Öko zahlt sich aus

Ökologisches Bauen fördert die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW Förderbank

Ökologisches Bauen fördert die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW Förderbank mit attraktiven Krediten. Für besonders vorbildliche Maßnahmen gibt es Geld sogar geschenkt.

CO2-Gebäudesanierungs­pro­gramm


Es ist für alle gedacht, die ihren Alt­bau so um­bauen, dass fürs Heizen nur noch wenig Energie benötigt wird. Ge­fördert wird jeder, der in selbst genutzte oder vermietete Woh­n­­­objekte investiert – zum Beispiel in die Wär­me­däm­mung des Daches, der Außen­wände, der Kel­lerdecke, in die Erneu­erung der Fens­ter oder den Austausch der Heizung. Die KfW hat fünf Maßnahme­pakete ge­schnürt, von denen eines durchzuführen ist, um billiges Bau­geld zu bekommen.


So fördert das Maß­nahmepaket 1 den Aus­tausch der Heizung sowie die Wär­me­däm­­­mung des Daches oder der obersten Ge­schoss­decke und der Außen­wände. Im Maß­nahmepaket 3 ist da­gegen der Aus­tausch der Heizung und der Fenster vorgeschrieben sowie die Wärme­dämmung der Außen­wände. Pro Wohnein­heit vergibt die KfW da­­für maximal einen Kredit von 50.000 Euro zu besonders günstigen Zinsen.


Wer das energetische Ni­veau eines Neubaus um 30 Prozent unterschreitet, erhält einen Til­gungszuschuss von 6.250 Eu­ro pro Wohn­ein­heit. Höchstens 2.500 Euro gibt es pro Wohneinheit, wenn das Neu­bau-Niveau erreicht wird. Die KfW-Kredite müssen über die eigene Hausbank beantragt werden. Gut zu wissen: Ein Kredit im Rahmen dieses Pro­­­grammes ist kom­binierbar mit den anderen KfW-Pro­grammen.


Wer keinen Kredit für Energiesparmaß­nah­men aufnehmen möchte, kann sich direkt bei der KfW einen Zuschuss besorgen: 8.750 Euro pro Wohneinheit gibt es, wenn nach der Sanierung des Altbaus der Ener­gie­ver­brauch eines Neubaus um 30 Pro­zent unterschritten wird. Bis zu 5.000 Euro pro Wohn­einheit erhält, wer das Neu­bau-Ni­veau erreicht. 2.500 Euro, wenn die Ener­­gieverluste zwar immer noch zu hoch liegen, aber dennoch Maßnahmen realisiert wurden, die zu einer erheblichen Energie­einsparung führen.


Wel­che Werte durch die geplante Sanie­rung erreicht werden, muss im Zuge des Antrages für den Kredit oder für den Zu­schuss von einem Fachmann – einem Ar­chitekten oder Ener­gie­berater – nachgewiesen werden. Eine Liste von antragsberechtigten Energie­be­ratern, geordnet nach Postleitzahlen, halten zum Beispiel das Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kontrolle (BAFA) oder die Ver­braucherzen­tralen bereit. Im Rahmen des Programms „Energie­sparen vor Ort“ können Haus- und Woh­nungs­eigentümer auch ei­nen Zuschuss zu den Kosten einer fachkundigen Beratung bei der BAFA beantragen.



Wohnraummodernisierung


Das Programm „Wohn­raum moder­ni­sie­ren" unterstützt Bau­herren mit maximal 100.000 Euro Kredit, die Haus oder Woh­nung sanieren oder modernisieren möchten. Mit der Variante „Standard“ wird alles gefördert, was den Ge­brauchs­wert steigert: wenn etwa der Woh­nungs­zuschnitt geändert oder das Bad er­neuert werden soll. Aber auch die Ver­bes­serung der allgemeinen Wohn­verhält­nis­se wird unterstützt: Balkone oder Loggien an­­­bauen, Aufzüge nachrüsten, bauliche Män­gel beheben, Fußböden reparieren, Fens­ter austauschen, alten-, behindertengerechtes, barrierefreies Woh­nen ermöglichen, neue Zentral­heizung­s­anlagen auf Ba­sis von Gas- oder Öl-Brenn­wertkesseln in­stallieren und noch einiges mehr.


Energie­sparmaßnahmen aus der Pro­gramm­variante „Öko Plus“ werden bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit mit einem be­sonders niedrigen Zinssatz gefördert. Damit können die Wär­medämmung, Solar­anlagen, Holz­pel­letshei­zungen oder Erd­wär­me­pum­pen finanziert werden – un­ter der Beding­ung, dass die An­lagen von Fachunter­nehmen eingebaut werden und den technischen Mindest­­­anfor­de­rungen der KfW und der Ener­gie­ein­spar­verord­nung ent­­sprechen.


Ökologisch bauen


Wer ein KfW-Ener­gie­sparhaus 40 oder 60 oder ein Passiv­haus kau­­fen, errichten oder herstellen will, dem bietet dieses Programm attraktive Kredit­konditionen für ein Darlehen von maximal 50.000 Euro je Wohneinheit. Dafür muss al­lerdings ein stren­ges Reglement eingehalten werden. Unter anderem verlangt die KfW, wie bei den anderen Programmen auch, dass ein Sach­verständiger den Nachweis der vorgeschriebenen Energie­werte des neuen Hau­ses liefert. Wer in zu­kunftsweisende Heiz­­technik investieren will, der kann innerhalb des Pro­­gramms ebenfalls bis zu 50.000 Euro Kredit erhalten. Ge­fördert werden so­lar­ther­mische Anlagen und Bio­masse­an­la­gen, also automatisch be­schickte Zentral­hei­zungs­­anlagen, die ausschließlich mit er­neu­erbaren Energien be­trieben werden. Da­zu zäh­­­len Holz­­pellets, Holzhackschnitzel, Bio­kraft­stof­fe, Biogas, Holzvergaser-Zen­tral­­hei­z­ungen so­wie Wär­me­­­pumpen oder Erd­wär­me­­­über­­träger. Beide Öko-Förderwege können aber nicht zu­gleich beansprucht werden.



Solarstromerzeugung


Wer die Sonne für sich arbeiten lassen will, findet mit dem Programm „Solarstrom er­zeugen“ eine Möglichkeit, seine Solar­anlage auf dem Hausdach günstig zu finanzie­ren. Auch dafür gibt es bis zu 50.000 Euro verbilligten Kredit.

Je nach Programm und Maßnahme werden unterschiedliche Zins­sätze gewährt, die in der Regel unter den allgemeinen Markt­zin­sen lie­­­gen. Auch tilgungsfreie An­lauf­jah­re oder die Möglich­keit, das Darlehen vorzeitig zu­­rückzuzahlen, gehören zu den güns­tigen Kon­­­ditionen, mit denen die KfW För­derbank zu­kunftsorientiertes Bauen be­lohnt – je­weils ak­tuell abzufragen unter:

www.kfw-foerderbank.de


Finanzierungsbeispiel

Die Modernisierung eines Einfamilien­hauses mit 120 Quadratmetern Wohnfläche zeigt, wie sich die KfW-Programme kombinieren lassen:

Investitionsplan

  • Erneuerung Heizung: 12.000 Euro
  • Wärmedämmung Dach: 8.000 Euro
  • Wärmedämmung der Außenwände: 14.000 Euro
  • Erneuerung der Fenster: 16.000 Euro
  • Summe der CO2-Maßnahmen gesamt: 50.000 Euro
  • Sanitär/Bad/Elektro: 15.000 Euro

(Gesamtsumme 65.000 Euro)


Finanzierungsplan

  • CO2-Gebäudesanierungsprogramm KATEGORIE B
  • Maßnahmepaket 1: 50.000 Euro (max. 50.000 Euro je Wohneinheit)
  • Wohnraum modernisieren STANDARD 15.000 Euro (max. 100.000 Euro je Wohneinheit; Auszahlung 96 Prozent)

(Gesamtsumme 65.000 Euro)


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