Urlaub, Liebe...Haus!
Mit ihrem Schwörer-haus haben sich Diana, Michael und Emily Larisch ihren Mittelpunkt der Welt geschaffen. Von dem...

Poesie, Friede, Einklang – schöne Worte. Bei den Loritz‘ aber keine leeren Worthülsen, sondern Leitsätze. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn eingemeißelt in die Treppenabsätze begleiten die Familien-Werte jedermann bis zum Eingang. Ab hier werden die Worte gelebt. „Ich mag es, wenn das Haus voll ist und Familie und Freunde einträchtig am Esstisch sitzen, während Axel und ich in der Küche wurschteln“, sagt Annette Loritz. In der alten Wohnung war zwar auch Platz, aber die Küche, wie so oft, getrennt von den übrigen Räumen. Heute spielt sich in dem offenen Wohn-, Koch-, Essbereich das Leben ab: Die Kinder Lucas und Laura bringen neue Freunde aus der Schule mit, Besuch aus der alten Heimat ist herzlich willkommen. „Unser Hund Balo, gern immer alles im Blick, hat schnell begriffen, an welchem Ort im Haus am meisten los ist und zog kurzerhand mitsamt seinem Kissen an den Platz am Küchenfenster um“, so die Goldschmiedin.
Poesie, Friede, Einklang: Das sichtbare Preisgeben der Lebensphilosophie spiegelt sich überall im Haus wider. „Wir haben fast alle Außenwände, die nicht nötig waren, durch Fenster ersetzt“, sagt Axel Loritz. Nur einige wenige für das Aufhängen der Kunst mussten bleiben. „Viele fanden die Glasfronten befremdlich, weil man uns ja beobachten könne“, schmunzelt die Hausherrin. „Aber ich glaube, es störte diejenigen eher, dass wir ebenfalls alles um uns herum sehen.“
So war auch der Plan: Von jeder Hausseite aus kann man in den Garten treten, hat aus jedem Winkel einen Blick in die Natur. Die Sonne wandert einmal am Tag durch alle Zimmer, auf beiden Etagen erweitern sich die Räume durch die offene Sicht nach draußen. „Bei Davinci wird die Natur ins Haus eingeladen“, so Axel Loritz. „Für uns eines der ausschlaggebenden Argumente für die Wahl unseres Hausbaupartners.“ Die Messlatte lag hoch, schließlich gehört Axel Loritz zu den Menschen, die mit Enthusiasmus selbst planen und bauen – alles, von Ausstellungen über Möbel bis hin zu, ja, seinen eigenen Treppenstufen. Der Industriedesigner füllt Räume mit Ideen und verschafft Autos ihre werbliche Aura. Das zu erfüllende Wunschprofil las sich so: ganz im Sinne der Bauhaus-Architektur minimalistisch, keine Farbe, flexibel in der Innenplanung – und ein Satteldach. „Auch wenn ich gerne ein konsequent kubisches Haus gehabt hätte, der Bebauungsplan sah ein spitzes Dach vor", so der Creativ Director.
Den Test bestand Davinci-Haus mit Bestnoten. „Das Baukastensystem ist perfekt“, sagt das Paar einstimmig. Auch, weil über kurz oder lang damit zu rechnen ist, dass die Kinder das Nest verlassen und das Haus sich neuen Lebensansprüchen anpassen muss. „Wenn wir dann doch ein größeres Schlafzimmer wollen, nehmen wir eben eine Wand raus“, sagt Annette Loritz.
Im Ganzen probierte, schob und zeichnete die Familie fast zwei Jahre an ihrem Traumhaus. Nichts überließ man dem Zufall:?Alle Möbel waren bereits auf dem Papier gestellt, die Anordnung der Treppenplatten zum Verlauf der Steingutfliesen in der Diele festgelegt, der Grillplatz auf der Südseite des Hauses eingezeichnet, die Sauna ins Badezimmer integriert, alles durchdacht und geplant, bevor noch der erste Spatenstich getan wurde.
Was andere Bauherren als akribisch, ja fast schon pedantisch abtun könnten, hat sich für Familie Loritz ausgezahlt. Denn überall sind heute die Handschrift und die Kreativität des Designers und der Goldschmiedin erkennbar: der kleine Fischteich an der Südterrasse – schon da, noch bevor Axel Loritz eine einzige Betonplatte von Hand hergestellt hatte. Die weiß lasierten Holzbalken – mittlerweile mehrfach von Davinci-Kunden kopiert. Der Mies van de Rohe-Sessel am Kamin – erträumter Ort für mittlerweile reale Relaxmomente. Poesie, Friede, Einklang: keine leeren Worthülsen, sondern gelebter Alltag an der idyllischen Bergstraße.
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