Entwurf Plan 560 von SchwörerHaus

„Energieplus-Haus Plan 560“ von SCHWÖRER

Das neue Musterhaus von Schwörer überzeugt durch seine originelle, bodenständige, ökologische Architektur. Aber mindestens genauso beachtlich: Als Plusenergiehaus erzeugt es seinen Strom selbst.

Dass technische Innovationen und traditioneller regionaler Baustil sich vereinen lassen, beweist das neue „Energieplus-Haus Plan 560“ in Helmstorf am Nordrand der Lüneburger Heide. Hinter der für den Norden typischen Klinkerfassade verbirgt sich ein Plusenergiehaus von Schwörer, das im Jahresschnitt mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.


Die Architektin hat dieser Modernität durch ein außergewöhnliches Dach mit weiten Überständen und seitlichem Laubengang eine charaktervolle Gestalt gegeben. Ein weiteres Indiz für die gestalterische Akribie: Die für diesen technischen Standard notwendige Photovoltaikanlage wurde nicht einfach obendrauf gepackt, sondern ist formvollendet in die Dachhaut integriert. Auch wenn man es kaum vermutet – hinter der Klinkerfassade steckt ein Holzständerbau, dessen PEFC-zertifiziertes Fichtenholz aus nachhaltiger Holzwirtschaft stammt. Diese Nachhaltigkeit ist kein Lippenbekenntnis, sondern lässt sich in konkreten Mengenangaben nachweisen.


Hinzu kommt, dass eine einzige Tonne Holz während ihres Wachstums 1,82 Tonnen des Treibhausgases CO2 aufnimmt und dauerhaft speichert. Macht bei diesem Musterhaus 49,14 Tonnen CO2. Umweltschutz steht seit Langem auf dem Masterplan von SchwörerHaus, er wird bei dem Neuen gleich mehrfach praktiziert: durch die regenerative Stromerzeugung mittels Photovoltaik, die dauerhafte Bindung von CO2, die Nutzung eines schadstofffreien E-Mobils und nicht zuletzt durch den geringen Energiebedarf der hoch gedämmten und winddichten Gebäudehülle.


Ein zentraler Be- und Entlüfter sichert den für maximalen Komfort nötigen Austausch der Raumluft. Den äußerst geringen Wärmebedarf deckt die Frischluftheizung mit Kleinwärmepumpe und keramischen Direktheizelementen. Die Kombination mit einer Wärmepumpe zur Wassererwärmung ergibt ein ökologisches Gesamtpaket. Zusammen mit einem vorgesetzten Sole-Erdkollektor wird die im Erdreich konstante Temperatur von 8 bis 12 Grad Celsius an die im Winter kältere und im Sommer wärmere Zuluft abgegeben. So gelangt die Winterluft vorgewärmt und die Sommerluft angekühlt ins Haus.



Das Gebäude ist für eine Familie mit einem Bereich für selbstständiges oder freiberufliches Arbeiten konzipiert Die geräumige Diele ist nicht nur Reminiszenz an den regionalen Baustil. Sie dient als Verteiler, trennt den Büro- vom weitläufigen Privattrakt und macht sich zugleich als Wartezone nützlich. Links neben der Haustür geht es in den offenen Wohn-, Koch- und Essbereich, der mit der Küche beginnt und um die Ecke hinter der Treppe in der Sitzecke endet. Besonderes Gestaltungselement ist die schräg in den Raum gestellte Treppe ins Dachgeschoss. Sie mündet auf einer großzügigen Galerie, die durch ein Dachfenster schön belichtet wird.


Die Galerie ist multifunktional: Sie eignet sich als Spielflur, als clever unter der Schräge angeordnete Ankleide und als Fitnessbereich. Auch hier beweist sich Schwörers Weitsicht selbst bei kleinen Details: Der Heimtrainer erzeugt bei eifriger Nutzung zusätzlichen Strom für die Wassererwärmung. Direkt im Anschluss das gemütliche Bad mit Holzeinbauten aus der Schwörer-Designtischlerei. Es hat durchaus das Prädikat „Wellnessbad“ verdient, auch ohne exorbitantes Raumangebot. Wanne und Waschbecken umgibt statt der meist üblichen Fliesen behagliche Holzoptik.


Die gläserne Rückwand der bodengleichen Dusche ist zugleich Trennwand zum Schlafzimmer, das sich freilich mit einer Schiebetür abschotten kann. Und das WC ist in einem Extraraum platziert, der praktischerweise sowohl von der Galerie als auch vom Bad aus zugänglich ist. Das Hauptschlafzimmer und zwei weitere Räume, jeweils mit bodentiefen Fenstern, komplettieren das Dachgeschoss.


Gut 33.000 Euro kostet die Plusenergieausrüstung dieses Hauses. Wenig, wenn man bedenkt, dass die Strompreise auch künftig kräftig steigen werden. Möglichst viel Strom mit der eigenen Photovoltaikanlage zu erzeugen, ist also in jedem Fall interessant. Mit dem Stromüberschuss, den dieses Haus pro Jahr produziert, kann der Schwörer-Elektroroller 6.823 Kilometer weit fahren; ein Elektroauto käme auf etwa 2.000 Kilometer.



Zahlen, bitte!


Wohnfläche Musterhaus „Energieplus-Haus Plan 560“: EG 73,10 m², DG 66,33 m²

U-Wert Schwörer-Klinkerfassade: 0,134 W/m²K

Mittlerer U-Wert (inklusive Fenster): 0,251 W/m²K

Endenergiebedarf (Heizung/Warmwasser/Haushaltsstrom): 6.005 kWh/a

Photovoltaikertrag pro Jahr (57,33 m2 Module): 6.237 kWh/a

Heizung: Kleinwärmepumpe, Frischluftheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe (Brauchwasser)


Energieüberschuss: 232 kWh pro Jahr


Peter Michels

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Zahlen und Fakten

AnbieterSchwörerHaus KG
EntwurfMH Helmstorf
Fläche150.00m²
DachSatteldach, Neigung 42°
WandHolzständerbauweise, massives Holzfachwerk, mineralische Dämmung; U-Wert 0,10 W/m2K
Ausstattung/
Vorzüge
 
Plusenergiehaus, Schwörer-Frischluftheizung mit kontrollierter Be- und Entlüftung und Kleinwärmepumpe, Brauchwasserwärmepumpe, PV-Anlage, Solarkollektor, Schwörer-Fit-Trainer
Maße15,88 m x 10,63 m
Wohn-/Essbereichinkl. Küche 46,05 m²
AngebotPreis: auf Anfrage

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