Plusenergiehaus "Patria" von Wolf System Haus
Wolf System Haus stellt in Bad Vilbel sein erstes Plusenergiehaus vor: Wirtschaftlich, weil auf Effizienzhaus...

Wann ist der richtige Augenblick für eine Bauentscheidung? Wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus, wenn sie aus dem Haus – oder schon, wenn die ersten unterwegs sind? Katrin (32) und Benjamin (27) Dietl, Friseurin sie, Groß- und Außenhandelskaufmann er, Niederbayern beide, sind zupackend und daher entscheidungsfreudig. Auch, wenn es um so große Beträge wie den Bau des eigenen Hauses geht.
In ihrer bayerischen Heimat Geiselhöring, einer alteingesessenen Gemeinde bei Straubing, wo sie ihr gut 1.000 Quadratmeter großes Grundstück von den Großeltern erwarben, waren sie zuletzt nicht nur „die jüngsten, sondern auch die einzigen Bauherren im Ort“, wie Benjamin Dietl schnell und mühelos ermittelt – Geiselhöring ist klein genug, um die Übersicht zu behalten. Die beiden sind augenscheinlich so gern Bauherren geworden, dass sie die Frage beinahe amüsiert, ob sie nicht manchmal Sorge gehabt hätten, für einen Hausbau vielleicht noch zu jung zu sein.
„Angst hatten wir kein bisschen“, erwidert die Hausherrin, „das Grundstück gehört uns, und auch nach längerer, reiflicher Überlegung haben wir immer noch keine Sorge, dass uns das Haus mal zur Last fallen könnte.“ Der Ehemann, der als Kaufmann rechnen kann, schiebt zur Erhärtung des Arguments seiner Frau weitere Punkte auf der Habenseite ihres Grundgefühls nach. Er nennt damit aus seiner Sicht zugleich wichtige Unterschiede zwischen einem schönen Haus und einer Wohnung: „Das Haus ist unser Eigentum; es ist Altersvorsorge, bietet Sicherheit und Platz und ist, mit dem geräumigen Garten, ein Freiraum für Kinder.“
Nun, mit dem Plural spielt Benjamin vorläufig eine kleine Zukunftsmusik. Vorerst gibt es im Hause Dietl ein Kind, und Maria-Magdalena, die letzten August zur Welt kam, ist sogar noch jünger als ihr junges Haus. Aber dass sie wohl kein Einzelkind bleiben dürfte, das immerhin steht nach dieser Äußerung väterlichen Überschwangs zu vermuten. An Platz wird es nicht fehlen: Knapp 200 Quadratmeter Wohnfläche besitzt die kleine Familie. Der Koch-, Ess- und Wohnbereich betont mit seiner offenen Gestaltung die generelle Großzügigkeit, während der Kachelofen aufsehenerregend akzentuiert.
In der Wohnflächenberechnung nicht enthalten, aber als Stau-, Lager- und Arbeitsraum von praktischem Nutzen sind weitere 88 Quadratmeter, die den Dietls im Kellergeschoss zur Verfügung stehen. Jetzt, im Winter, mögen sie den Platz an der Küchentheke, direkt vor dem langgestreckten Aquarium, am liebsten. In der warmen Jahreszeit läuft ihm die Terrasse dann den Rang ab. Doch auch wenn sich die Neigungen für einzelne Plätze mit dem Gang der Sonne und dem Lauf der Jahreszeiten geringfügig wandeln, wichtiger ist die Kopfnote, die die zwei Bauherren vergeben: „Wie jedem Hausbesitzer bedeutet uns unserer eigenes Heim alles. Wir haben es ganz nach unseren Vorstellungen geplant und entworfen, und es steht auf eigenem Grund–Urlaub zu Hause.“
Faustscher Besitzerstolz, wie man sieht, ist kein Vorrecht älterer Semester; auch junge Bauherren ziehen daraus ihren Honig. Erst recht, wenn sie mit Architektur und Einrichtung des Hauses ihre ureigenen Wünsche ausleben konnten – nicht das schlechteste Motiv für das Bauprojekt. Katrin Dietl fasst die eigene Wahrnehmung ihres Hauses mit den Stichwörtern „geradlinig, modern, kubisch, praktisch, schlicht“ zusammen, Ehemann Benjamin führt das Thema aus: „Ich wollte kein Toskana- und kein Satteldach, wie es fast jeder hat. Auch meine Frau steht mehr auf Klassische Moderne mit eckigen Formen. Außerdem wollten wir keine Kniestöcke und keine schrägen Dächer. Stattdessen haben wir überdurchschnittlich hohe Decken und auch von daher ein besonders schönes Raumgefühl.“
Die Verwirklichung dieser Vorstellungen macht für beide – „zusammen mit der schnellen Bauzeit und den geringen Heizkosten infolge der blendenden Wärmedämmung der Konstruktion“ – die gewinnendsten Seiten ihres Domizils aus. Der Bauherr zu dem Haus, das sie ohne Grundstück und Einrichtungsextras 250.000 Euro kostete und in einer ganz auf die Familie Dietl ausgelegten Planung entstand: „Wir haben in der Sichtungsphase auch schlüsselfertige Ziegelhäuser und andere Massivhäuser angefragt, stellten aber bald fest, dass unsere persönlichen Vorstellungen bei Wolf Haus am besten und kostengünstigsten umgesetzt zu werden versprachen.“
Mitgeholfen hat dabei der Umstand, dass ein Verwandter Benjamin Dietls beim Fertighausunternehmen in Osterhofen arbeitet und den jungen Leuten so aus ganz persönlicher Erfahrung die Stärken der Firma nahebringen konnte. Katrin Dietl lässt ihren Blick schweifen und kommt zu dem Schluss: „Wolf hat unsere Erwartungen gänzlich erfüllt. Alles ist perfekt gelaufen – wir wohnen heute in genau dem Haus, das wir uns gewünscht hatten.“ Herz, was willst du mehr?