Endlich wieder draußen sitzen: Terrassen-Ideen
Gut geplant macht länger Freude. Wir stellen Ihnen gelungene Terrassen-Ideen vor und holen Expertenrat ein, welche...

Landschaftsarchitektin Ute Wittich ist eine Hebamme, die der Sehnsucht zu glücklicher Geburt verhilft. Und sehr oft sagt die Sehnsucht: Süden. Eine südländische Terrasse ist der Wunsch vieler Hausherren, auch wenn das Wort „mediterran“, wie sie weiß, „anfangs oft bloß ein Schlagwort ist“.
„Der Bauherr muss klären, wo die Terrasse auf seinem Grundstück liegen kann, wie es ums Klima in der Region bestellt ist, wie viel Zeit er für den Garten aufwenden will, wie er mit dem Einpacken von Palmen & Co vorm Winter umgeht. Ein Storyboard – eine Gedanken- und Ablaufskizze – hilft in solcher Lage ihm und dem Gartenarchitekten.“
Das Stilbekenntnis findet Ute Wittich in Ordnung, „sofern es ernst gemeint ist. Folgt der Wunsch lediglich der Mode, kann es leicht schiefgehen“, warnt sie. Eine schöne mediterrane Terrasse ist eher eine Sonnenterrasse. Schließlich verbindet man mit Mittelmeer Sonne. „Ist die Platzierung auf der Südseite nicht möglich, bietet sich auch der Westen an. Schattenanteile haben ihren Reiz, eine reine Nordseite aber kommt nicht infrage.“
Sonne ist grundsätzlich günstiger für die geeigneten Pflanzen, jedoch weniger angenehm wegen des Aufheizens von Terrassenbelägen wie Holz oder vor allem Stein. Deshalb rät die Gartenarchitektin, an einen oder mehrere Schatten spendende Bäume zu denken oder zu prüfen, ob eine Terrassenteilung sinnvoll wäre. „Schön ist eine Morgen- und eine Abendterrasse.“
Da gestalterische Einheit in einem Bestandsgarten erstrebenswert ist, betont Ute Wittich, wie wichtig für Anlage und Beschaffenheit der Terrasse die Gesamtanmutung des Gartens ist: Welche Pflanzen sind möglich? Was ist vorhanden? Lädt der Garten dazu ein, eine mediterrane Terrasse einzufügen? Schließlich dürfe sie nicht aufgesetzt aussehen, kein „Schwarzwaldhäuschen“ als Gartenhütte oder ähnliche Dekorationen vorweisen. Auch ein Areal voller Fichten eigne sich kaum für mediterranes Flair.
Sowieso entscheidet wesentlich die Bepflanzung über die Stilwirkung. Die Expertin listet Beispiele geeigneten mediterranen Grüns auf: Weinrebe zum Ernten, Albizia, Mexikanische Orangenblume, Zitrusfrüchte, Buchs, Rosen, Gräser und allerlei Stauden; ebenso Sträucher wie Oleander, Erdbeerbaum, Kamelie, Lorbeer, Granatapfel, Nandina („Heiliger Bambus“) Liguster oder Hortensien (im Halbschatten); zum Klettern Glyzinie, Geißblatt und Rosen; Stauden wie Lavendel, Iris, Rosmarin, Salbei und andere Kräuter in der Nähe der Küche.
Wichtig ihr Hinweis, dass eine mediterrane Terrasse ohne Wasserelement – Becken oder Brunnen – unvorstellbar ist. Und sie verbindet diesen Schönheitsrat mit dem Nützlichkeitstipp, „die Pflanzen am besten automatisch bewässern zu lassen“.
Steht die Frage: Was macht man mit einer mediterranen Terrasse im deutschen Winter? Ute Wittich: „Einige der gefährdeten Pflanzen kann man einpacken und draußen stehen lassen oder sie in Keller und Garage bringen. Dabei bitte berücksichtigen, welchen Lichtbedarf die Pflanze im Winter hat. Bei Frostfreiheit vorsichtiges Gießen nicht vergessen. Oft genügt das Anhäufeln der Erde oder eine Bodenheizung, wie ich sie kürzlich bei einer großen Olive eingesetzt habe. Außerdem akklimatisieren sich im Gefolge des Klimawandels viele Pflanzen in Deutschland. Das hält weitere Freude für Auge und Gemüt bereit, denn die Olive beispielsweise ist wintergrün, Pflanzen wie die Mexikanische Orangenblüte ebenfalls, und manche duften auch noch überwältigend.“
Echt mediterran wirkende Terrassenbeläge sind für Ute Wittich „Holzdecks, Natursteinplatten aus Porphyr, Kalkstein oder Muschelkalk, polygonal gebrochen oder mit rechteckigen beziehungsweise quadratischen Maßen.“ Kies und Splitt seien möglich, aber nicht so schön zum Barfußlaufen. Insbesondere auch: „,Auf alt getrimmte Terrakottafliesen, Klinker mit Rasenfuge, Natursteinpflaster oder unter Umständen Schiefer. Die Fugen kann man mit Rasen oder Thymian einsäen.“
Wer Stilsicherheit für seine mediterrane Terrasse sucht, kann bei den Accessoires nicht beliebig werden. „Alt wirkende Leuchten überm Esstisch, Loungemöbel aus Metall, Kissen, Tischdecken und Ähnliches in warmen Farben“, zählt die Landschaftsarchitektin als geeignet auf. Es darf auch das typische Blau Griechenlands sein. „Kerzen, Sonnenschirm oder eine Pergola, runde Tische mit Mosaikeinlage, Gestelle für Tisch und Stuhl aus Eisen, Wasser – Brünnchen oder Wasserbecken –, Liegen, Deckchair, Chaiselongues, Himmelbetten, Hocker, Bänke, Podeste zum Abstellen von allem Möglichen, Sitzmauern mit gemütlichen Kissen, Beistelltischchen.“
Für die Pflanzen gibt es eine reiche Auswahl von Terrakotta-Töpfen, aber auch Gefäße aus Eisen, Zink oder Glasfiber. „Ein Grill aus Edelstahl sollte nicht fehlen; natürlich Pool und Dusche, Sauna sowie höhere Naturstein-Mauern aus Kalkstein als Raumteiler und Sichtschutz.“
Schon diese Aufzählung zeigt die mögliche Vielfalt. Dennoch kann man in die Stil-Falle tappen. Ute Wittich warnt vor „Kunststoffmöbeln aus dem Baumarkt, ,Bonsai-Bäumchen‘ und Gartenzwergen, aus Stein gegossenen Figuren, Putten oder Vasen“. Wegen zu großer Abstrahlwärme auf der Südseite hält sie zu viele versiegelte Flächen für problematisch und findet die Beschattung durch einen Baum „grundsätzlich günstiger als mit einer Markise. Unter der Markise bildet sich leicht Stauwärme.“
Da die Terrasse ein ins Grüne verlängerter Wohnraum ist – im Sommer wie im Winter, bei Tag wie bei Nacht –, erinnert sie an „die raumbildende, die Gesamtwirkung beeinflussende Rolle von Lichtelementen. Spots strahlen schöne Bäume und Sträucher an.“ Die allgemeine Beschaffenheit des Grundstücks prägt maßgeblich die Entscheidung über die Anlage der Terrasse – egal welcher Stilistik. Von erhöhten Terrassen mit Böschungen ist sie jedoch nicht begeistert. „Ich finde sie deshalb nicht gut, weil die Menschen dann auf dem Präsentierteller sitzen. Dagegen können abgesenkte Terrassen, auch im Souterrain, Geborgenheit vermitteln, nicht zuletzt für Kinder."
Eine gelungene Terrasse verbindet sich nach Ute Wittichs Erfahrung in der Regel fest mit habe. Außerdem akklimatisieren sich im Gefolge des Klimawandels viele Pflanzen in Deutschland. Das hält weitere Freude für Auge und Gemüt bereit, denn die Olive beispielsweise ist wintergrün, Pflanzen wie die Mexikanische Orangenblüte ebenfalls, und manche duften auch noch überwältigend.“
Echt mediterran wirkende Terrassenbeläge sind für Ute Wittich „Holzdecks, Natursteinplatten aus Porphyr, Kalkstein oder Muschelkalk, polygonal gebrochen oder mit rechteckigen beziehungsweise quadratischen Maßen.“ Kies und Splitt seien möglich, aber nicht so schön zum Barfußlaufen. Insbesondere auch: „,Auf alt getrimmte Terrakottafliesen, Klinker mit Rasenfuge, Natursteinpflaster oder unter Umständen Schiefer. Die Fugen kann man mit Rasen oder Thymian einsäen.“
Wer Stilsicherheit für seine mediterrane Terrasse sucht, kann bei den Accessoires nicht beliebig werden. „Alt wirkende Leuchten überm Esstisch, Loungemöbel aus Metall, Kissen, Tischdecken und Ähnliches in warmen Farben“, zählt die Landschaftsarchitektin als geeignet auf. Es darf auch das typische Blau Griechenlands sein. „Kerzen, Sonnenschirm oder eine Pergola, runde Tische mit Mosaikeinlage, Gestelle für Tisch und Stuhl aus Eisen, Wasser – Brünnchen oder Wasserbecken –, Liegen, Deckchair, Chaiselongues, Himmelbetten, Hocker, Bänke, Podeste zum Abstellen von allem Möglichen, Sitzmauern mit gemütlichen Kissen, Beistelltischchen.“
Für die Pflanzen gibt es eine reiche Auswahl von Terrakotta-Töpfen, aber auch Gefäße aus Eisen, Zink oder Glasfiber. „Ein Grill aus Edelstahl sollte nicht fehlen; natürlich Pool und Dusche, Sauna sowie höhere Naturstein-Mauern aus Kalkstein als Raumteiler und Sichtschutz.“
Schon diese Aufzählung zeigt die mögliche Vielfalt. Dennoch kann man in die Stil-Falle tappen. Ute Wittich warnt vor „Kunststoffmöbeln aus dem Baumarkt, ,Bonsai-Bäumchen‘ und Gartenzwergen, aus Stein gegossenen Figuren, Putten oder Vasen“. Wegen zu großer Abstrahlwärme auf der Südseite hält sie zu viele versiegelte Flächen für problematisch und findet die Beschattung durch einen Baum „grundsätzlich günstiger als mit einer Markise. Unter der Markise bildet sich leicht Stauwärme.“ Da die Terrasse ein ins Grüne verlängerter Wohnraum ist – im Sommer wie im Winter, bei Tag wie bei Nacht –, erinnert sie an „die raumbildende, die Gesamtwirkung beeinflussende Rolle von Lichtelementen. Spots strahlen schöne Bäume und Sträucher an.“
Die allgemeine Beschaffenheit des Grundstücks prägt maßgeblich die Entscheidung über die Anlage der Terrasse – egal welcher Stilistik. Von erhöhten Terrassen mit Böschungen ist sie jedoch nicht begeistert. „Ich finde sie deshalb nicht gut, weil die Menschen dann auf dem Präsentierteller sitzen. Dagegen können abgesenkte Terrassen, auch im Souterrain, Geborgenheit vermitteln, nicht zuletzt für Kinder."
Eine gelungene Terrasse verbindet sich nach Ute Wittichs Erfahrung in der Regel fest mit dem Haus, zu dem sie gehört. „Das geschieht am besten, wenn innen wie außen das gleiche Niveau gewählt wird, wodurch sich beispielsweise das Servieren von Speisen und Getränken erleichtert. Doch es kann es auch interessant aussehen, wenn man ein Wasserbecken direkt vors Wohnzimmer platziert und ein Steg über das Becken zur Terrasse führt. Vergessen wir nicht: Gerade die mediterrane Terrasse ist im Sommer der eigentliche Wohnraum – genauso wie bei kleinen Gärten die gesamte Terrasse der eigentliche Garten ist ..."
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