das Bien-Zenker in der Eigenheimausstellung Poing am Münchner Autobahnring errichtet hat. Sein wandelbares modulares Design, seine innovative Plusenergie-Haustechnik, seine High-End-Ausstattung legen die Latte im Einfamilien-Fertighausbau wieder ein ganzes Stück höher. Ein Plusenergiehaus der zweiten Generation – Hightech in Holz.


„Concept-M München“ wird als eins der ersten Einfamilienhäuser in Deutschland als besonders nachhaltig zertifiziert. Heißt: Es nimmt an der Pilotphase der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) teil und wird nach dem neuen Kriterienkatalog „Nachhaltigkeit für kleine Wohngebäude“ getestet. Kategorien dieser Prüfung: ökologische und ökonomische Qualität, vorausschauende Planung, Flexibilität bei möglicher Umnutzung, überzeugende Wertbeständigkeit.


Obergeschoss der anderen Art


Der ambitionierte Masterplan schließt auch das (noch) nicht alltägliche Raumkonzept von Architekt Heiko Müller ein. Er hat das Obergeschoss als Familienrefugium mit lichten, weiten Räumen – davor großzügige Balkonflächen –, mit Sauna, Ankleideraum und Einbauschränken in den geräumigen Kinderzimmern gestaltet. Dort oben kann die Familie sich entspannen, vom Alltag zurückziehen, ihre Ruhe haben, lautet die unmissverständliche Botschaft. Und: Wäre doch schade, sich mit kleinteiligen Räumen unter beengenden Dachschrägen zu begnügen. Lieber setzt der Architekt noch ein Schmankerl drauf: ein „Design-Terrassenbalkon“, wie er seine filigrane, als Vordach weit über den Hauseingang hinauskragende, glasumrandete Balkonkonstruktion vor dem großzügig verglasten Wellnessbereich nennt.


Glas, immer wieder Glas. Es bringt effektvoll Transparenz ins Haus, gegen die man sich zu keiner Zeit und Stunde etwa mit Vorhängen oder Jalousien wehren muss. So sind Sauna und Dusche verglast, zwischen beiden sorgt ein Fenster für Blickkontakt. Waagerechte Fensterschlitze über der Wanne breiten das Tageslicht bis ins Treppenhaus aus. Angst vor neugierigen Blicken? Ein Tastendruck genügt, und das Glas wird blickdicht. Der Schlaftrakt der Eltern wirkt durch das eingeschobene Querhaus mit Flachdach und bodentiefer Verglasung größer, als die Quadratmeter vermuten lassen. Und in die Ankleide führt natürlich eine Glasflügel-Schiebetür.


Alle Räume unterm flach geneigten Satteldach sind dank des Kniestocks von 1,80 Metern luftig auch nach oben. Die beiden Kinderzimmer mit einem vorgelagerten gemeinsamen Balkon messen 16 und 20 Quadratmeter – auch für Teenies und deren Freundeskreis eine bekömmliche Größe. Ein wesentlicher Beitrag zur familiären Entspannung dürfte das Kinderbad mit Dusche sein, das zusammen mit einem dritten Bad im Erdgeschoss des Hauses jede stimmungsdämpfende Rushhour in den Morgenstunden verhindert.



Erlebnis Erdgeschoss


Gleich neben dem Hauseingang liegt, erst mal nicht ungewöhnlich, das Gästezimmer oder Büro. Ganz wie man will. Nutzwert und Originalität treffen sich auch bei der zweiläufigen Treppe, die zur Haustür hin von einer Glaswand mit Wasserfall abgeschirmt wird. Das Wasser verbessert zugleich die Luftfeuchtigkeit im Raum.


Das Haus als Kraftwerk


Der Technikraum gegenüber versammelt sämtliche Komponenten, die zum Plusenergiestandard des Hauses beitragen: Beispielsweise die Luft-Luft-Wärmepumpenheizung mit der integrierten „Wohlfühl-Klima-Heizung“, die 95 Prozent der Abluftwärme zurückgewinnt. Und eine 11,2-Kilowattstunden- Lithium-Ionen-Batterie, die den Strom speichert, den die in beiden Dachseiten integrierte Photovoltaikanlage bei Tageslicht liefert. Er wird abgerufen, wenn die PV-Anlage keinen Strom produziert. Damit lässt sich der Verbrauchsanteil des selbst erzeugten Stroms auf mehr als 80 Prozent steigern.


Nach Abzug der Energie für Heizung, Lüftung und Warmwasser bleiben im Jahr rund 5.800 Kilowattstunden für den Hausnachtstrom übrig, also für Waschmaschine, Licht et cetera. Mit dem Rest von etwa 3.200 Kilowattstunden lässt sich über die hauseigene Solartankstelle der elektrische Zweitwagen laden. Etwa ein „Smart“ für satte 19.000 Kilometer im Jahr. Wie bei allen Plusenergie-Neubauten ist auch hier die hochgedämmte und luftdichte Gebäudehülle Basis aller ehrgeizigen Ziele. Sie entspricht beim „Concept-M München“ serienmäßig dem Effizienzstandard 40.


Gesteuert wird die Technik von einem elektronischen Hausmanager. Er stellt den Kontakt her zu allem, was zu schalten ist – vom Licht bis zum Alarm, von den Jalousien bis zur Raum- und Wassertemperatur. Dazu ist im Haus ein Datennetzwerk verlegt. Es informiert den Hausmanager mittels Sensoren in jedem Raum über Helligkeit, Luftqualität, Bewegung, auf die er dann entweder automatisch reagiert oder die er zur manuellen Steuerung über Touchscreen, Smartphone oder Tabletrechner anbietet – selbsterklärend und für jedermann intuitiv zu nutzen. Bis vor Kurzem dachten wir noch, solche Szenarien seien weite Vorgriffe in die Zukunft. „Concept-M München“ ist Gegenwart. In die man einziehen kann.


Zahlen, bitte!


  • Wohnfläche Musterhaus „Concept-M München“: EG 109,67 m2, DG 101,20 m2
  • U-Wert Wände: 0,143 W/m2K
  • Mittlerer U-Wert (inkl. Fenster): 0,218 W/m2K
  • Endenergiebedarf (Heizung, lüftung, Warmwasser, Haushaltsstrom): 7.120 kWh/a
  • Photovoltaikertrag pro Jahr: 10.400 kWh/a
  • Heizung: Luft-Luft-Wärmepumpe zum Heizen, Lüften, Kühlen und für Warmwasser
  • Energieüberschuss: 3.280 kWh/a

Peter Michels

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Zahlen und Fakten

AnbieterBIEN-ZENKER GmbH
Fläche211.00m²
DachSatteldach
Wand0,143 W/m2K
HeizungLuft-Luft-Wärmepumpe

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