Der Terrassen-Award: Erfolgreiche Leseraktion – Sieger gekürt

Platz 1: Christine Ringler: Die Wellness-Terrasse

Es gibt ihn, den Ort, um den sich alles Gartenleben dreht. Wir sehen ihn, betreten ihn, nutzen ihn zu vielerlei Angenehmem. Er ist Ruhe- und Wellnesszone, Spiel- und Partyplatz. Was haben wir vor Augen, wenn wir vom „grünen Wohnzimmer“ träumen? Die Terrasse am Haus.

Sie ist zu wichtig, um beliebig zu sein. Deshalb suchten wir gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den vergangenen Mona­ten die schönsten Gestal­tungsideen, die bes­ten Bei­­spie­le, die kreativsten Lösungen für die Terrasse.


Die Gewinner


Platz 1: Christine Ringler, 73550 Waldstetten

Platz 2: Martina und Thorsten Heine, 45721 Haltern am See

Platz 3: Thomas Vollmert, 57413 Finkentrop-Rönkhausen


Die Siegerin erhält eine Kugelleuchte mit 4 Farbfiltern für innen/außen (zur Verfügung gestellt von Moonlight). An Platz 2 gehen eine elegante Gartenfackel und ein Windlicht (beide von Lambert), und der dritte Hauptgewinner darf sich über einen wertvollen vietnamesischen Wassertrog aus Ton (Bauholz design a.r.t., Münster) freuen.


Die vier weiteren Gewinner in Sonderkategorien erhalten einen Blumenkübel mit Innenbeleuchtung (von EMSA), eine edle Pflanzschale aus NatureLite (von Esteras Harewood) oder je einen Satz Zwergrosen ,Lilliput‘ (aus Europas größter Rosenschule Kordes).

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die Terrassen der Hauptgewinner mit der Urteilsbegründung unserer Preisrichterin vor. Auf der abschließenden Doppelseite präsentieren wir die Gewinner der vier Sonderpreise.



Allen Siegern gilt unser Glückwunsch, allen Teilnehmern unser herzlicher Dank. Und wir machen schon jetzt und hier darauf aufmerksam: Im kommenden Frühjahr werden Sie unsere Zeitschrift „mein schönes zuhause3“ und un­ser jährliches Gartenmagazin „schön + grün“ zu einer neuen Leseraktion rund um das Grüne Wohnzimmer einladen.


Die Chefjurorin

Petra Zuckschwert-Martin hat gemeinsam mit der Re­daktion die zahlreichen Leserzu­schriften begutachtet. Auf den Folgeseiten begründet die Preisrichterin ihre Urteile und gibt zudem kleine Anregungen für mögliche Varianten der ausgezeichneten Ter­rassen – nicht als Mäkel­kritik, sondern als spielerisches An­gebot zum Weiter­denken.

Petra Zuckschwert führt gemeinsam mit ih­rem Mann Peter Martin das Landschafts­­ar­chitekturbüro Zuckschwert + Martin in 85454 Freising (www.z-und-m.de). Ihr Mot­to: „Lebensraum statt Distanzgrün.“


Platz 1: Christine Ringler - Die Wellness-Terrasse

Die stolzen Besitzer: „Bei der Gestaltung unserer Terrasse und des Gartens kam es uns vor allem darauf an, klare Linien einzuhalten und Überfrachtungen zu vermeiden. Das Ergebnis dieser Oase mit Outdoor-Esszimmer und Lounge hat unsere Erwartungen noch übertroffen.

Wir fühlen uns rundum wohl und freuen uns über jeden Tag, den wir draußen verbringen können.“


Urteil der Jurorin

Die Terrasse des Jahres überzeugt durch eine außergewöhnliche Kombination aus Vielfalt und Einheit – mit dem Ergebnis, dass Ruhe und Klarheit Einzug halten, ohne je trivial zu wirken.


Ganz unterschiedlich gestaltete Terrassen­flächen mit verschiedenen Aufenthaltsqualitäten bilden das Grundkonzept für den gesamten Garten. Definiert durch Materialkanten und leichte Höhensprünge werden „Zimmer im Garten“ geschaffen: ein Essbereich, ein Wohnbereich (hier treffend und zeitgemäß als „Lounge“ bezeichnet), ein spezieller Wellnessbereich am Pool. Je nach Stimmung, Sonnenstand und Art der Aktivität können die einzelnen Gartenräume aufgesucht werden. Haus und Garten werden dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt.



Die Terrassengestaltungen überzeugen durch Klarheit sowie stimmiges Farb- und Materialkonzept. Das geht bis zu den Details und erfolgt ohne überflüssige Elemente. Anthrazit, Grau und Weiß sind die vorherrschenden Farbtöne von Belagsmaterialien und Mobiliar, ergänzt durch einige frische Akzente in Hellblau – mit einem runden Pool als Hingucker.


Für die einzelnen Terrassenzonen wurden verschiedene Beläge gewählt: graue Granit-Formatplatten für den Essbereich am Haus, warm anmutendes Holz am Pool und für die Freiraum-Lounge – die sich mit einer L-förmigen Sitzmauer mit Holzauflage zum Rasen hin absetzt – Kies im Übergang zum Pflanzensaum.


Ein Rahmen aus frei wachsenden Gehölzen in unterschiedlichen Höhen lockert die streng orthogonalen Formen des Grundkonzepts angenehm auf und bindet den Garten in seine weitere Umgebung ein.


Fernöstlich angehauchte Gestaltungen wirken schnell als Fremdkörper in unserer mitteleuropäischen Landschaft, in unserem kulturellen und baulichen Umfeld. Hier jedoch ist dieser Crossover nach unserer Auffassung ausgezeichnet gelungen. Auch in der Pflanzenauswahl herrscht angenehmes Multi-kulti: Bambus und heimische Sträucher stehen einträchtig beieinander. Selbst der übergroße Kopf einer Buddhastatue – der allzu leicht zum pseudospirituellen Chic in unseren Gärten verkommen kann – wirkt selbstverständlich. Wer möchte hier nicht allzu gern im blauen Rund abtauchen, um dann erfrischt in einem der bequemen Loungesessel Platz zu nehmen, umgeben von schönen Dingen – und vor allem dem Grün des Gartens!



Tipps für die Zukunft

Auch die schönsten Terrassen – wie die hier gezeigte „Goldmedaille“ – sind in der Regel keine statischen Einrichtungen, an denen sich über Jahre nichts mehr ändert. Wie Haus und Garten ist auch die Terrasse ein Organismus, der atmet und manche Wandlung zum Beispiel wegen sich ändernder Neigungen ihrer Besitzer erfährt. Wir haben deshalb unsere Jurorin gebeten, einige Anregungen zu geben, die sowohl für die Siegerin des Preisausschreibens als auch für die Leser nützlich sein können.

Petra Zuckschwerts Zukunftstipps für die Siegerterrasse:

•Lange Ziergras-Streifen als geeignete Begleiter in der Nähe von Wasserelementen: Mit ihrem filigranen Erscheinungsbild schaffen sie transparente Gartenräume. •In Form geschnittene Hecken: Sie geben einem Garten Kontur, sind Raumbildner und Sichtschutz, auch kleine Gärten profitieren davon. Rotlaubige Gehölze – beispielsweise der Rote Fächer­ahorn, Acer palmatum – bilden mit Wuchsform und Blattfarbe schöne Kontraste.

Moderne Skulpturen (etwa aus Holz, Bronze oder Stahl) ergänzen das Gartenbild und können vom Sitzplatz aus zum Blickfang werden.



Platz 2: Martina und Thorsten Heine - Designorientierter Terrassen-Garten

Die stolzen Besitzer: „Unser Garten misst etwa 200 Quadratmeter und wurde vor zwei Jahren zu einer großen Terrasse umgebaut. Wir haben uns bei der Begrünung für immergrüne Pflanzen entschieden. Effekt: So ist die Terrasse zu jeder Jahreszeit zu genießen. Sie ist eine Kom­bi­nation aus Stein, Holz und Wasser und stellt nach unserem Verständnis (und Erleben) eine moderne Variante zum Wohlfühlen und Entspannen dar.“


Urteil der Jurorin

Besonderes Kennzeichen: Die Terrasse nimmt selbstbewusst den ganzen Garten in Anspruch. Verschiedene harmonierende Beläge und Pflanzinseln erzeugen mehrere Zonen. Angenehm beschattet, nahe am Haus und urgemütlich wirkt der Essbereich. Loungefeeling verbreitet eine Sitzgruppe in geschützter Umgebung. Der Bereich mit den Liegen verheißt ein sonniges Plätzchen.


Zentral positioniert ist das quadratische Wasserbecken – Blickfang der gesamten Terrassengestaltung! Es ist in den umgebenden Holzbelag integriert, und der moderne Wasserzulauf aus Edelstahl macht den Pool auch akustisch erlebbar. Hohe Kirschlorbeersträucher, Eiben und weitere Nadelgehölze dienen als Kulissenbepflanzung, geben den Terrassenplätzen optisch Rückhalt. Intern werden diese durch in Form geschnittene Würfel und niedrige Heckenelemente zoniert.


Tipps für die Zukunft

•„Ungewöhnliche“ Materialien verwenden: Drahtschotterkörbe (Gabionen), farbiges Plexi­­-glas, großformatige Faserzementplatten. Letztere empfehlen sich beispielsweise für den Sichtschutz, für Raumelemente oder ungewöhnliches, überraschendes Sitzmobiliar. Sonnensegel: Sie können ganz individuellen Sonnenschutz bereitstellen und erzielen darüber hinaus Raumwirkung. Mittels Beleuchtung Terrasse und Garten eventuell auch nachts erlebbar machen: Pflanzen und Wasserflächen in Szene setzen, schimmernde Akzente erzeugen.



Platz 3: Thomas Vollmert - Terrasse zum Cottage-Garten


Der stolze Besitzer

„Meine Terrasse ist gepflastert und liegt leicht erhöht oberhalb des Gartens. Eine Sitz­­­­g­ruppe aus Teakholz für circa acht Personen und eine Baumbank unter einem Kugelahorn la­den zum Verweilen ein. Der Liegestuhl wird je nach Sonneneinstrahlung und Tageszeit an verschiedenen Plätzen aufgestellt. Die an­grenzenden Beete sind mit Stauden be­pflanzt, und immergrüne Heckenpflanzen sorgen für eine gewisse Ordnung.“


Urteil der Jurorin

Hier weht das Flair klassischer Cottage-Gärten! Diese aus England stammende Kultur diente traditionell der Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern. Jedes Fleckchen Erde wurde genutzt, das Nützliche bunt kombiniert mit Blumen, blühenden Sträuchern und Kletterpflanzen, mit denen Mauern und Gartenhütten malerisch eingehüllt wurden. Ein legerer Stil auf höchstem Niveau!


Die Nonchalance eines solchen Cottage-Gartens zeigt sich auch in dieser Terrassengestaltung. Vom zurückhaltenden Pflasterbelag bietet sich der Blick auf das üppige Grün, das in einem sanften Schwung direkt an den Belag anschließt. Natürlich wirkende Stauden – zum Beispiel Frauenmantel, Hosta, Taglilien, Weiderich, Iris – werden mit dem lockeren Habitus von Ziergräsern und typischen Gehölzen wie Rose und Clematis kombiniert. Überwiegend in kühlen, zarten Farbtönen von Weiß über Rosé bis hin zu Mauve und Violett. Hier zeigt sich ein wahrer Liebhaber und Kenner von Pflanzen – hier wird „durchgeblüht“, was heißen soll, dass ihn jeder Jahreszeit Blüten-, Frucht- oder Blattschmuck erfreuen.


Tipps zum Weiterbauen

•„Facelifting“ für den Terrassenbelag: Klassische Verlegeart für Klinker im Cottage-Garten ist der „Fischgrät-Verband“ – auch kombiniert mit Pflaster oder Platten. Dies belebt das Belags­muster einer großflächigen, ländlich wirkenden Terrasse. Raumgreifend: Eine Pergola aus Holz, mit Klettergehölzen berankt, könnte eine ideale Ergänzung sein. Sie stellt ein schönes Raumelement dar, unter dem es sich angenehm beschattet sitzen lässt. Das Pergolenelement würde außerdem eine optische Verbindung zwischen Terrassenbereich und Pflanzung herstellen. Pflanzinseln: Vorstellbar wären auch Aussparungen im Belag für die Pflanzung von Formschnitt-Gehölzen, zum Beispiel Buchs-Kugeln.


Auch in Herrn Vollmerts Garten ist also noch manch anderes Schöne denkbar, aber: So wie er ist, kann er sich sehen – und prämieren – lassen. Glückwunsch!



Und Sonderpreise für...

Helmut Ecklhofer, 84524 Neuötting:

Kategorie Sonnenschutz


Die Jurorin:

Man nehme Holz, Stahl, Stein und Wasser und gebe ihnen klare Formen – fertig ist eine gelungene, moderne Terrassengestaltung! Sonne und Regen können dem Leben auf der Terrasse nichts anhaben. Besonders überzeugend wirkt der auskragende Stahlrost der Überdachung – er gibt dem Ganzen eine leichte, schwebende Note.

Nach drei Seiten hin offen und umgeben von Wasser, verleiht das lange Sichtschutzelement aus Holz der Terrasse angenehme Rückendeckung.

Ulrike Bruinier, 34128 Kassel:

Originalität und Sonnenschutz


Die Jurorin

Die Gestaltung erinnert mich ein wenig an den sogenannten MFO-Park in Zürich. Er besteht wesentlich aus einem riesigen, 17 Meter hohen Stahlgerüst auf unterschiedlichen Ebenen und wird von über 1.000 Rankpflanzen eingehüllt, ergänzt durch Heckenstreifen und Glassplittbeläge. Ein Park der ganz anderen Art ...

Hier wurde dem langen Kubus des Wohnhauses eine aufwendige Terrassenkonstruktion vorgelagert. Bauart und Materialien lassen ein puristisches Freizimmer entstehen.

Isa Diebold,

74821Mosbach:

Accessoires und Farbgestaltung



Die Jurorin:

Konsequente Farbgestaltung, stim­mige Accessoires.

Schwarz und Weiß fixieren die äußeren Grenzen des Farbraumes – ein größerer Kontrast als diese beiden unbunten Farben lässt sich kaum denken. In den Augen von Coco Chanel bilden Schwarz und Weiß eine vollkommene Harmonie: „Schickt die Frauen ganz in Schwarz und Weiß gekleidet auf einen Ball, und man schaut nur noch auf sie.“

Mit diesem starken Kontrast und der beiden Farben innewohnenden Eleganz spielt gekonnt auch die Terrasse.

Martina Multhaupt, 33106 Paderborn:

Terrassen und Pflanzen


Die Jurorin:

„Nordish by nature“ – diese ganz unprätentiös gestaltete Familienterrasse passt optimal zum Stil des Wohnhauses mit Holzfassade, lebt von seinen natürlichen Materialien und der etwas wilden, fast nachlässigen, aber sehr charmanten Pflanzengestaltung. Hier geht es nicht um Perfektion, hier geht es um ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, entspannen und das Gartenleben spielerisch genießen kann.


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