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Das Seniorenpaar Akermann gönnte sich ein neues „Wärme-Direkt-Haus”, das im rauen Klima der Schwäbischen Alb...
Das Bauherren-Paar wollte keine Abhängigkeit von Öl und Gas und entschied sich daher für ein Schwörer-Passivhaus ohne konventionelle Heizanlage.
Wird der Hausherr gefragt: „Und wie heizen Sie?", lautet seine Antwort: „Gar nicht." Ein „Haus ohne Heizung" in unseren Breitengraden klingt nach Technik allerorten. Irrtum. Der mediterran anmutenden Stadtvilla mit ihrem Zeltdach und den beiden Erkerbalkonen sieht man in keiner Weise an, dass sie ganz ohne konventionelles Heizsystem auskommt.
Auch dieser Kunde war zuerst skeptisch und überprüfte die Werte für den Heizwärmebedarf seines künftigen Eigenheims mit dem vom Passivhaus-Institut Darmstadt definierten Standard, wonach im Jahr zum Heizen nicht mehr als 15 kWh/m² Wohnfläche verbraucht werden dürfen. „Passivhaus" bezeichnet also keine Bauweise, sondern den geringen Heizenergiebedarf. Die Grundlage: eine optimal gedämmte, luftdichte Gebäudehülle mit sorgfältig ausgeführten Konstruktionsdetails und eine smarte, darauf abgestimmte Haustechnik. Mit SchwörerHaus fanden die Bauwilligen ein Unternehmen, das bereits eine große Anzahl Passivhäuser realisiert hat. Dank 46 Zentimeter dicker Außenwände, zweimal 24 Zentimeter starkem Dämmstoff fürs Dach, einer Passivhaus-Kellerdecke und insgesamt vierfach verglasten „Passiv-Solution”-Fenstern, einer Schwörer-Eigenentwicklung, entweicht kaum Wärme durch die Außenhülle.
Daneben bot die Fertigbauweise des schwäbischen Herstellers weitere Vorteile: Haus und Ausbau aus einer Hand, Festpreis und ein garantierter Fertigstellungstermin bei einem minimalen Zeitaufwand für die Bauherrschaft.
Für Wohlfühltemperaturen im Hausinneren sorgt die „Frischluftheizung" von SchwörerHaus. Sie beinhaltet eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Kleinstwärmepumpe und Direktheizelemente. Das Funktionsprinzip: Aus Küche Bad und WC wird die verbrauchte Luft samt Gerüchen und Feuchtigkeit abgesaugt und einem Wärmetauscher zugeführt. Hier überträgt die Abluft etwa 90 Prozent ihrer Wärme an die hereinströmende Frischluft, sodass diese wohltemperiert in die Wohnräume gelangt. Allergien auslösende Pollen, Staub und Schmutz werden beim Eintritt ins Haus herausgefiltert. Falls nötig, bringt eine Wärmepumpe die frische Luft auf die vorgegebene Temperatur. Bevor sie in einzelne Räume strömt, wird sie bei Bedarf vorher thermos-tatgesteuert elektrisch nachgeheizt.
Die Lage des Passivhauses am sonnenreichen Bodensee ist ideal: Den Bedarf an warmem Brauchwasser decken Sonnenkollektoren auf dem Dach. „Durch die bodentiefen Südfenster ernten wir mit dem Licht zusätzlich Sonnenwärme", erzählt die Bauherrin.
Die jeweils zweifach verglasten Doppelflügel der „Passiv Solution"-Fenster ermöglichen es den Bewohnern zudem, flexibel auf die Wetterverhältnisse zu reagieren: An trüben Wintertagen bleiben die Fenster geschlossen, an heißen Sommertagen ebenfalls. Für frische Luft sorgt in beiden Fällen die kontrollierte Lüftung. An sonnenreichen Wintertagen dagegen kann die Hausherrin den inneren Flügel öffnen und damit die solare Einstrahlung besser nutzen. Sobald es warm wird, dürfen selbst in einem Passivhaus die Fenster offen stehen.

Die Schwörer-Hausbesitzer fühlen sich gleich mehrfach frei: in ihrem großzügigen Haus, in ihrem Garten mit eigenem Gemüse, in ihrer Unabhängigkeit von konventioneller Energie.
Bodentiefe Fenster auch im Obergeschoss bieten Ausblicke auf den alten Baumbestand, die benachbarte Streuobstwiese und den liebevoll angelegten Garten, den der Hausherr „unser Freiluftzimmer" nennt. Die beiden begeisterten Hobbygärtner halten sich gern im Freien auf. An Regentagen ist der Teich vor dem Esszimmer liebster Blickfang.
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