Familienunternehmen Haacke - 130 Jahre im Haubau vorneweg

Die Haacke-Entwürfe „Stadtvilla“ und „Stadthaus“ werden von der Internationalen Energieagentur in der Weltbestenliste der 40 innovativsten Häuser gelistet.

Haacke hat seinen Ruf bei Bauherren und Branche mit erstklassiger Qualität und Dienstleistung begründet. Daran haben in dem Familienunternehmen, seit 130 Jahren am Markt, Mitarbeiter an verschiedenen Plätzen Anteil. Ihre Zuverlässig­keit ist in der Schnelllebe von heute ein Wert an sich, ihre Arbeit eine Werbung des Fertighausbaus, die auch anspruchsvollste Architekten überzeugt. Und manches Vorurteil erledigt.

Es ging um ein kleines, feines Baugebiet in der Landeshauptstadt Hannover und um jede Menge Auflagen und Vorgaben. Die Quartiersbebauung lag in der Hand eines re­nommierten Architektenbüros, das dem Wohn­­gebiet eine durchgängige, anspruchsvolle Linie geben wollte und den Bau von Fertighäusern ausschloss.


Was in dieser Bündigkeit harsch klingt, ist noch immer keine Sel­tenheit: Manch etablierter Architekt und so mancher Bauwillige meinen, Archi­tektur mit Niveau und eigener Note seien mit Fertighausbau nicht zu vereinbaren. Das widerspricht zwar seit langem gesicherten Erfahrungen, aber so ist das nun mal: „Old habits die hard“. Das letzte, was stirbt, sind die Vorurteile.


Auch im Fall des Projekts in Hannover baute sich anfangs dieses Spannungsfeld auf. Es konnte dann aber wegen der entschiedenen Vorstellungen der Bauherren, der beweiskräftigen Referenzen der Firma Haacke und der Aufge­schlos­senheit der federführenden Quartiers­archi­tekten entschärft und produktiv gemacht werden: Familie Kammer wollte auf ihrem Grund­stück in den Seelhorster Gär­­ten auf keinen Fall ein Haus mit konventionellem Mau­erwerk. Die energiesparende, bau­­biologisch gesunde und architektonisch ansprechende Fertigbau­weise von Haacke hat­te es ihr angetan. Sie bestimmte den Wunsch von Familie Kammer.


Die Haltung der Bauherren und das Re­no­­mee der vielen gebauten Haacke-Beispie­le, um die auch die Quartiersarchitekten wussten, öffnete die Tür zur Verständigung und schloss die Tür der Vorurteile. Sie überzeugte die Architek­ten davon, dass ein leistungsfähiges Fertig­haus­unternehmen wie Haacke sehr wohl Ehrgeiz nach individueller, auch eigenwilliger Architektur erfüllen und selbst strengste Auflagen einer Quartiersbebauung umsetzen kann.


„Sie betrafen zum Beispiel die präzisen, ganz eigenen Vorstellungen, die die Quartiers­ar­chi­tekten vom Farbspiel der Klinker­fassaden im Baugebiet hatten“, erinnert sich Heike Thieße, seit 16 Jahren Bauingenieurin bei Haacke. „Wir sind dieser Heraus­forderung mit einer eigens für das Wohn­gebiet Seel­­horster Gärten gebrannten Klinkerserie be­gegnet. Das schloss im Interesse der Origi­nalität Nachsortierungen des Spezialbrands ein. So entstand die ungewöhnliche und ein­malige Fassadenlandschaft aus roten Klin­kern in ganz verschiedenen Tönen und Oberflächenstrukturen.“



Die Firma ist an solchen Sonderwünschen nicht ge­scheitert. Im Gegenteil. „Dank der Be­weg­lichkeit, die Haacke-Haus mit seiner Erfahrung aus vielen Jahren besitzt, erfüllten wir die Anforderungen zur besten Zu­friedenheit aller Beteiligten.“ Heike Thieße spricht über die Lösung der Herausfor­de­rungen, ohne deren Größe kleinzureden. Fingerschnipsen steht auch Branchen­bes­ten als Königsweg gewöhnlich nicht zur Ver­fügung. Aber erst recht gibt sie zu verstehen, dass den Kunden naturgemäß nicht innerbetriebliche Abläufe, sondern einzig ein optimales Ergebnis interessieren.


Die Energieeffizienz von Haus Kammer er­wähnte die Diplom-Ingenieurin übrigens nicht weiter. Doch gerade auf diesem Gebiet bewegen sich Haacke-Häuser ohnehin in der Spit­zengruppe. Aber das wäre eine neue Ge­schichte. Hier wollen wir die Beweg­lich­keit festhalten, mit der ein Branchenführer Auf­lagen und Wünsche mehrerer Seiten mit Bra­­vour erledigte.


Energetisch spitze

Besonders hohe Erwartungen hatte die Fa­milie von Dr. Esser aus Sprockhövel in Nordrhein-Westfalen an die Energietaug­lich­­keit ihres Hauses. Da überließ der Haus­­herr nichts dem Zufall. „Er wollte vielmehr schon vor Vertragsschluss Sicherheit ha­ben, dass die Energiespar­rech­nung für ihn aufgeht sowie Planung, Bau­antrag und Aus­führung in einer Hand liegen.“ Technischer Leiter Thomas Hoffmann: „Dass Haacke all dies selbst­verständlich gewährleisten konnte, führte Essers da­zu, mit uns zu bauen.“


Hierin zeigen sich zwei weitere Stärken des Fertig­hausherstellers: Die branchenweit un­strittige Energie-Kom­petenz Haackes und sein vertrauenstiftendes Verhalten, „potenzielle Bauherren schon vor Vertrags­schluss sachkundig ins Bild zu setzen und ihnen so Sicherheit für ihre Entscheidung zu geben“, wie Geschäftsführer Detlef Bühmann zu diesem Unternehmens­grundsatz sagt. Es wird keineswegs von allen Hausanbietern ver­gleich­­bar transparent praktiziert.



Diplom-Ingenieur Thomas Hoffmann plante das Esser-Haus aus der Linie „Stadthaus“ mit Lüftung, Solar und Holzpelletsheizung als KfW 40-Haus. Dies entspricht seit 1. April dem jetzigen KfW-Effizienzhaus 55, der neuen Bezeichnung für ein Energie­spar­haus. Es muss festgelegte Kritierien erfüllen, um von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ge­fördert zu werden. Ein Effizienzhaus 55 darf nur 55 Prozent der nach Energieein­spar­verordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchst­werte hinsichtlich Jahres-Primär­ener­gie­bedarf und Trans­missions­wärme­verlust er­reichen. Wie beim KfW 40-Haus beträgt der Jahresprimär­ener­giebedarf damit maximal 40 kWh/m² Nutzfläche des Hauses.


Im Beispiel des Haacke-Hauses (insgesamt 130 Quadratmeter Wohnfläche) in Sprockhövel hätte der für ein Effizienzhaus 55 maximal zul­­äs­sige Jahresprimärenergiebedarf folglich jene 40 kWh/m² betragen dürfen. „Tat­säch­­lich beträgt er 26,8 kWh/m² und liegt mithin rund 33 Prozent darunter,“ so Thomas Hoffmann. „Dafür sorgt der gute konstruktive Wärme­schutz. Die Solarfläche auf dem Dach ist mit 12 Quadratmetern bes­onders groß, der Pel­letsofen im Wohnbereich CO2-neutral, sodass man sa­gen kann, Haus Esser wird im übertragenen Sinne letztlich komplett von der Sonne beheizt ...“


Gute Beratung ist die halbe Miete

hätte der für ein Effizienzhaus 55 maximal zul­­äs­sige Jahresprimärenergiebedarf folglich jene 40 kWh/m² betragen dürfen. „Tat­säch­­lich beträgt er 26,8 kWh/m² und liegt mithin rund 33 Prozent darunter,“ so Thomas Hoffmann. „Dafür sorgt der gute konstruktive Wärme­schutz. Die Solarfläche auf dem Dach ist mit 12 Quadratmetern bes­onders groß, der Pel­letsofen im Wohnbereich CO2-neutral, sodass man sa­gen kann, Haus Esser wird im übertragenen Sinne letztlich komplett von der Sonne beheizt ...“


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