Atmen Sie durch ...!

Durchatmen - Wie Sie die Luft bei sich zuhause verbessern können..

Die Menschen verbringen den größten Teil ihres Lebens in Innenräumen, durschnittlich etwa zwei Drittel davon in der eigenen Wohnung. Was liegt da näher, als der Wunsch nach gesundem, angenehmem und nachhaltigem Leben in den heimischen vier Wänden? Doch für Behaglich­keit und Wohlbefinden müssen wir selbst sorgen. Hier ein paar Tipps.

Auch ohne blauen Dunst ist die Luft oft ganz schön dünn. Der Grund: Menschen verbrauchen Sauerstoff und geben Kohlen­dioxid, Wasser­dampf und Körper­gerüche an ihre Umgebung ab. Die Wärme­ab­gabe von drei Personen, die sich auf dem Sofa unterhalten, könnte locker einen kleinen Heiz­kör­per ersetzen. Ermüdungen und Konzentra­ti­onsstörungen sind die Folge menschlicher Aus­dünstungen – würde man nichts dagegen unternehmen.


Dicke Luft


Und es lauern noch mehr Luftverunreiniger in unseren Häusern. Ausga­sungen von Tep­pichböden oder Möbeln, flüchtige chemikalische Verbindungen in Farben oder Kleb­stoffen, Alkane in Fettlösern – all diese vielfäl­tigen Stoffgemische können zu Rei­zun­gen, Kopfschmerzen, Schwindelge­fühl oder Müdigkeit führen. Das gilt übrigens gleichermaßen für synthetische wie für na­türliche Stoffe. Was Sie für ein besseres Wohnklima tun können?


Lüften Sie mehrmals täglich 5 bis 10 Mi­­­nu­ten, am besten, indem Sie zwei ge­­­gen­überliegende Fenster öffnen und Durch­zug verursachen.

Lüften Sie immer, wenn Wasserdampf entsteht, also beim Kochen, Baden, Duschen.

Benutzen Sie geruchsintensive Arbeits- und Reinigungsmittel nur bei geöffnetem Fens­ter. Lüften Sie anschließend.

Achten Sie beim Heizen und Kochen mit Kohle und Gas auf kontinuierlichen Luftaus­tausch.

Lüften Sie auch selten genutzte Räume.


Staubige Angelegenheit


Je kleiner, desto gemeiner. Das gilt auch für Hausstaub. Die Teilchen, die kleiner als 10 Mikrometer sind, gelangen beim Atmen in die Luftröhre und von dort zu den Bron­chien. Dabei ist es gar nicht der Staub, der so gefährlich ist, sondern all die Partikel, die sich an ihm festsetzen: Schwermetalle, Pilz­sporen, Pollen oder der allergieauslösende Kot der Hausstaubmilben.

Die Krank­macher stecken in Mottenschutz­mitteln, mit denen Wollteppiche behandelt werden, auf Zimmerpflanzen, die mit Schäd­lingsbekäm­pfungs­mitteln geschützt wurden, in Kissen, Polstern und Matratzen – bevorzugtes Milbenbiotop, weil es hier von menschlichen Hautschuppen nur so wimmelt.


Es hilft nur eins: putzen! Schon mit Staub­sau­­ger und Feudel kann die Staubkon­zen­­tra­tion in Räumen spürbar verringert werden.


Am besten lassen sich glatte Fußböden durch feuchtes Wischen, textile Beläge oder Teppiche mit einem Staubsauger mit Fein­filter reinigen. Und auch die Einrichtung braucht regelmäßig eine Entstaubung.



Zücken Sie bei Schädlingen und Unge­ziefer im Haus nicht sofort die chemische Keule, Fliegenfänger, Insektenschutznetze oder Pheromonfallen tun es ebenso gut – und schonen Ihre Gesundheit.


Lassen sich chemische Mittel bei Tieren oder Pflanzen ausnahmsweise einmal nicht vermeiden, wenden Sie diese nur im Freien auf dem Balkon oder der Terrasse an.


Der Handel bietet schadstoff- oder emissionsarme Produkte an. Sie sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekennzeichnet und daher für den Innenraum geeignet.


Verwenden Sie zum Kleben Leime und Kleister auf Wasserbasis. Das gilt insbesondere für Bastelarbeiten der Kinder.

Lassen Sie Kleidung aus der chemischen Reinigung erst im Freien auslüften, bevor Sie sie in den Schrank hängen.

Waschen Sie das Bettzeug bei 60 Grad. Weniger ist zu wenig, höhere Temperaturen sind unnötig.

Lüften Sie die Matratzen regelmäßig.

Vermeiden Sie Luftbe­feuchter oder Venti­latoren , denn starke Luftbewegung führt zu Staubbelastung.


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