Gesundes Wohnen

Nicht zuletzt, weil Gesundheitsbelastungen durch Umwelteinflüsse zunehmen, steigt die Nachfrage nach natürlichen Materialien, angenehmem Klima und sauberer Luft in den eigenen vier Wänden.

Zirka 47 Wochen eines Jahres verbringen wir in geschlossenen Räumen. Wie eine dritte Haut können sie unser Wohlbefinden unterstützen oder die Ursache von Belastungen sein.

Fachleute sprechen von bis zu 70.000 verschiedenen Substanzen, die in einem Gebäude nachweisbar sind. Treten Infekte, Allergien, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Schlafstörungen und Depressionen gemeinsam auf, wird dies häufig als Hinweis das so genannte „Sick-Building-Syndrom“ (übersetzt etwa: das „kranke“, das schadstoffbelastete Haus) gewertet. Nicht zuletzt, weil Gesundheitsbelastungen durch Umwelteinflüsse zunehmen, steigt die Nachfrage nach natürlichen Materialien, angenehmem Klima und sauberer Luft in den eigenen vier Wänden.


Wichtig beim Boden


Der Fußboden nimmt viel Raum ein und hat deshalb einen großen Anteil an der Wohnqualität. Ein guter Fußboden ist fußwarm und trittschalldämmend, elastisch, pflegeleicht und staub reduzierend. Hausstaub gehört statistisch zu den häufigsten Allergieauslösern. Verursacher ist überwiegend Milbenkot, der als Feinstaub eingeatmet wird. Mit Holz- und Korkböden oder einem Linoleumbelag tragen zur Staubreduzierung bei.


Wichtig bei der Einrichtung


Mit unseren Möbeln richten wir uns unser ganz persönliches Wohnumfeld ein und an ihre Qualität stellen wir hohe Ansprüche. Möbel sollen schön, pflegeleicht, langlebig und widerstandsfähig sein. Jedes Möbelstück setzt sich aus vielen Werkstoffen wie Holz, Kleber und Lacke oder Textilien zusammen, die einzeln, aber auch im Ganzen unbedenklich sein sollten. Achten Sie auf die Deklaration der Materialien und lassen Sie sich vom Fachmann beraten.


Raumklima und Licht


Zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden trägt auf jeden Fall ein gesundes Raumklima bei. Dazu müssen folgende Werte stimmen:

  • Raumlufttemperatur: 18 – 22 Grad C
  • Oberflächentemperatur: 20 – 23 Grad C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 40 – 60 %

Besonders die Luftfeuchtigkeit wird von vielen Menschen im Winter vernachlässigt. Doch zu trockene Räume begünstigen Erkältungskrankheiten, da die trockene Luft die Atemwege belastet. Abhilfe schafft ein Luftbefeuchter oder - ganz einfach – eine ausreichende Menge Grünpflanzen.

Ein anderer „Wohlfühlfaktor“ ist das Licht - egal ob elektrisches Licht oder Kerzenlicht: Ausreichende Helligkeit sorgt besonders während der dunklen Jahreszeit für gute Stimmung.



Elektrosmog – die unsichtbare Belastung


Als Elektrosmog bezeichnet man jene elektrischen und magnetischen Felder, die alle elektrischen Einrichtungen, Geräte und Leitungen umgeben. Wissenschaftler und Mediziner sind sich heute einig, dass hochfrequente Strahlungen diverse gesundheitliche Belastungen, wie z.B. chronische Kopfschmerzen oder Infektanfälligkeit hervorrufen können.


Oft genügt es schon, einfache Regeln zur Anordnung der Geräte im Wohnraum zu befolgen, um dem Elektrosmog zu entgehen: Telefon, Fax, PC und Handy, gehören nicht ins Schlafzimmer und nicht unbedingt direkt neben die Couch.

Planen Sie möglichst große Abstände zwischen unvermeidbaren Quellen und Aufenthaltsort ein: Schlaf- und Wohnzimmer sollten möglichst weit weg sein von Küche und Büro. Wenn es möglich ist, vermeiden Sie es, den Kühlschrank oder Computer an der Außenwand Ihres Schlafzimmers zu platzieren.


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