Modern & auf der Höhe der Zeit: Mehrgenerationenhaus von GUSSEK
Dieses Haus, von moderner Gestalt und energetisch auf der Höhe der Zeit, ist der beste Beweis dafür, wie bekömmlich...

Alles, was einen später erwartet, wird bereits im Eingangsbereich vorgestellt: gläserne Schiebetüren, die Räume verbinden oder trennen, weite, unverstellte Blicke, Mut zur Farbigkeit, wie die schwarz-weiße Treppe (konsequenterweise auch die Geländerstäbe) beweist.
Wem das Haus beim ersten Hinschauen vertraut vorkommt gut so. Die GUSSEK-Architekten aus dem niedersächsischen Nordhorn wollten bei der Kubatur und Fassade an Bekanntes anknüpfen. Drei Giebel, Klinkerfassade, Zwerchgiebel über zwei Etagen, großflächiges Satteldach alles nichts Spektakuläres, aber in seiner Gediegenheit, seiner konzeptionellen Klarheit sympathisch. Es sind ein paar wohldurchdachte Details, die dem neuen Entwurf in der Musterhausausstellung Langenhagen (am Flughafen Hannover) den Ruch des Schablonenhaften nehmen. Die Farbakzente an Fenstern und Dachüberständen beispielsweise. Die Dachkonstruktion mit ihren ungewöhnlichen Einschnitten an den Firsten. Der strahlend weiß verputzte Zwerchgiebel, der wie eine optische Provokation die Vorderfront aufbricht.
Wer meint, so gelassen wie das äußere Outfit würde auch das Innere des Hauses sein, irrt. Jenseits aller Kleinteiligkeit imponiert es mit einem offenen, lichtdurchfluteten Raumkonzept. Es gibt heute nur wenige Entwürfe, die solche Eigenschaften nicht für sich in Anspruch nehmen, aber in dieser lichten Oase kommt man nicht auf die Idee, es handle sich um verbale Übertreibungen. Weite Blicke, wohin das Auge sich wendet: quer durch das Erdgeschoss und immer auch durch bodentiefe Fenster hinaus in die Natur.
Die Großzügigkeit bemisst sich nicht allein in Quadratmetern auch 180 sind schnell mal verbaut. Die GUSSEK-Planer haben moderne Lösungen gefunden, die Funktionalität und Ästhetik überzeugend zusammenführen. Die doppelflügelige Glastür zum Beispiel, die das Entree vom Wohnbereich abgrenzt, aber Durchblick bis zum Bullaugenfenster überm Treppenpodest und weiter hinaus bietet. Die Glasschiebetür zwischen Küchentrakt und Wohnbereich sieht nicht nur gut aus. Wenn der Fisch in der Pfanne bruzelt, wird sie geschlossen, wenn man beim Pastakochen den anregenden Disput mit den Freunden nicht verpassen will, bleibt sie offen.
Die klassische Attitüde wird wiederum bei der Raumnutzung gespielt: Unten wohnen, oben schlafen lautet das Motto, das sich an eine vierköpfige Familie wendet. In diesem Haus wird man mehr können: wunderbar leben.
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