Die neue Generation: Plusenergiehäuser

Ein „Plusenergiehaus“ wie dieses ist die energetische Alternative zu Atom- oder Gas- oder Windkraftwerken und teuren Leitungsnetzen.

Mit einer Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung zettelte die Firma Schwörer vor fast 30 Jahren eine Revolution im Hausbau an. Bei den Kreativen von der Schwäbischen Alb ist nun das nächste Level zu erleben: ein „Plusenergiehaus“. Es produziert mehr Wärme und Strom, als es verbraucht.

Ein Quantensprung für schöneres Wohnen in Häusern des 21. Jahrhunderts


Das „schöner Wohnen“-Haus” punktet mit seinem Gesamtenergiekonzept. Sein dena-Gütesiegel als „effizienzhaus 55” spiegelt aber erst mal nur die halbe Wahrheit. Das Gebäude mit gut 150 Quadratmeter Wohnfläche glänzt mit einem Endenergiebedarf von 22,1 kWh/m2a und liegt damit knapp über dem „Passivhaus”-Standard. Die 42 Zentimeter dicken Außenwände erreichen einen U-Wert von 0,152 W/m2K.


Sie sind, wie auch das Dach und die Kellerdecke, hoch wärmegedämmt und halten in Kombination mit den dreifach verglasten Fenstern die Wärme im Haus. Es braucht (wie neun von zehn Schwörer-Häuser) keine konventionelle Heizung.


Der entscheidende Schritt nach Vorn


Zum „Plusenergiehaus” macht es die innovative Kombination mit weiteren Komponenten: Den Restbedarf deckt eine Frischluft-Direktheizung mit kontrollierter Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Kleinwärmepumpe und keramischen Nachheizelementen. Die in die Fassade integrierte Photovoltaikanlage mit ihren schwarz glänzenden Modulen in Glasoptik erfüllt höchste Ansprüche an die Gesamtästhetik des Gebäudes und ist in dieser Form richtungsweisend im Einfamilienhausbereich.


Die Fassadenanlage wird ergänzt durch eine Dachsolarstromanlage. Das „Plusenergiehaus” produziert damit im Jahr 4.600 kWp Solarstrom – also 400 kWp über den Bedarf. Elektromobilität ist nicht von ungefähr ein weiteres großes Thema von Energieeffizienz-Aktivisten. Der von diesem Schwörer-Haus produzierte Stromüberschuss reicht beispielsweise aus, um mit dem E-Bike 14.800 Kilometer zu fahren. Im Jahr 2009 wurden übrigens bereits 180.000 E-Bikes verkauft, 2010 sollen es um die 200.000 gewesen sein ...



Für Geschäftsführer Johannes Schwörer sind Konzepte wie dieses der „genau richtige Ansatz für Innovationen wie selbst erzeugter und selbst genutzter Ökostrom. Fließt er im privaten Bereich beispielsweise in die Elektromobilität, schont das die Umwelt doppelt.“


Wirklich nachhaltiges ökologisches Wirtschaften hat in diesem Unternehmen seit Jahrzehnten oberste Priorität: SchwörerHaus wurde im Frühjahr 2011 als erste deutsche Baufirma von den Bundesministerien für Wirtschaft und Umweltschutz und der Deutschen Industrie- und Handelskammer als „Klimaschutz-Unternehmen“ ausgezeichnet. Offizielle bestätigung einer lang gehegten Vermutung, kein anderes Unternehmen der Branche hinterlasse einen so kleinen „ökologischen Fußabdruck“, sei unterm Strich in der Summe aller zur Herstellung seiner Produkte verbrauchten Energie und Rohstoffe mindestens klimaneutral, in einigen Punkten (co2-Bilanz) sogar aktiv umweltverbessernd.


Neben einer sauberen Produktion fällt dabei der energetische Qualitätssprung des Energieniveaus der neuen Schwörer-Hausgeneration ins Gewicht. 30 Jahre Entwicklungsarbeit, um den Energiebedarf moderner Einfamilienhäuser auf null zu senken, und 26 Patente begründen die Ausnahmestellung dieses Anbieters auf dem Markt.


Basis: Hausbesitzer-Erfahrungen


Auf der Schwörer-Homepage sind aktuelle Auskünfte von mehr als 500 Hausbesitzern dokumentiert. Gefragt war nach konkreten Erfahrungen mit der ihnen vertraglich zugesicherten Energieeffizienz. Demnach wurde von Schwörer-Hausbewohnern schon in der energetischen Basisstufe für ein 150 Quadratmeter großes „WärmeDirektHaus“ tatsächlich nur ein Jahresenergieverbrauch zwischen 21 und 35 (Durchschnitt 30,56) Kilowattstunden Strom pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche verzeichnet – das waren (zu EnBW-Preisen von 2010) monatlich 57,67 Euro für Heizung, Lüftung und Warmwasser.


In der nächsthöheren Energiesparklasse „WärmeDirekthaus iso+“ sinkt nach den mehrjährigen Erfahrungen der Verbrauch auf durchschnittlich 23,79 kWh pro Quadratmeter und Jahr, also auf monatliche Stromkosten von 44,96 euro. In Schwörer-Häusern mit „Passivhaus“-Niveau geht der Stromverbrauch abermals um ein Drittel auf durchschnittlich 14,77 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr zurück, das entspricht monatlichen Gesamtkosten von gerade mal 27,92 Euro.



Neue "Endstation Sehnsucht"


Vor Kurzem noch galt das energieautarke, sich energetisch faktisch selbst versorgende Einfamilienhaus als „Endstation Sehnsucht“ – als Befreiung, als gebaute Unabhängigkeitserklärung von künftigen Energiepreisschocks. Aufsehenerregend, mit welchem Schwung die Branchenbesten die lange erstrebte „Null-Energiehaus“-Schwelle überschreiten.


In der FertighausWelt Köln ist ab ende September 2011 ein weiteres „Plusenergie”-Hausbeispiel zu erleben, das mit der Kombination von Fotovoltaik-(Sattel-)Dach und der innovativen „Schwörer-Haustechnik“-Komponenten sich mit aller benötigten Heiz- und Elektroenergie ganzjährig selbst versorgt – und etliche Hundert Kilowattstunden pro Jahr Überschuss produziert.


Das Kölner Musterhaus wird übrigens mit einer weiteren Schwörer-Neuheit kombiniert: „Flying spaces“. Diese Module machen Orts- und Nutzungswechsel unkompliziert: Das transportable Zusatzhaus steht dort, wo man es gerade braucht. Im Garten als barrierefreies Domizil für betagte Eltern. Als Penthouse auf mehrgeschossige Bestandshäuser gestapelt. Als Ferienhaus, als Office oder als Singlehaus. Als Café. Oder als Praxis. Die Module sind bis zu 4,20 Meter breit und 10 bis 12,5 Meter lang.


Johannes Schwörer teilt einen Grundsatz mit vielen seiner Mitarbeiter: „Wenn man etwas besser machen kann, sollte man es auch tun!“ Die machen das einfach.


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