fingerhut / z 120
Unter dem Zeltdach dieses Hauses bietet FINGERHUT HAUS ein Maximum an Raumkomfort und damit allen Platz für Familie,...

Michael Schröder aus Bad Kissingen hat beruflich schon vieles ausprobiert: in einer Bank in gehobener Position gearbeitet, sich dann mit einem Antiquitätengeschäft selbstständig gemacht, noch einmal studiert, das Diplom als Immobilienfachwirt abgeschlossen und als freiberuflicher Makler und Hausverwalter seinen Traumberuf gefunden. Dass der 45-jährige Selfmademan auch beim eigenen Wohn- und Lebensstil gern Neues wagt, scheint da nur logisch.
Doch die Veränderung, die er, seine Frau Petra (42) und die beiden Söhne Finn (8) und Lars (5) vor zwei Jahren vollzogen haben, ist so radikal, dass sie ihn bis heute selbst verwundert. „Ich zeige mal kurz, wie wir vorher zur Miete gewohnt haben“, sagt er und hält mit dem Auto wenig später vor einem Gründerzeithaus in der Altstadt. Im Garten dahinter steht ein Pavillon mit Kuppel. Romantisch eingewachsen von Bäumen und Büschen. In diesem Gebäude, von außen an einen kleinen Dom erinnernd, befindet sich eine Wohnung mit vier Zimmern. „Wenn ich die Kuppel hätte ausbauen dürfen, wäre ich hier vielleicht nie weggezogen.“
Und wenn ihn Detlef Bühmann nicht animiert hätte. Der Geschäftsführer von Haacke-Haus, dem renommierten Fertighausunternehmen aus Celle, den er seit den Kindertagen kennt. „Michael, ich habe ein Haus, das wird dir gefallen“, hat der eines Tages gesagt. Da lag die Stadtvilla noch als Entwurf mit Ambitionen zum großen Wurf auf dem Reißbrett. Ein Haus von zeitloser Schönheit – geradlinig, ausgewogen in den Proportionen, mit großen Fenstern und einem Zeltdach, das scheint, als würde es schweben. Kurz: das Gegenstück zu dem verschnörkelten Pavillon; Gründerzeit versus Moderne. Ihr Reißbrettstadium hat die Villa längst hinter sich, mittlerweile ist sie zum Beispiel als Musterhaus in Berlin, Celle und Wuppertal zu besichtigen und wurde 2005 mit dem „Großen Deutschen Fertighauspreis“ ausgezeichnet.
Die Klarheit dieses Entwurfs bringt bei Michael Schröder eine bis dahin unbekannte Saite in ihm zum Schwingen. Auch bei seiner Frau. Er ist nicht nur das Versprechen eines eigenen Zuhauses, er ist das Versprechen einer völlig neuen Lebensqualität und einer neuen Lebensart. Petra Schröder, die in Vollzeit für das Bayerische Staatsbad Bad Kissingen arbeitet, besteht trotzdem darauf, sich noch andere Häuser anzusehen. Die Entscheidung für eine eigene Immobilie soll gut durchdacht sein und nicht nur auf einer persönlichen Freundschaft basieren.
Doch kein anderes Haus hält dem Vergleich stand. Ein massives fällt ohnehin durchs Raster. „Aus meiner Arbeit als Immobilienmakler weiß ich, was da an Aufwand und Koordinationsproblemen auf einen zukommen kann. Wir wollten keinen Stress – und natürlich ein Niedrigenergiehaus auf höchstem Niveau.“ Auch alle anderen Fertighäuser schieden irgendwann aus: Serienmäßig luftige Deckenhöhen von 2,55 Metern und Türhöhen von 2,10 Metern hat kaum einer zu bieten. Außerdem gab es immer einen Schnörkel zu viel.
So sorgsam bedacht, wie sie die Entscheidung für die Stadtvilla schließlich treffen, so beispielhaft durchdacht wird das ganze Hausprojekt angegangen. Punkt 1: Mit dem Ziel vor Augen und mit dem festen Willen, die Finanzierung auf ein stabiles Fundament zu setzen, sparen sie für den nötigen Kredit nicht nur die geforderten 25 Prozent Eigenkapital an, sondern 35 Prozent. Punkt 2: Sie suchen sich ein Grundstück mit unverbaubarer Aussicht auf die Hügelketten, die Bad Kissingen einrahmen, denn große Fensterfronten verlangen förmlich nach Weitblick. Der Bauplatz ist so ausgerichtet, dass die Schröders die Mittags- und Abendsonne in vollen Zügen genießen können. Punkt 3: Voreilige Festlegungen sind tabu. Schon manchem Bauherrn haben sie die ungetrübte Freude an seinem Haus verhagelt.
Die Schröders nehmen sich also ein Jahr lang Zeit für den Grundriss. Und weil sich Petra Schröder manches nicht in 3 D vorstellen kann, überlässt sie die Feinarbeit ihrem (Immobilienfach-)Mann. Entschieden wird gemeinsam. Auf den 210 Quadratmeter Wohnfläche bringt er alles bequem unter: ein Hausverwalterbüro im Keller, einen großen Wohn-Ess-Bereich, offene Küche, Kamin, Gäste-WC und Garderobennische im Erdgeschoss, im Obergeschoss ein Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmer und zwei Bäder, damit sich die Vier morgens nicht um die Dusche streiten müssen.
Michael Schröder entwickelt seine Ideen für den Grundriss von der Küche aus. Die ist der Dreh- und Angelpunkt im Erdgeschoss. Man sagt Küche und meint das Zentrum. Im alten Pavillon trennte ein langer Flur Küche und Esszimmer. Diesmal sind kurze Wege angesagt. Eine Küche mit Spülhalbinsel, vor der der Esstisch seinen Platz finden wird und wo es nur ein paar Armlängen bis zum Geschirrspüler sind. Die Küche erhält eine Speisekammer, damit nicht jede Flasche Wasser aus dem Keller geordert werden muss. Die Haacke-Planer mit ihren feinen Antennen für Kundenhoffnungen denken sich eigens einen innen liegenden Raum aus, der vom Untergeschoss aus belüftet wird.
Am 15. September 2005 wurde mit den Arbeiten begonnen, auf den Tag vier Monate später konnte die Familie, wie geplant, umziehen. Wer die Schröders heute, zwei Jahre nach dem Einzug, in ihrem Haus besucht, bemerkt auf der Stelle: Die Gedankenarbeit aller Beteiligten hat sich gelohnt. Statt einer Aussicht, die im Pavillon am Nachbargebäude verendete, verwöhnt die Stadtvilla mit einem faszinierenden Fernblick. Das Tageslicht erreicht jeden Winkel in diesem Haus. Außen wie innen verströmt die Architektur Harmonie. Diese Harmonie scheint zu Michael Schröders Erstaunen auch auf den Alltag auszustrahlen. „Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl und sind viel ausgeglichener geworden. Wir übrigens auch“, sagt er. Und noch stärker als die neue Gelassenheit und Ruhe überrascht ihn die Veränderung des eigenen Geschmacks.
Die Goldenen Regeln beim Hausbau, Baufinanzierung, die Top-100-Häuser und Hausanbieter: Jetzt im aktuellen Hausbuch 2012 auf 386 Seiten!