Rasen: Grün, grüner, am schönsten!

Rasen: Grün, grüner, am schönsten!

Schöner Rasen ist ein unerschöpfliches Thema. Denn der grüne Teppich im Garten entpuppt sich oft als unglaublich anfällig, quasi sensibel. Wie lang darf er wachsen, warum wird er braun, kann man ihn zu viel wässern? Jeder Gartenbesitzer kennt diese Fragen. Hier finden Sie die richtigen Antworten und grundlegenden Tipps für herrlich grünen Gartenspaß.

Ausschlaggebend für ein makelloses Grün ist die Kombination von Standortbedingungen, Nutzung und Saatgut. Am Anfang steht deshalb die Frage: Welche Rasenmischung ist die richtige? Soll es ein reiner Zierrasen werden oder sind fußballwütige Kinder im Haus? Reicht einfach ein Gebrauchsrasen?


Egal welche Art es werden soll, in jedem Fall ist nur hochwertiges Saatgut zu verwenden. So muss eine Zierrasenmischung einen hohen Anteil an der Sorte Rotschwingel (Festuca rubra) aufweisen, während für stärker belastete Rasen Weidelgras (Lolium perenne) und Wiesenrispe (Poa pratensis) besonders geeignet sind. Die Lägerrispe (Poa supina) zeigt ihre Stärken in Saatgutmischungen für Schattenlagen, während der Rohrschwingel (Festuca arundinacea) sich besonders für trockene Standorte empfiehlt.


Noch ein wichtiger Tipp: Von billigen Baumarktmischungen wollen wir hier abraten, da sie oft Grassorten enthalten, die eigentlich als Futtergras gezüchtet worden sind. Sie wachsen schnell, doch sie verdrängen die langsam wachsenden Rasengräser und am Ende des Sommers bleiben große Löcher zurück.



Gebrauchsrasen ist der Universalrasen


Für alle Lebenslagen für nahezu jede Freifläche rund ums Haus eignet sich der Gebrauchsrasen. Seine Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, die mittlere Belastbarkeit und das relativ langsame Wachstum sind Garant für viel Freude und wenig böse Überraschungen.


Der Zierrasen


Very british, aber auch hierzulande immer beliebter, der dichte und feinblättrige Zierrasen. Als reine Augenweide dient er dekorativen Zwecken, ist also wenig belastbar und benötigt bei Trockenheit relativ viel Wasser. Eine Nagelschere ist zwar nicht nötig, doch ein regelmäßiger Schnitt unumgänglich – mit geringem Schnittgutanfall. Die optimale Schnitthöhe liegt bei 3,5 Zentimetern. Für den hohen Pflegeaufwand wird man mit einem sattem Grün belohnt, das nackte Füße weich umschmeichelt. Es gibt aber auch die pflegeleichte Variante, die sich besonders gut für Wochenendegrundstücke eignet, langsam wachsend und auch gut Trockenheit aushält.


Der Spielrasen


Bei starker Beanspruchung durch Sport, Familie oder Besucher eignet sich dieser ganzjährig belastbare Rasen hervorragend, da er sehr widerstandsfähig und genügsam ist. Regelmäßiges Schneiden – in der Wachstumsphase einmal pro Woche – und Auffrischen mit Regenerationsrasen sind bei zu starker Beanspruchung wichtig.