arge / 900 kl
Moderne Villen sind die Maßanzüge der Wohnarchitektur. Man sieht es ihnen an - wie bei diesem schicken Exemplar mit...

Dass sich geneigte Bauherren mitunter gehörige Zeit Gedanken über ein so großes Investment wie das eigene Heim machen, wissen wir. Ist ja auch gut so. Dass aber erst Geld in den Kauf eines potenziellen Grundstücks gesteckt wird, um dann im Anschluss jahrelang nachzusinnen, wie das Haus darauf mal aussehen soll – eher ungewöhnlich. Haben die Schlegels aus Obergriesheim aber so gemacht. Nach fünf Jahren Bedenkzeit fiel die Entscheidung der Grundbesitzer für die eigenen vier Wände auf dem Land. Und für ein Fertighaus der Firma DAN-WOOD House.
Erst das Hin- und Her-Drehen der angeblichen Einwände brachte dem Ehepaar die Erkenntnis: alles Klischees. „Ein Haus auf dem Land passt jetzt genau in unsere Lebensumstände als Familie“, bringt es der Elektrotechnik-Ingenieur auf den Punkt. Denn was in München finanziell nicht möglich war, konnte die Familie im Umland verwirklichen: Wurde die „alte Stadt-Haut“ zunehmend zu eng, haben die Schlegels nun auf 220 Quadratmetern allen Raum für ihre Wohnbedürfnisse. So ermöglicht der offene Grundriss des Wohn-, Koch- und Essbereichs den beiden Selbstständigen jetzt ihren persönlich definierten Luxus: Raum für soziale Kontakte geschaffen zu haben.
Auch die Befürchtung, ein Fertighaus könne den Bauherren einen Stil aufzwingen, der nicht der ihre wäre, haben die Schlegels aus dem Weg geräumt. In jedem Zimmer ist die Handschrift der Hausherrin zu lesen, hat Doris Schlegel durch mutige Farben Akzente gesetzt und mit ausgefallenen Möbelkombinationen dem neuen Domizil eindeutig ihren Stempel aufgedrückt.
Dank ihres Händchens fürs Dekorative verlieren sonst sträflich vernachlässigte Funktionsräume wie das Treppenhaus und der Flur den Anschein des reinen Nutzens. Vielmehr gleicht der Gang ins Obergeschoss bei der Familie Schlegel dem Besuch einer Fotoausstellung und erscheint der deckenhohe Flurschrank wie ein Bilderrahmen für den türkisen Wandschmuck aus Stoff.
Sogar das im Souterrain untergebrachte Dentallabor der Zahntechnikermeisterin mag man als Patient gerne betreten: Die Lichtinstallation im Wartebereich und der alte Zahnarztstuhl sind so geschickt drapiert, dass der Raum den Schrecken einer zahntechnischen Einrichtung völlig verliert.
Logisch, dass die 43-Jährige dem Kinderzimmer von Töchterchen Enya noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat. Das übergeordnete Farbthema Rosa und Weiß hält die verschiedenen Bereiche Spielen, Arbeiten, Ankleiden und Schlafen im Zimmer der Erstklässlerin gekonnt zusammen. Im elterlichen Schlafzimmer ist die orientalische Sitzecke der Hingucker, wenn man nicht die Nacht mit Sternschnuppensuchen beschäftigt ist. Den freien Blick in den Himmel haben sich die Schlegels dank der großen in den Dachfirst eingelassenen Fenster gesichert. „Viel Licht, Luft und Bewegungsfreiheit – auch das war eine der Anforderungen an unser neues Haus. DAN-WOOD hat alle erfüllt“, so Markus Schlegel.
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