Kleine Umbauten mit großer Wirkung

Wenn man aus Altersgründen oder aufgrund von Krankheiten weniger beweglich wird, dann können die eigenen vier Wände auf einmal zum Hindernisparcours werden.

Oft finden sich die Menschen erst einmal damit ab, dass sie mit allerhöchster Vorsicht ihre Wege in der Wohnung gehen müssen, für das Aufstehen aus dem Sessel oder vom Sofa mehrere Anläufe brauchen oder für die Treppe zum Schlafzimmer hinauf am Abend eine halbe Stunde gefährliches und anstrengendes Klettern einplanen müssen. Leider passiert meistens erst etwas Schlimmeres, bevor in einer solchen Situation gehandelt wird.


Breitere Durchgänge, niedrigere Schwellen


Als Gehhilfe eignet sich für alte Menschen, die wackelig auf den Beinen sind, am allerbesten ein Gehwagen, auch Rollator genannt. Allerdings ist die Durchfahrbreite dieser praktischen Geräte nicht viel geringer, als die eines Rollstuhls und damit sind auch die Wege in einer normal eingerichteten Wohnung oft zu schmal. Doch bevor man den Gehwagen an jeder Ecke stehen lässt und doch wieder solo unterwegs ist, sollte man lieber Freunde und/oder Verwandte mobilisieren ein wenig Möbel zu rücken. Vielleicht trennt man sich auch von dem einen oder anderen Stück, denn besonders Möbel, die an Ecken und vor Türdurchgängen stehen, machen die Fortbewegung mit Gehwagen schwierig.


Und der sichere Halt, den der Wagen bietet, ist allemal besser als sich an den Möbeln entlang zu tasten. Türdurchgänge lassen sich nicht so einfach verbreitern, reichen aber meist auch genau für die Breite des Gehwagens aus. In alten Häusern sind Türrahmen häufig noch mit einer umlaufenden Rahmung versehen, sodass man über eine Schwelle muss, um hindurchzukommen. Diese lässt sich am Boden in den meisten Fällen jedoch einfach entfernen, was vielleicht optisch leichte Einbußen verursacht, sonst aber kein Problem darstellt. Die fast häufigste Stolperschwelle und Ursache für viele schwere Stürze sind Teppiche. Die guten alten Stücke sind nicht selten mehrere Zentimeter dick und haben auf jemanden, der unsicher auf den Beinen ist, im ungünstigsten Fall eine Wirkung, als ob man ihm einen Stock vor die Füße wirft. Auch wenn sie schön sind: Die dicken Perserteppiche gehören raus!


Technisches und Umbauten


Nicht immer reicht Umräumen und Möbel rücken, um eine Wohnung wirklich barrierefrei zu machen. Manche Türschwellen müssen mittels Rampen überbrückt werden und oft ist die Montage eines Handlaufs entlang der Wände auch auf den ebenen Wohnflächen sinnvoll. Ansonsten hält die Technik einige Lösungen bereit, mit denen man sich das Leben einfacher machen kann. So ist ein Sessel mit elektrischer Aufstehhilfe ein gutes Mittel um endlich wieder mühelos aufstehen zu können und den leidigen Treppenstufen kann man mit dem Einbau eines Treppenlifts, der sich an fast jede Treppe innen und außen anbauen lässt, ein Schnippchen schlagen. Einbaubespiele kann man auf www.lifta.de anschauen. Informationen zur Finanzierung bekommt man von seiner Kranken- oder Pflegekasse.


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