zimmermeisterhaus / fehrenbacher
Daniela und Frank Fehrenbacher lieben die Sonne. Deshalb wollten sie in ihrem zukünftigen Domizil...
Bauen im Bestand ist eine Frage des Fingerspitzengefühls – zumal wenn man mehr will, als vorhandene Formen nur zu wiederholen.
Bei „Haus Jünger“ von ZimmerMeisterHaus nimmt der Neubau mit seiner Lärchenholz- Leistenschalung ein zentrales Stilelement des bereits bestehenden Wohnhauses auf, um es mit großen, teilweise rahmenlosen Glasflächen ins Moderne zu wenden. Glas ist ein dominierendes Gliederungselement – sei es an der voll verglasten Giebelfassade, die einen transparenten Übergang zwischen Innen und Außen bildet, an den Hausseiten, wo die Fassade von wandhohen Fensterbändern unterbrochen wird, oder am Übergang zum Blechdach, wo ein an drei Seiten umlaufendes Lichtband vorn in der scheinbar schwerelosen Verglasung des Giebeldreiecks gipfelt. Nur die Wand im Westen, als Brandwand ausgebildet, ist komplett geschlossen.
Alt- und Neubau bilden einen geschützten Innenhof mit Garten. Um ihn möglichst groß zu halten, wählte der Münchner Architekt Axel Clement für den Neubau einen langen, schmalen Baukörper. Dies blieb nicht ohne Folgen für die Innengestaltung. Das gesamte Erdgeschoss wurde, da der Raum für Verkehrsflächen knapp war, als ein Raum konzipiert, den man durch den verglasten Hauseingang übergangslos betritt. Im vorderen Teil befindet sich der Wohnbereich mit Kachelofen, dahinter der Essplatz, von der Küche durch die geradläufige, filigrane Treppe ins Obergeschoss getrennt. Auf Höhe des Tischs lässt sich die verschalte Fassade wie eine Schiebetür öffnen, sodass ein Durchgang in den Garten entsteht. Die Küche bildet eine gerade Zeile an der hinteren Hauswand: Kochen, Abwasch etc. sind unmittelbar ins Familienleben einbezogen, wodurch es zum Beispiel möglich wird, während der Küchenarbeit spielende Kleinkinder zu beaufsichtigen.
Im Obergeschoss werden alle Räume durch einen Flur erschlossen, der entlang der Längsseite des Gebäudes verläuft. Bad und WC, durch eine offene Wandscheibe voneinander getrennt, befinden sich über der Küche im hinteren, fensterlosen Teil, wo sie von der Treppe aus direkt zu erreichen sind. Rechts von der Treppe folgen die beiden Kinderzimmer, die dank der zweigeschossigen Bauweise und der großen Glasflächen hell und geräumig sind. Den Abschluss bildet der großzügige Schlafraum mit einem kleinen Balkon zur Giebelseite.
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