Wettbewerb „Das Landhaus – Villen, Sommerhäuser, Refugien“
„Das Landhaus – Villen, Sommerhäuser, Refugien“ lautete das in diesem Jahr das Thema des hochkarätig besetzten...
Die Architekten, die Sie zum Workshop auf die Blomenburg eingeladen hatten, brachte das Erleben Ihres neuen Wohnparkprojekts milde gesagt ins Schwärmen: Ist die Lage tatsächlich so einmalig oder was hat Ihr Baugebiet, das andere nicht haben?
Dietmar Hartmann: Die Lage der Baugrundstücke, um mit der ganz klassischen Immobilienfrage anzufangen, ist wirklich einmalig. Sonnenwiesen in sanften Hügeln, am Rand des Blomenburgparks mit seinen schönen alten Bäumen, Vogelgezwitscher statt Autolärm Man hat hier seins für sich – dabei sind sowohl die Burg als auch der Ort Selent mit allen Einkaufsmöglichkeiten, Schule und was der Mensch so braucht, in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Von höherer Warte aus betrachtet, bequemerweise als Google-Map, erklärt sich das schöne Gefühl, einen besonderen Ort zu erleben:?der Selenter See, die Plöner Seenplatte vor der Haustür, mitten in der Holsteinischen Schweiz, eine der schönsten norddeutschen Kulturlandschaften. Und es sind nur 20 Autominuten bis in die Landeshauptstadt Kiel. Genauso nahe liegen auf der anderen Seite die kilometerlangen Sandstrände der Ostsee. Das Prädikat „Traumlage“ wird zu oft zu schnell verschlissen – hier wäre es angebracht.
Im Herbst gab es Zeitungsüberschriften: „Internationale Wirtschaftselite entdeckt die Holsteinische Schweiz“. War das Ihr Werk?
Dietmar Hartmann: Das bezog sich auf den ersten Kongress internationaler Wirtschaftsgrößen im Plöner Schloss. Es gehört der Fielmann-Unternehmensgruppe. Dort soll künftig jeden Herbst ein hochkarätig besetztes wirtschaftspolitisches Forum wie in Davos stattfinden. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Gute Idee.
Die Teilnehmer Ihres Architektur-Workshops betonen unisono, dass sie die große Chance des Blomenburg-Projekts, sich über die Beliebigkeit des sonst Üblichen zu erheben, in einer neuen Harmonie zwischen Parklandschaft, wertiger individueller Architektur und stimmigem städtebaulichem Gesamtkonzept sehen. Wie stellen Sie sich das vor? Was lässt der Bebauungsplan zu – und was nicht?
Dietmar Hartmann: Aus meiner Sicht steht ein Höchstmaß an individueller Verwirklichung an erster Stelle. Anspruchsvolle Einfamilienhaus-Architektur muss sich immer zuerst daran messen lassen, wie sie dem eigenen Lebensstil Raum gibt. Ob sich das in modernen, bauhausorientierten oder klassischen Satteldach- oder Villen-Formaten verwirklichen lässt, ist zweitrangig, solange das Bauvorhaben nur für sich allein betrachtet wird. Wie schnell und wie brutal stilbewusste, stimmige Architektur durch Missgriffe in unmittelbarer Nachbarschaft belastet und entwertet wird, ist an vielen Neubau-standorten zu erleben. Eine der Besonderheiten des Blomenburg-Projekts ist der Versuch, individuelle Ausprägung mit einer städtebaulichen Grundharmonie zu verknüpfen.
Es hat mit den oft aberwitzig detailversessenen Vorgaben einförmig banaler Baugebiete nichts zu tun, wenn wir mit guten Architekten ein relativ starkes städtebauliches Gerüst mit unterschiedlich geplanten Häusern umsetzen – solange eben gewisse Vorgaben eingehalten werden. Dann ist die Vielfalt sogar erwünscht. Das einzelne Objekt erfährt durch das Ensemble seiner unmittelbaren Nachbarschaft eine zusätzliche Aufwertung. Zum Grundstückskauf gehört auch ein Vorschlag für die Gartenplanung, die, ausgehend vom Stil des zu errichtenden Gebäudes und den persönlichen Neigungen der Besitzer, Anregungen für eine harmonische Einbindung in die umgebende Parklandschaft vermittelt. Die auf den meisten Grundstücken mögliche zweigeschossige Bebauung kommt solchen Wünschen ohnehin sehr entgegen. So entsteht ein eigenständiges Quartier, das ein Gemeinschaftsgefühl der Bewohner mit ähnlichen Lebensstilen fördert.
Das bedeutet, dass ich entweder mein Traumgrundstück im Blomenburg-Park in dem für diese Lage präferierten Architekturstil bebaue oder, andersherum, meine ästhetischen Vorstellungen auf den dafür vorgesehenen Standorten verwirklichen kann?
Dietmar Hartmann: Das ist angesichts der Aufwertung des Standorts insgesamt meines Erachtens eine gute Alternative.
Um die krude Frage nach „dem Typischen“ zu meiden: Was haben denn Interessenten für das Blomenburg-Projekt gemeinsam?
Dietmar Hartmann: „Silver Ager“ ist mehr Etikett als Beschreibung – obwohl viele unserer Interessenten diese Klientel repräsentieren. Kinder aus dem Haus, deren Studium fertig bezahlt – nun noch einmal das Traumhaus. Nicht Garmisch, nicht Mallorca, aber Nähe zum Meer wäre schön. Die einen suchen etwas Repräsentatives, andere eher ein ländliches Zweitdomizil mit Charakter. Immer wieder kommen Menschen, die schon lange nach einem Bauplatz in gewachsener Landschaft Ausschau halten, die synthetisch geplante Neubaugebiete seelenlos und wenig reizvoll finden. Der entstehende Wohnpark an der Blomenburg erlaubt zweigeschossiges Bauen, also die Option, Hauswünsche als Haute Couture architektonisch selbst zuzuschneidern. Viele schätzen auch die sich im Umfeld der Burg findende Mischung mit ihresgleichen: jungen Unternehmern im benachbarten Technologiezentrum, Künstlern und Kunsthandwerkern – für die bis Juni 2009 Werkstätten im Burghof ausgebaut werden –, jungen Familien und temporären Burg-Akteuren wie Seminaranbietern, Musikern, Märchenerzählern, Oldtimer-Clubs, den „Serienmördern“ des Krimidinners und anderen.
Die Burg ist bei uns nicht die unwirkliche Kulisse am Horizont des Gartens, sie ist Einladung zu einem quirligen Lebensmittelpunkt. Gartenmuffel können sich mit belassener Natur umgeben und den alten Bäumen die Show überlassen, Gartenliebhaber können hier tolle Konzepte selbst ersinnen oder vorhandenes Denkwerk von einer Gartenplanerin als Einstiegsgeschenk umsetzen.
Wie sehen denn die Anwohner Ihr Blomenburg-Projekt?
Dietmar Hartmann: Wir Schleswig-Holsteiner sind von Natur aus zurückhaltend bis skeptisch, sind aber Gutem und Schönem auch ehrlichen Herzens zugetan. In der unmittelbaren Nachbarschaft, im Wohngebiet Sonnenberg, hat ein Ehepaar in etwas erhöhter Lage ein Haus mit zehn Kilometer Schönwetter-Blick in die Holsteinische Schweiz gebaut. Sie hat als Ärztin dort auch ihre Praxis mit Schwerpunkt Naturheilverfahren. Er hat sein Unternehmen in mehreren Büros des Blomenburg-Technologiezentrums untergebracht, ist bequem in fünf Minuten an seinem Schreibtisch.
Fasziniert beobachtet das Paar von der Terrasse aus immer wieder große Rudel Damwild, in denen sich auch seltene weiße Tiere zeigen. Es begann mit einem weißen Hirsch, inzwischen seien neun Tiere im hellen Kleid unterwegs. Ihre Nachbarin lebt ein paar hundert Meter weiter mit ihrem Mann und drei Kindern. Auch sie arbeitet im Technologiezentrum. Ihre zwei jüngeren Kinder gehen auf die Regionalschule in Selent. Das älteste fährt von Selent zehn Minuten mit dem Bus zum Gymnasium nach Lütjenburg. Beide Familien schwärmen von der tollen zwanglosen Gemeinschaft in ihrer Straße, der Nähe der Burg mit ihren Konzerten und sonstigen Aktivitäten – am liebsten im Burg-Café „Graf Blome“.
Wie viele Grundstücke sind im Baugebiet noch zu haben?
Dietmar Hartmann: Derzeit knapp 100. Zwischen 600 und 1.250 Quadratmeter groß. Voll erschlossen kostet der Quadratmeter zwischen 80 und 145 Euro. Für die Bestlagen direkt am Rand zum Park der Blomenburg gibt es nach den ersten Verkäufen eine Reihe Reservierungen und Optionen. Wer also wirklich Interesse hat an einem unserer Grundstücke in Bestlage, der sollte nicht mehr allzu lange warten.