Lieblingsfarbe: bunt

Ein ländlich-moderner Entwurf: zahlreiche bodentiefe Fenster, ein Erker über beide Geschosse auf der Gartenseite und ein dem Hauskubus vorgelagertes Treppenhaus.

Familie Stangel sieht ihr Haus als großen Glücksfall und Synonym für ein Leben auf der Sonnenseite. Drei Jahre wohnen die vier jetzt darin und schwärmen bis heute, wie detailverliebt, verlässlich, couragiert GUSSEK HAUS das Projekt vorantrieb.

Es war ein schöner Sommertag. Mein Mann und ich setzten uns in Liegestühle und schauten zu, wie das GUSSEK-Team unser Haus aufbaute. Abends hätte ich schon Fenster putzen können.“ Drei Monate später zogen Stangels ein. Ende der Hausbaustory. Andere Hausherren in ihrem Bekanntenkreis – der ist nicht gerade klein, bei Gartenpartys kommen schnell mal 40 Leute und mehr zusammen – können da mit ganz anderen Geschichten dienen. Von sich heftig verrechnenden Architekten, unlustigen Handwerkern, das Blaue vom Himmel versprechenden Firmen. Abendfüllende Wut- und Klagelieder.


Drei Jahre wohnen Martina Stangel, in einem Hotel beschäftigt und außerdienstlich Telefonseelsorgerin beim Kinderschutzbund, Mann Michael, Marketingleiter eines Backunternehmens, die 16-jährige Melina und der 18-jährige Julian in dem Haus nahe der Ruhr. „Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, können wir bis zum Fluss sehen“, sagt Martina Stangel.


Endstation Sehnsucht? „Baut GUSSEK auch in Spanien?“, fragt Martina Stangel zurück. Wie bitte? „Wir kennen fantastische Ecken auf Mallorca, warum nicht mal ein paar Jahre dort leben.“ Ein Haus verpflichtet nicht zu ewiger Verwurzelung, ist kein „schönes Gefängnis“. Es ist umbauter Raum für Alltag und Glück und Turbulenzen und Veränderung und Freiheit und Selbstbestimmtheit. Fixpunkt für den den Lauf der Zeiten, Basisstation fürs Leben.


Bevor die Familie hier an den Rand von Mülheim zog, wo es schon so ländlich ist, dass der Bus nur einmal in der Stunde fährt, wohnte sie in einer alten Stadtvilla. „Unsere Kinder wuchsen dort auf“, sagt Martina Stangel, das macht die Villa unvergesslich. Als die Sentimentalität und die Vertrautheit des Ortes gegen die immer feuchter werdenden Wände und die horrenden Heizkosten unterlagen, als just im Moment hohen Verdrusses auch bei ihrem Mann, einem beruflichen Globetrotter, die Zeichen auf eine stärkere Präsenz in heimatlichen Gefilden deuteten, entschied sich die Familie zu bauen.



Das 190-Quadratmeter-Haus der Stangels ist ein kleinerer Verwandter des Wuppertaler Musterhauses „Eichenhofer Weg“ von GUSSEK. „In der Musterhausausstellung wollten wir uns auf den Geschmack bringen, suchten nach etwas Besonderem“, erzählt Martina Stangel. Das terrakotta-farbene Modell elektrisierte die vier sofort und behielt seinen Favoritenstatus auch nach den obligaten, prüfenden Seitenblicken bei anderen Fertighausanbietern. „Wir haben jede Menge Ideen kolportiert. Der Deckenfries mit den eingelassenen Leuchtspots, das offene Treppenhaus mit der lichthellen Podesttreppe, der begehbare Kleiderschrank als Eingang zum Schlafzimmer, die teilverglasten doppelflügligen Türen – alles wunderbare Lösungen, die uns womöglich niemals allein eingefallen wären.“


Wenn be hördliche Vorgaben Wünsche zunichte zu machen drohten, setzten die GUSSEK-Planer alternative Ideen dagegen. So hätte der Kamin leicht an der vorgeschriebenen Ausrichtung des Schornsteins scheitern können. Vorschlag des Planungsteams: Wir ziehen ihn in den Raum und überbrücken den Abstand zur Wand mit einem Regal. Statt des überdachten Freisitzes, den der Grenzabstand zum Nachbargrundstück nicht zuließ, dachten sich ihr Mann und die Planer einen Carport an der Stelle aus.


Ein gutes Haus ist seinen Bewohnern seelenverwandt. Die Seele der Stangels liebt es farbenfroh. „Früher mochten wir es weiß und lackiert, mit den Kindern wurde es dann bunt und bunter.“ Der Wohnbereich greift in abgewandelter Nuance das Terrakotta der Hausfassade auf, die Wände des Treppenhauses reflektieren mit ihrem hellen Gelb die Sonnenstrahlen, Melina hat sich für ihr Zimmer im Oberge schoss Gelb und Lindgrün ausgesucht, Julian ein Jungmännerblau, das elterliche Bad in Beigebraun führt direkt ins Schlafgemach von Martina und Michael Stangel. Farbe: Knallrot. Oh Gott, stöhnen die Freunde, wie haltet ihr das nur aus. „Wir lieben es“, sagt die Hausherrin.


Aus diesem Haus am Rande von Mülheim werden die Kinder eines Tages in die Welt ziehen – das Haus und die Eltern sind darauf vorbereitet. „Es wird der Mittelpunkt der Welt bleiben.“ Martina Stangel hat keine Zweifel.


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