Formvollendeter Glücksbringer

Formvollendeter Glücksbringer - Die Gartenazalee (Rhododendron)

Ein Blick in den Garten verrät den Beginn der kargen, winterlichen Farben. Doch der mehrmonatige Dornröschen­schlaf der Natur findet jäh seine Unterbrechung mit der Ankunft einer asiatischen Schön­heit, die sich durch ihre lebhaften Töne wie Kirschrot, Mandarinorange oder durch ihre feine Eleganz in Weiß, Lavendel und zartem Rosa auszeichnet: die Azalee.

Die winterharte, robuste Gartenazalee, bekannter unter ihrem Gattungs­namen Rhododendron, bieten jedes Jahr eine wiederkehrende Blütenvielfalt, die Ihres­gleichen sucht. Waren Rhododendren bislang meist nur in Gärten und Parks zu entdecken, halten sie mittlerweile Einzug in un­sere Wohn­­­stuben. Vorzugsweise in den Win­ter­monaten. Denn die kleinwüchsigen Arten, wie die Yakushimanum-Züchtungen oder der „Kriechende Rhododendron“ lassen sich ausgezeichnet im Topf halten.


Vor 300 Jahren in West- und Zentralchina heimisch – die japanische Azalee gilt als noch älter – wurde die elegante, Glück bringende, asiatische Schönheit seit dem 19. Jahr­hundert vor allem in England gezüchtet. Ihre beachtliche farbliche und formale Vielfalt ist gleichzeitig heutiger Ansporn eines jeden Züchters, eine noch spektakulärere Kreation zu erschaffen. Da können schon mal bis zu 10 Jahre vergehen, bis sich eine neue Sorte mit noch schöneren Blüten, noch längeren Blütezeiten und noch kräftigerem Wuchs be­­währt hat.


Im Handel finden sich mehr als 100 Sorten und jährlich kommen etliche hinzu. 500 un­terschiedliche Sorten zählt das gesamte Azaleensortiment, über 15.000 Arten gibt es. Die Begeisterung teilt sich der Züchter mit dem Azale­en­liebhaber. Die kleine Verwandte des Rhodo­dendron – die Zimmerazalee – überzeugt mit ihrer imposanten, unendlich großen Farb- und Formvielfalt in der Blüte. Das Farb­spektrum umfasst viele Nuancen von Rot­tönen, Varianten von Rosa, Violett, Lachs und Weiß bis hin zur Mehrfarbigkeit. Die einfachen oder gefüllten Blüten unterscheiden sich von klein- bis großblumig.



Die Saison der Zimmerazalee, deren lateinischer Name „Rhododendron simsii“ lautet, wird mit den „r“-Monaten für eröffnet erklärt. Von September bis April verwandelt sich so manch schlichter Winkel im Haus dann mithilfe der kleinen, prallen, busch­artigen, zu den Festtagen weihnachtlich dekorierten Azalee in ein Highlight. Sie gehört zu den wenigen Blühpflanzen, die für leuchtende Farbtupfer in den Herbst- und Wintermona­ten sorgen – von Wintermü­dig­keit keine Spur.


Die farbenprächtigen, immergrünen Exoten lieben es feucht, stauende Nässe bedeutet ihr Ende. Sie bevorzugen einen hellen und kühlen Standort mit etwa 18 bis 20 Grad. Kurz gesagt: Ein Platz im lichten Schatten ist Garant für eine blühende, sich wohlfühlende und damit bis zu acht Wochen ohne Unte­rbrechung blühende Pflanze. Aufs Düngen kann während der Blü­tezeit ruhig verzichtet werden.


Ein Tipp für den Auf-den-Geschmack-Ge­kom­menen: Beim Kauf sollten die Knospen bis zu 50 Prozent Farbe zeigen, die Planze möchte bitte kräftige, grüne Blätter aufweisen. Wenn verblühte Triebe abgeschnitten werden, am besten unterhalb des Blütenan­satzes. Dann besitzen die nachkommenden Knos­pen ausreichend Platz, um sich entfalten zu können. Und noch eins: Die Azalee niemals zu tief pflanzen, sonst sterben ihre feinen Wurzeln ab und darben vor sich hin.

www.azerca.de


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