Großer Wurf – Moderne Bauhaus-Architektur von OKAL

Straßenansicht und Nebenein­gang des Martinez­-Hauses

Moderne und Gemütlichkeit verbrüdern sich. Die besondere Lage inspiriert zu Besonderem. Technik vom Feinsten diskret im Hintergrund. Auftraggeberin Pia Martinez nennt das „mein perfektes Haus“.

I. Sinn + Form


Bauhaus ist das Gesicht der Moderne. Das hohe Lied klarer Linienführung. Die Konzentration auf das Wesentliche, dies aber mit großer Geste. In Architektur übersetzt: Schlichte, kubische Baukörper, gern geradlinige Fassaden, eine Choreografie der Ausblicke und Sichtachsen ...


Wie sich Bauhäusler als Aktivisten gegen Architekturschablonen Ehre und Anhänger verschafft haben, reizt OKAL-Chefarchitekt Sven Propfen, ermuntert von der Bauherrin, hier Chancen moderner Komfortarchitektur aus. Mit schönster Selbstverständlichkeit wird im Obergeschoss dieses Hauses mit Auskragungen nach gleich drei (!) Seiten gearbeitet. Wie alle wirklich guten Ideen überzeugt auch diese durch geniale Einfachheit: Einerseits heben sich die Auskragungen vom Hauskörper ab, betonen das Eigenleben der jeweiligen Räume – lenken aber gerade dadurch den Blick auf das Dreidimensionale des Grundkubus.


Die Ausbrüche machen nicht nur formal, sondern auch ganz praktisch Sinn: Auf der Gartenseite wird so ein Teil der Terrasse überdacht, ein nicht zu unterschätzender Komfortfaktor. Zur Straßenseite ermöglichen sie einen Balkon vom Küchen- und Essbereich über die gesamte Raumbreite. Dessen Brüstungshöhe ist so raffiniert bemessen, dass die Familie beim Essen den traumhaften Blick über den Rhein genießen kann, Straßenpassanten und Nachbarn aus den hangabwärts liegenden Häusern aber Einblicke verwehrt werden.


II. Raum + Stil


Die Vorgaben von Pia Martinez für das Raumkonzept ihres neuen Hauses hören sich im ersten Moment an wie das Verlangen nach der Quadratur des Kreises: „Durchgängige Offenheit. Die einzelnen Wohnbereiche sollen zusammenhängend, aber auch jeder für sich bestens funktionieren.“ Frau Martinez hat immerhin gut 272 Quadratmeter auf zwei Vollgeschossen zur Verfügung. Plus Untergeschoss mit aller Technik und vielerlei Nutzraum – und der separat zugänglichen Einliegerwohnung für den fast erwachsenen Sohn.


Größe allein gibt Räumen noch keine Klasse. Die Anordnung, Gliederung, Abfolge der Funktionsbereiche entscheiden, wie geborgen, wie frei, wie inspiriert man sich fühlt. „Offen, aber separat“ sieht im Erdgeschoss so aus: Die Treppe, ein schöner heller Solitär aus Holz und Glas, und der breite Flur daneben bilden den Kern, um den herum sich das familiäre Alltagsgeschehen abspielt.


Der Raum fließt durch das Haus. Auf der einen Seite über die gesamte Hausbreite der Koch- und Essbereich mit seiner wunderbaren Balkonfreiheit; zur Gartenseite gegenüber der Wohnbereich mit Sitzgruppe, Kamin und Terrassenzugang nach zwei Seiten. Es gibt zwar auch eine Glas-Schiebetür zum Eingangsbereich, aber die ist eigentlich nur Option, weil sie wahrscheinlich fast immer geöffnet sein wird.


Auch in diesem Punkt hat der Architekt mit Raffinesse und Augenmaß agiert: Von jedem Platz aus ist ersichtlich, dass der Raum weitergeht hinter der Ecke, dass da noch etwas kommt. Offenheit, gewürzt mit einer Prise Geheimnis – so werden aus Höhe mal Breite mal Länge charaktervolle Lebensräume.



Pia Martinez hat auch bei der Wahl ihres Fußbodens ein gutes Händchen: Massive Eichendielen, geölt, sind im gesamten Erdgeschoss verlegt. Das schafft auf den ersten Blick Zusammengehörigkeit der Einzelbereiche zum gemeinsamen Großraum. Zugleich aber, am Ende sogar gewichtiger, überzeugt die atmosphärische Wirkung. Das Bauhaus-gemäße Weiß der Wände bietet die denkbar schönste Bühne für so etwas Urnatürliches wie Holz. Es müssen viele tausend Jahre Wohnerfahrung sein, die uns bei diesem Anblick „Wärme“ und „Zuhause” signalisieren ...


Pia Martinez bestätigt, dass bei aller Lust an neuen Bauhaus-Experimenten eine Raumeigenschaft auf ihrer Prioritätenliste ganz oben gestanden habe – gemütlich. Sieh an: Die Bauhaus-Moderne muss bei aller formalen Reinheit mitnichten streng und kühl daherkommen. Weiß und Schwarz. Glas und Edelstahl. Gekonnt gemacht, ist ein warmer Naturholz-Grundton erste Wahl für eine „weiche“ Wohnwelt.


Vom (Bauhaus-)Prinzip der Reduktion und Konzentration auf das für sie wirklich Wichtige ließ sich Pia Martinez auch im Obergeschoss leiten: Die temporäre Rosa-Phase der zweijährigen Prinzessin Sophia mal außen vor gelassen – auch in den privaten, intimen Räumen der oberen Etage haben klares Weiß und Naturtöne das Sagen. Beispielhaft zu erleben im großen Bad: Weiße Designer-Bequemwanne, ansonsten Sandstein- und Holzoptik. Und Glas – in diesem Fall bei der langen Duschabtrennung. Bewusstes Entscheiden für wenige, dominierende Farben, Töne, Materialien, die sich dann immer wieder, in immer neuen, eleganten Zitaten in den einzelnen Raumsituationen wiederfinden, das nennt man Wohnstil.


III. Wohnlust + Technik


Pia Martinez‘ oberster Wunsch nach Gemütlichkeit ist ohne moderne Haustechnik im Hintergrund nicht zu erfüllen. Warm, hell, bequem sind für Zuhause-Gefühle wichtige Stichworte. Aber auch hierbei geben die eigenen, individuellen Prioritäten die haustechnische Dimensionierung vor. In diesem Fall steht erkennbar nicht die maximale Energieeffizienz (Aufrüstung bis zum Plusenergiehaus) im Fokus. Der hohe Effizienzhaus-Standard der Gebäudehülle von OKAL mit dreifach verglasten Fenstern, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Fußbodenheizung bedeutet ohnehin nur Jahresenergiekosten von wenigen Hundert Euro; selbst für dieses große Haus.



Richtig Spaß macht der digitale „myGekko“-Hausfreund – ein intelligent vernetzter Haus- und Energiemanager, den es nur bei OKAL gibt. Er prüft und schafft Sicherheitskomfort auf Fingertip – Licht aus, Induktionsherd aus, Rollläden runter et cetera. Man muss nicht einmal selbst zu Hause sein, das funktioniert auch per Smartphone oder Tablet-Rechner.


Fast noch schöner ist, dass sich „myGekko“ liebevoll, sparwillig und vor allem vorausschauend der Energie- und Heiztechnik des Hauses annimmt: Er erkundigt sich selbstständig im Netz nach dem Wetter von morgen und stellt die Heizung entsprechend auf Vorlauf. So muss Technik heute sein – bei OKAL ist „myGekko“ im Festpreis inklusive.


IV. Bau + Wert


Das Martinez-Haus ist, mit Ausnahme der in den Hang hineingebauten Untergeschosswände, in moderner Holztafelbauweise errichtet. Die alte Bauhaus-Leidenschaft für preiswerte industri- elle Fertigung ist hier überzeugend verbunden mit der Bauherren- Sehnsucht von heute nach individuellen Unikaten.


OKAL gehört zu den Pionieren dieser Bauweise. Die 2,80 Meter Raumhöhe, die in Pia Martinez‘ Haus für schöne Proportionen sorgen, hat nicht jeder. Ab 2013 sind sie in allen OKAL-Häusern Standard. Wie gut, wenn es einem Haus gelingt, das Authentische in uns anzusprechen: die Gefühle. Und so zum perfekten Lebensraum wird.


Fotos: Marcus Gloger; Text: Frank Siebold/Peter Neumann

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Zahlen und Fakten

AnbieterOKAL Haus GmbH
Entwurfmoderner Bauhaus-Kubus
Fläche272.00m²
DachFlachdach
Ausstattung/
Vorzüge
 
Der hohe Effizienzhaus-Standard der Gebäudehülle von OKAL mit dreifach verglasten Fenstern
Extras„myGekko“- ein intelligent vernetzter Haus- und Energiemanager
HeizungLuft-Wasser-Wärmepumpe und Fußbodenheizung
AngebotPreis auf Anfrage

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