huf / green[r]evolution Art3
Die beeindruckende Großzügigkeit speist sich beim HUF-Haus „Art3“ nicht allein aus der Wohnfläche, sondern ebenso...

In einem Teil Buckinghamshires, wo selbst das Gras blau ist, aalen sich Mrs. und Mr. Wilkinson auf 650 Quadratmeter Wohnfläche – und finden das angemessen. Wer in England seine offene Zuneigung zu deutschen Statussymbolen zeigt, darf wenn nicht mit Feindseligkeit, so mit der Verwunderung vieler seiner Landsleute rechnen.
Geht es dann noch ums eigene Haus, das Heiligste aller insularen Kulturgüter, wecken Seitensprünge schnell gehobene Augenbrauen. My home is nämlich nur so lange my castle, so lange es englisch, traditionell und am besten viktorianisch oder – nur wenig ambitionierter – äußerlich im Pseudo-Tudor-Fachwerkstil wie zu Shakespeares Zeiten errichtet ist. Zwischen Deutschland und England liegt eben manchmal mehr als nur der Kanal.
Rosemary und Brent Wilkinson aus Little Kingshill in der Grafschaft Buckinghamshire, nordwestlich von London, sind insofern exotische Vögel. Sie entschieden sich – und das mit Verve, Überzeugung und ohne jede Reue – für eine deutsche Lösung aus einer Hand: ein Haus in freizügigster Holz-Glas-Fachwerkkonstruktion vom Westerwälder Unternehmen HUF.
Von HUF HAUS, jener Familienfirma in dritter Generation und einer Adresse für feines, ge-radliniges und exklusives Wohnen, gibt es in Deutschland inzwischen weit über 6.000 Domizile. Auch in Wien, Paris und Zürich, Madrid, Moskau und St. Petersburg zählt man bereits Tausende Hausherren. Unter den konservativen Briten ist die Fangemeinde für das Konzept HUF HAUS in den letzten Jahren besonders rasch gewachsen. Rund 150 HUF-Häuser stehen heute auf der Insel. Sie strafen einerseits das Klischee vom unvermeidlich konservativen Briten Lügen. Und sie künden davon, wie sehr die zeitgemäße Interpretation klassischer Fachwerkhäuser, in Holzskelettbauweise ohne Festlegung auf tragende und trennende Wände, auch dort ihren Charme entfaltet, wo HUF HAUS Zugereister ist.
Brent Wilkinson (58), ein vor Vitalität sprühender Unternehmergeist, der seit Langem auf fernöstlichen Märkten mit Elektronik handelt und sein berufliches Basislager heute im eigenen Haus aufgeschlagen hat, sagt beim Besuch seines gigantischen Hauses mit 650 Quadratmeter Wohnfläche: „Der erste Kontakt, den Rosemary und ich mit HUF hatten, war vor Jahren bei einer Bauausstellung in London ein Fotokatalog der Firma. Was wir da zu Gesicht bekamen, hat uns umgehauen! Es war für uns Liebe auf den ersten Blick: Wir lieben die Logik des Konzeptes. Wir leben jetzt knapp zwei Jahre hier, und wir werden in spätestens zehn Jahren wohl noch mal mit HUF bauen, weil uns die Sache Riesenspaß gemacht hat. Es war die beste Investition unseres Lebens.“
Von britischem Understatement also bleibt nichts übrig, vielmehr gerät Brent Wilkinson südländisch ins Schwärmen, wenn er an den Bau seines Hauses durch die aus Deutschland angereisten Montage-Teams von HUF und an das Ergebnis ihrer Arbeit denkt: Das Haus erstreckt sich auf vier Ebenen, von denen zwei im Hang stehen („5.000 Tonnen Erde wurden ausgebaggert, 45 Prozent des Hauses liegen unterirdisch“) und die auf der ersten Untergrund-Ebene einen 12-mal-3,3-Meter-Swimmingpool mit Tageslichtzufuhr und Gartenaussicht beherbergen. Erd- und Obergeschoss halten jeweils um die 200 Quadratmeter und jenen offenen Raumfluss bereit, der für HUF-Häuser so charakteristisch ist.
Rosemary Wilkinson (57), eine distinguierte Dame mit künstlerischem Auge, geschickter Hand und sehenswerter cornischer Kunst in verschiedenen Bereichen des Hauses, bringt den deutschen Berichterstatter mit Elogen an deutsche und mit Absagen an britische Handwerkskunst in Bedrängnis. „Ich denke, dass wir mit unserem Haus auch so etwas wie ein Stil-Statement abgegeben haben – und abgeben wollten. Die meisten britischen Familienhäuser artikulieren sich in einem stilistischen Kauderwelsch, bedienen sich verlogener historischer Zitate und überflüssiger ästhetischer Zutaten. Brent und ich wollten baulich und handwerklich alles aus einer Hand, eine One-stop-Lösung. HUF hat sie uns geboten, ein englischer Bauträger hätte sie uns niemals bieten können. It‘s as simple as that.“
Die Wilkinsons, deren Kinder Laura (27) und Ben (30) in London leben, empfinden ihr Haus nicht als überdimensioniert. Sie verstehen nicht einmal die Journalistenfrage, ob es so sein könnte. „Es fühlt sich gar nicht zu groß an“, erklärt der Hausherr nachsichtig. „Die Offenheit und Großzügigkeit der Wohnbereiche – es sind in diesen Teilen des Hauses wirklich keine traditionellen, kleinteiligen Zimmer – erzeugen in unseren Augen kein Gefühl der Verlorenheit. Zudem haben beide Kinder, auch nachdem sie nun ihr eigenes Leben führen, ihre eigenen Gästezimmer mit Bädern bei uns. Wir wollten und mögen genau diese entspannte und entspannende Lebensart. Ich sage es so deutlich, wie ich‘s empfinde: Je mehr Platz, desto besser.“ So viel unverschämtes Selbstbewusstsein ist in Deutschland selten. Wo es existiert, kleidet es sich meist verdruckst und verlogen bescheiden.
Nach der HUF-Erfahrung, so viel wird im Gespräch deutlich, werden die Wilkinsons wohl auch in Zukunft nicht mehr bei britischen Anbietern anklopfen. Sie haben die Nachbarschaft auf Zeit mit den Monteuren, Zimmerleuten und Tischlern, Malern, Klempnern und Elektrikern so genossen, dass Rosemary Wilkinson ein ebenso ungewöhnliches wie unübertreffliches Kompliment macht. „Es war ein so trauriger Augenblick, als die Männer von HUF das letzte Mal vom Grundstück fuhren – und es ist jedes Mal so ein Glücksaugenblick, wenn wir auf englischen Motorways einen Lkw im markanten Grün von HUF HAUS sehen. Ein Wiedersehen mit Freunden.“
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