So macht der Garten im Winter Freude

Fotos: Jürgen Becker

Wenn der Raureif mit seinem flüchtigen Schmuck die Pflanzen überzieht, wird ein geschickt gestalteter Garten zu einer Zauberlandschaft

Man muss nicht erst auf das Frühjahr und sein wiedererwachendes Grün warten, um Freude an Pflanzen im eigenen Garten empfinden zu können. Denn Schnee, Eis und natürlich Raureif machen das, was vom Herbst im Garten übrig geblieben ist, zu einem zarten Schmuck, der seine Betrachter sehr faszinieren kann. Entscheidend ist allerdings, dass man nicht alle Blätter fortgefegt, nicht alle Blütenstände abgeschnitten und so manches Gras auch dann stehen gelassen hat, wenn es sich winterlich gelb verfärbt hat.

Außerdem profitiert der Wintergarten auch von der richtigen Bepflanzung – etwa durch die Zaubernuss, die ihre Blüten überhaupt erst im Winter entwickelt. Er profitiert auch von Gehölzen mit besonders hübschen Farbeffekten – das Weiß der Birken gehört dazu, der rote und der gelbe Hartriegel, der stachelige Kapokbaum oder auch der eigenwillige Stamm des Zimt-Ahorns.

Der Reiz des Winters hängt auch davon ab, wann Frost und Schnee einsetzen. Kommt beides früh, erreichen sie auch noch einige späte Blüten wie Rosen oder Dahlien, die nach einer Frostnacht am anderen Tag weiß gesäumt den Garten schmücken. Freilich ein vergänglicher Zauber. Denn wenn das Thermometer wieder über den Nullpunkt steigt, ist es mit der Schönheit leider schnell vorbei.

All diese Reize hat der bekannte Gartenfotograf Jürgen Becker dokumentiert und gemeinsam mit dem anerkannten Gartenbuch-Autor Dr. Claus Schulz zu einem wunderbaren Buch zusammengestellt, das bei DVA erschienen ist. Es öffnet ganz sicher so manchem Gartenbesitzer die Augen für ganz besonderen Winterschmuck.

(Der Garten im Winter, 144 Seiten, 200 Fotos, erschienen bei DVA, ISBN: 978-3-421-03954-5, 29,99 Euro.)


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