Grünpflanzen: Die Welt zu Hause

Pflanzen aus aller Herren Länder, gekonnt inszeniert im Wohnzimmer, wirken wie grüne Kunstwerke.

Der Frühling lässt noch eine Weile auf sich warten. Bis dahin vertröstet uns die Botanik aus aller Welt im Haus.

Die Welt ist so klein geworden, dass selbst das exotischste Grün auf der heimischen Insel wie ein Ableger aus Omas Gar­ten wirkt. Pflanzen aus aller Herren Länder, gekonnt inszeniert im Wohnzimmer, wirken wie grüne Kunstwerke.


Alocasia Mit ihren großen, weiß-grün ge­musterten, ein wenig metallisch glänzenden Blättern ist die Alokasie ein Hingucker. Die Tropenpflanze aus den Gebieten rings um den Stillen Ozean bevorzugt zwar auch im Haus ein schattiges, warmes und feuchtes Klima. Doch wer ihr diese Umgebung bieten kann, bekommt eines der schönsten Blattge­wächse, die es als Topfpflanze gibt. Die im Laufe der Jahre immer größer werdenden Blätter wirken besonders im Kon­trast zu knal­ligen Übertöpfen imposant.


Crassula Um einiges genügsamer ist der Geld- oder Pfennigbaum. Die afrikanische Zierpflanze besitzt die Fähigkeit, in ihren fleischigen Blättern Wasser zu speichern. Ähnlich wie ein Kaktus begnügt sie sich mit einem sandhaltiger Boden, wenig Wasser und voller Tagessonne. Weshalb sie sich auch in das Stillleben mit Baumstamm ohne Mur­ren einfügt.



Fittonien Kompakt und überhaupt nicht zickig – so kann man die Fittonie beschreiben. In den Urwäldern wächst sie im Schat­ten hoher Bäume und legt dort einen wahren Farb­teppich unter ihnen aus. Genauso inspirierend sind die Mosaik­pflän­zchen in ih­ren wunderschön marmorierten Far­ben auch für die Wohnung. Hier heißt die Devise allerdings klotzen statt kleckern, denn die Pflän­z­chen wirken erst, wenn viele von ih­nen beiein­ander stehen.


Anthurien Die ungewöhnliche Blüte der Anthurie inspiriert zu einer au­ßerge­wöhn­lichen Prä­senta­tion: Passend zum Ton des gefärbten Hochblattes wurde sie in einen ro­ten Topf gepflanzt. Mehr braucht die an­spruchslose Aufsitzerpflan­ze der südamerikanischen Re­genwälder auch nicht, um Schwung ins Leben zu bringen. Solange sie keine direkte Mittagssonne, kein kalkhaltiges Gießwasser, keine Staunässe zu ertragen hat, wird die Flamingoblume mit permanenter Hoch­blatt­pracht beeindrucken.



Echeveria Eine aufregende Kombination sind die absolut symmetrischen Linien von Echeveria und die bizarren, schroffen For­men der Halbedelsteine. Tiefgrün, rötlich, glänzend, flaumig – Echeveria besitzt viele Ge­sichter, aber immer eine rosettenförmige Form. Alle Sukkulenten haben eines gemeinsam: In der Wachstumszeit können sie Was­ser in ihren Blättern sammeln, um auch Be­sitzern ohne grünen Daumen, die die Pflan­zen­pflege gelegentlich vergessen, standzuhalten. Je mehr Sonne, umso lieber, lautet das Motto dieser zentralamerikanischen Schön­­heit. Der Wurzelballen darf ruhig austrocknen, eine Wassergabe alle zwei Wochen reicht aus.


Deko-Objekte Schon immer liebten die Menschen reich bestückte Fensterbänke. Doch wo Großmütter einst eine große An­zahl Usam­baraveilchen aufreihten, ist heute die Pflanzenauswahl ständig wechselnden Mo­den unterworfen. Zudem sind Pflanzen zu De­ko-Objekten avanciert, um den Lieb­lings­platz noch schöner zu gestalten.



Bromelie Das Sympathische an Tropen­pflanzen ist, dass die meisten nicht viel verlangen und ziemlich alles mit sich anstellen lassen. Wie die Bromelie, deren Wurzelballen man einfach mit Moos umhüllen kann, in einen Beutel steckt und dann von der Decke baumeln lässt. Sie nimmt es nicht übel. Die rassige Pflanze benötigt nur regelmäßige, lauwarme Wassergaben, zu nass darf die Topferde dabei nicht werden. Auch Düngen ist nicht erforderlich. Am wohlsten fühlt sie sich bei Zimmertemperatur an einem hellen Platz ohne direkte Sonne.


Calathea Die Indianer flochten aus den langen Blättern des Urwaldgewächses Körbe. Schöne Stücke müssen das gewesen sein, denn alle Arten haben herrlich gezeichnete Blätter in verschiedenen Grüntönen, oft mit rötlicher Un­terseite. Und so bedarf es zur Selbstdar­stellung lediglich eines schwarzen Topfes. Doch wie jede Schönheit hat auch diese ei­nen Haken: Die Calathea gedeiht nur in feuchtwarmer Atmosphäre. Keine ganz leichte Aufgabe. Aber eine lohnenswerte.


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