Gartengestaltung: Vorwärts in die Steinzeit

Gartengestaltung: Vorwärts in die Steinzeit

Steine sind aus der Gartengestaltung nicht wegzudenken. Elemente wie Wege, Terrassen, Einfahrten und Treppen sollen dabei ein harmonisches Ganzes mit dem Haus und der Grünanlage bilden. Und natürlich muss auch der Stein selbst ins Bild passen.

„Steine im Garten verlangen nach dem passenden Hintergrund“, sagt Gartenplaner Reiner Tichai. So wie ein Findling nichts auf einer geflasterten Fläche zu suchen hat oder Kies nicht im Rasen verstreut wird, brauchen Granite und Basalte, Bodenplatten und Trockenmauern das richtige Ambiente für ihre Strahlkraft. „Steine stehen im Kontext zum Haus, der Umgebung und den Gar­tenbedürfnissen der Bewohner“, so der Eckentaler Gestalter.


Ein Beispiel: Die Hausansicht hat eine kubische Form, Fensterfronten, Haustür und auch das Dach sind symmetrisch. „Dann sollte man diese Gleichförmigkeit auch im Garten wiederholen“, rät Reiner Tichai. Formsteine, also gesägte und bearbeitete Steine bieten sich an, gleich große Flächen zu unterstreichen und ihnen eine Symmetrie zu geben.


Aber keine Regel ohne Ausnahme: „Auch ein Kontrast zur Symmetrie sieht gut aus“, sagt der Gartengestalter. Dann allerdings sollte man sich ans Extrem wagen, etwa Mosaiksteine zu Rauten oder Kreise legen oder Steine wie Kunstobjekte in Höfen oder Lichtschächten platzieren.


Über die Wirkung von Steinen ist gründlich nachzudenken: Möchten Sie tatsächlich, dass Symmetrien am Haus aufgebrochen werden? Dass gepflasterte Wege dem Areal eine Struktur geben? Dass der Natur ums Haus mehr Geltung verschafft wird? Wer darüber hinaus noch den Stil des eigenen Hauses beachtet, wird den richtigen Stein für seinen Garten finden.


Reiner Tichai: „Ein grauer Granit steht einem Backsteinhaus gut zu Gesicht und liefert sowohl einen tollen Kontrast als auch einen schönen Hintergrund für die Bepflanzung.“ Kieselsteine bieten sich für die Gestaltung kleiner Reihenhausgärten an, großformatige Betonplatten bei klaren Hauskubaturen. Wovon der Gartenplaner abrät: Zwei unterschiedliche Braunschattierungen an Haus und Stein. „Ein Zuviel an gleichen Farbtönen erzeugt keine Harmonie, sondern langweiliges Einerlei!"


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