Die Hausbauer – OKAL

Fotos: OKAL

Den Anfangsbuchstaben des Firmengründers und des Orts des Geschehens verdankt OKAL seinen Namen.

Alles begann 1928 mit einer gepachteten Tischlerei im niedersächsischen Lauenstein. Otto Kreibaum ist Mitte 20 und entdeckt er kurz nach der Wirtschaftskrise eine Marktlücke: Möbel, in Serie gefertigt. Weniger Handarbeit, schnellere Produktion. Die serienmäßigen Speisezimmer treffen genau den Nerv der Zeit, es folgen Schlafzimmer. Mit Hilfe eines Fleischwolfs, Holzspänen und Leim erfindet Kreibaum nach jahrelangen Experimenten die Röhrenspanplatt. Das Verfahren lässt er patentieren, gründet eine Maschinenbaugesellschaft und stellt auch weiterhin Möbelserien her. 1953 entsteht das erste OKAL-Haus auf dem Firmengelände. Ausschließlich aus Röhrenspanplatten gefertigt, also zu 80 Prozent aus Rest- und Abfallholz. Das ist neu. Acht Jahre lang optimiert er es, bis er sich 1959 an die industrielle Fertigung heranwagt. Damit ist Kreibaum der Begründer des deutschen Fertighausbaus. Im Werk vorgefertigte Häuser, in wenigen Tagen auf dem Baugrund montiert und einzugsbereit für 18.300 DM. Immer den Nutzwert für die Bauherren im Blick. Bezahlbarer, solider Lebensraum. Die Nachfrage ist immens. Ende der 1970er Jahre kann das Fertighausunternehmen stolz auf über 90 verschiedene Hausvarianten blicken.

Otto Kreibaum jun. trägt den gleichen Namen wie sein Vater. Ist ebenso vom Innovationsstreben beseelt. Der diplomierte Ingenieur übernimmt in den 1970er Jahren die Geschäftsleitung. Das Business boomt. Mittlerweile beschäftigt der Konzern 4.000 Mitarbeiter. 2000 legt Kreibaum das Familienunternehmen in die Hände der Divaco AG. Ein Jahr später wird OKAL zusammen mit den Marken massa haus und allkauf haus unter dem Dach der neu gegründeten DFH Deutsche Fertighausholding AG vereint.

Der heutige Geschäftsführer von OKAL ist Thomas Sapper, der zugleich Vorstandsvorsitzender der DFH ist. Nun hat das Unternehmen wieder einen Mann an der Spitze, der angetrieben wird von dem Verlangen, der Zeit voraus zu sein. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) hat OKAL 2013 als erstem Fertighausunternehmen das Nachhaltigkeits-Zertifikat für das Musterhaus Mülheim-Kärlich überreicht. Mit diesem Qualitätssiegel würdigte die DGNB die Bemühungen um ökologische, ökonomische, technische, funktionelle, gestalterische und soziokulturelle Qualität im Einfamilienhausbau. Besonders stolz ist der Geschäftsführer auf die Tatsache, dass das Haus aus der laufenden Serienfertigung stammt und nicht ein gesondert gefertigtes Unikat ist, an dem ohne Blick auf die Kosten gefeilt wurde, um den Anforderungen zu entsprechen. Seit Mai dieses Jahres erhalten alle schlüsselfertigen und Malervorbereiteten OKAL-Häuser das Nachhaltigkeits-Zertifikat serienmäßig.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 58 in der Ausgabe Juli/August 2015 mein schönes zuhause°°°


Melina Rost

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