Lichtblicke – auch im Winter

Foto: Sunshine/HLC

Bei dem Wunsch nach einem Wintergarten geht es nicht nur um die Erweiterung des Wohnraums, sondern um einen Zugewinn an Lebensqualität – durch mehr Licht und die optische Einbindung des Gartens

Licht ist das zentrale Gestaltungselement eines Winter- oder Sommergartens. Bauherren möchten sich durch die Realisierung eines Glashauses Helligkeit und Transparenz in ihren Wohnbereich holen. Doch neben aller Wintergarten-Euphorie sind Baufreudige oft erst einmal skeptisch, wenn es um die Energiebilanz geht. Erst recht in Anbetracht der ständig steigenden Energiepreise. Doch alle Glashausbegeisterten können aufatmen: Wintergärten sind – ausgestattet mit den richtigen Materialien – keine Energieschleudern mehr!

Während ein nur im Frühling, Sommer und warmem Herbst genutzter Sommergarten ohne eine wärmegedämmte Konstruktion und mit einer einfachen Verglasung auskommt, ist die Entscheidung pro Wintergarten mit höheren Kosten verbunden – aber auch mit der 100-prozentigen Nutzung als zusätzlichen Wohnraum rund ums Jahr. Um sich für eine geeignete Variante zu entscheiden, sollten Bauherren daher bereits im Vorfeld genauestens ihr Nutzungsverhalten und ihre Ansprüche analysieren.

Wintergärten werden mittlerweile mit Materialien gebaut, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen und somit über gute Wärmedämmwerte verfügen. So zum Beispiel die Verglasung: Selbst der Standard hat oft schon bessere Dämmwerte als von der aktuellen Energie-Einsparverordnung 2014 gefordert.



Doch egal, ob ein Winter- oder Sommergarten entstehen soll: Ein Glashaus bewirkt generell Energiegewinne, denn durch das ins Hausinnere fallende Sonnenlicht wird der Energieverlust der angrenzenden Räume merklich reduziert.

Doch was tun, damit das Gebäudeinnere an sonnenreichen Tagen nicht zu einem Backofen mutiert? Wie kann ein gleichbleibendes Wohlfühlklima garantiert werden? Das A und O bei einem Wintergarten sind die Be- und Entlüftung, die Beheizung und Beschattung, sprich das Klimamanagement.

Eine Lüftungsanlage allein kann bei intensiver Sonneneinstrahlung wenig ausrichten, deshalb ist ein Beschattungssystem dringend erforderlich. Welche Beschattungsvariante (Innen- und/oder Außenbeschattung) für den Anbau die geeignete ist, lässt sich nicht pauschalisieren, da viele unterschiedliche Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. Hierzu ist eine fachkompetente, individuelle Beratung unausweichlich. Fest steht jedoch, dass es immer ein Wechselspiel der Faktoren Standort, natürliche Beschattung (zum Beispiel Baumbestand), Verglasung (auch als sonnenstrahlenreduzierende Funktionsgläser möglich), Belüftung und Beschattungssystem ist.

Zusätzlichen Komfort bringt eine Steuerungsautomatik mit Wetterstation, die Dachfenster, Innenmarkisen, Heizung und Lüftung je nach Bedarf regelt. Beschattung und Belüftung sollten auf jeden Fall zusammen geplant werden, damit der Wintergarten auch eine Wohlfühloase bleibt und nicht zur Klimafalle wird.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 138 im Magazin "Mein schönes zuhause November/Dezember 2014"


Melina Rost

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