Chemiefrei baden: Der Pool ruft!

Den Berg im Rücken schweift der Blick von der Terrasse gefühlte 100 Kilometer frei über das grüne Tal auf die andere Seite der Dolomiten.

Die Annäherung des Südtiroler Naturkenners und Familienvaters Oswald Mayr an die chemiefreie Badezone in Bestlage: im Garten vor seinem Haus.

Der Schwimmteich-Irrtum eines Naturliebhabers


Oswald Mayr nicht sofort zu mögen ist schwer. Anfang 40. Ein knuffiger Typ aus dem Männer-Bilderbuch moderner Frauen: schwarzlockig, neugierig, von zupackender Fröhlichkeit. Bewirtschaftet den väterlichen Kraidl-Hof in Kurtatsch an der Weinstraße bei Bozen. Nichts Großes, sagt er. 1,5 Hektar Weinhänge, 2 Hektar Obst. Äpfel aus Südtirol. Die mit den roten Bäckchen.


Zum Bilderbuch-Mann kommt die traumhafte Lage seines Hofs: Den Berg im Rücken schweift der Blick von der Terrasse gefühlte 100 Kilometer frei über das grüne Tal auf die andere Seite der Dolomiten. Wer da nicht innehält und seine Seele mit diesen Blicken füttert, wird mit Massentourismus (nicht unter drei Sommern)

bestraft.


Oswald Mayr ist hier geboren. Wo sich die Natur mit schönem, mal sanftem, mal wildem Schwung der Hänge den Reiz ihrer eigenwilligen Schönheit auch nicht von den endlosen, gleichförmigen Reihen der Reben und Obstbäume nehmen lässt. Weil er seinen drei Kindern ein guter Vater und den Ferienfamilien auf dem Hof ein guter Gastgeber sein wollte, der Südtiroler Sommer oft heiß und der nächste Bergsee eher weit und kalt ist, hatte Oswald Mayr vor elf Jahren die, wie er fand, super Idee, auf der schönen Hangseite des Grundstücks eine Badegelegenheit zu schaffen.


Als Landwirt und Naturliebhaber gruselte ihn gechlortes Poolwasser. Also ein Schwimmteich. Natur pur. Seerosenblüten, ein paar Schilfpflanzen. So die Theorie. Für die Praxis baggerte Oswald Mayr ein Loch. Flies drunter, Folie rauf. Wasser marsch. Und? Oswald Mayr zeigt sein schönstes Jungenlächeln, als er die Ergebnisse seines ersten Versuchs selbstkritisch, aber zugespitzt deutlich zusammenfasst: „Oben alle Frösche südlich des Brenners, unten glitschiger Boden, dazwischen Algen.“


Naturliebe wird ohne tiefere Naturkenntnis platonisch – man wird von so einem Teich nicht zurückgeliebt. Oswald Mayrs tapferer Kampf mit den Naturkräften seines Schwimmteichs führte zwar dazu, dass seine Eheliebste in den zehn Jahren „höchstens fünf Mal“ diese Badegelegenheit wahrnahm, die Kinder aber, die eigenen wie die der Nachbarn, verbrachten „von den drei Monaten Sommerferien mindestens zweieinhalb im Schwimmteich“. Immerhin.



Die Badeidee war gut, die vom „reinen Naturteich“ nicht. Die mühevolle Suche nach einer Alternative Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt Anbieter ohne Ende, die das Blaue vom Teich versprechen, ohne den Beweis, dass sie es auch wirklich können. Bio, Natur, Design. Super. Topp. – Flop. Oswald Mayr hat fast drei Jahre in die Suche nach einer wirklichen Lösung investiert. Hat recherchiert, Angebote eingeholt, Referenzen angeschaut. „Ich habe die, wie ich glaubte, einfache Frage gestellt: Welches Konzept verbindet die Klarheit eines Pools mit dem Erlebnis eines Naturteichs – ohne dessen Nachteile, vor allem aber ohne Chemie?“


Irgendwann habe er aufgehört zu zählen, wie viele Offerten sich als nicht ehrlich, nicht plausibel, nicht koscher herausstellten. „Die segeln unter falscher Flagge“, fasst Oswald Mayr zusammen. Schlaue Verkäufer wissen, dass sich Label mit „bio“, „öko“, „natur“ besser verkaufen. Oswald Mayr kennt sich aus mit gutem, natursauberem Wasser. Als Jugendlicher war er im Sommer mit seinen Freunden oft im nahen Fembergersee baden. Auf 1.000 Meter Höhe. Kristallklar.


Zum zweiten besitzt sein Kraidl-Hof eine eigene Bergquelle – wer hat schon das Glück, mal unverfälscht naturreines, von keiner Industrie aufgepepptes, erst recht von keiner Pet-Flasche berührtes Quellwasser zu schmecken? Als Landwirt und leidenschaftlicher Gärtnereibetreiber (gemeinsam mit seinem Bruder) hat Oswald Mayr ein distanziertes, gleichwohl praktisches Verhältnis zu chemischen Eingriffen in die Natur. Längst hätte er all seine Flächen auf biologischen Anbau umgestellt – aber seine paar Streifen sind umgeben von konventionellem Obst- und Weinbau; das kann er also vergessen.


Oswald Mayr sagt, er habe sich nicht vorstellen können, dass er trotz intensiver professioneller Suche in Italien und Deutschand, in der Schweiz und in Österreich auf seine naheliegende Frage nach einem naturreinem, klaren Badeteich oder -pool nur eine einzige Antwort finden würde: „blueBase“.


Was hat „blueBase“, was andere nicht haben?


„Vor allem überzeugende Referenzen von langjährigen ,blueBase‘-Poolbesitzern“, sagt Oswald Mayr. Er hat sie sich ausgiebig angesehen. Mit dem skeptischen, scharf kritischen Blick eines oft Enttäuschten. Und war fasziniert. Endlich ein Anbieter, der versteht, worum es Leuten wie ihm geht: Klares Wasser, ja, unbedingt – aber doch kein totes! Oswald Mayr beschreibt mit glänzenden Augen, dass sein „blueBase“-Pool Frauen wie seine Dorothea von Algen und allem glibberigen Zeugs verschont, aber ein Badevergnügen in Naturteich-Wasserqualität bietet. Weil er – ohne Chemiekeule – die Wunderwelt der Mikroorganismen schont, sie im Gegenteil ihre Bio-Klärarbeit ungestört tun lässt …


Der „Rest“ ist Technik. Ein Männer fesselndes Thema. Stolz führt uns der Herr des Kraidl-Hofs ins technische Herz seiner Pool-Anlage. Andere machen einen Deckel drauf und schaun bis zur Außerbetriebnahme vor dem Winter nicht mehr rein. Auch, wenn es technisch nicht nötig ist: Oswald Mayr hat sich einen bequemen Türzugang in den Hang gebaut und schaut jeden Tag mindestens einmal seinen Rohren beim Röhren zu, lauscht dem Summsang der beiden kleinen Elektromotoren, die mit ihrem Zeolith-Filter das Ganze im Fluss halten – feinporige Mineralkügelchen, die zur Kernidee des Biofilter-„blueBase“-Systems gehören.



Dass ein Skimmer unermüdlich Blüten und sonstige Blätter von der Wasseroberfläche fischt und verdunstetes Wasser automatisch nachgefüllt wird, gehört schon zu den Komfortfaktoren. Die herausgehobene Klasse des „blueBase“-Naturpool-Systems erweist sich für Oswald Mayr vor allem auch darin, dass es bei gleicher biologischer Qualität für andere Prioritäten verschieden konfiguriert und optimiert werden kann: „Wenn man Naturnähe und Komfort im Sinne von Pflegeaufwand als zentrale Kriterien ernst nimmt, ist ein ,blueBase 1‘ ohne die Arbeit machende Pflanzzone dem Pool am nächsten.


Ein ,blueBase 5‘ dagegen bedeutet die weitgehende Aufhebung der Grenzen zwischen Pflanzzone und Schwimmteich mit entsprechendem Pflegeaufwand.“ So, sagt der Südtiroler, muss Kundennähe und Verständnis für seine Erwartungen auch sein. Er hat sich für den „blueBase 2“ entschieden, bei dem der Naturpool zum Schwimmen und der bepflanzte Teich baulich strikt getrennt sind.


Der Pflegeaufwand, das hat er von anderen „blueBase“-Besitzern gehört, werde ohnenhin stark vom persönlichen Sauberkeitsempfinden bestimmt. Er rechne so mit einer Stunde pro Woche. Das sei auch der exzellenten Folie zu danken, die in seinem „blueBase“ verlegt wurde. Oswald Mayr mag es, wenn einer seinen Job wirklich beherrscht – Guido Veltmann, Chef des „blueBase“-Folienpartners aus Lingen, rangiert bei ihm in dieser obersten Respekt-Kategorie. Nicht nur, dass seine Folie exzellent verlegt wurde, frei von Dreck sammelnden Stößen und Falten, sie ist auch frei von Weichmachern. Lebensmittelecht. Naturteichempfohlen.


Aber das ist ein anderes Kapitel. Für die nächste Ausgabe „mein schönes zuhause3“.


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