Endlich wieder draußen sitzen: Terrassen-Ideen
Gut geplant macht länger Freude. Wir stellen Ihnen gelungene Terrassen-Ideen vor und holen Expertenrat ein, welche...

1: Bedürfnisse bestimmen
Auch die Planung einer modernen Terrasse sollte damit beginnen, eigene Vorlieben und Bedürfnisse zu klären: Wer nutzt Garten und Terrasse? Soll es ein familienfreundlicher Raum sein? Werden oft Gäste eingeladen? Möchte ich ein wellnessorientiertes Ambiente? Wichtig sind der Stil des Gebäudes und die Umgebung. Beides muss berücksichtigt werden, um einen harmonischen Gesamteindruck oder einen Kontrapunkt zu schaffen.
2: Innen/außen verbinden
Das Zusammenspiel von außen und innen entscheidet über die Gesamtwirkung. Der Garten in München wurde mit einer Holzterrasse gestaltet, die zwei Seiten des Wohnhauses in L-Form begleitet und in einen überdachten Loggiabereich mit Belag aus großformatigen Natursteinplatten (Gneis) mit Kaminplatz im Freien übergeht. In das mit 100 Quadratmetern großzügig bemessene Holzdeck ist der Pool integriert.
Das kubische Gebäude aus den 60er-Jahren mit großen Glasfronten und tiefer gelegtem Atelierbereich entschied über die minimalistische Stil- und Formensprache außen. Um den Wellnesscharakter des Freiraums zu betonen, wurde im Garten ein abgeschiedener Ort der Ruhe geschaffen. Belagsbündig und von weißem Carrara-Marmor-Pflaster gerahmt, wurde ein Jakuzzi eingesetzt, ein beheizter Whirlpool, der auch im Winter Badespaß im Freien erlaubt.
3: Licht bedenken
Eine moderne Terrasse führt kein Schattendasein. Sie gewinnt durch gezielten Einsatz von Licht an Attraktivität, macht sie im Kontext von Haus und Garten erleb- und nutzbar. Im Beispiel der beiden Gärten setzen Bodeneinbauleuchten, in Kies- und Pflanzflächen eingestreut, dekorative Lichtpunkte; Unterwasserleuchten bringen die Wasseroberflächen zum Strahlen und erzeugen zauberhafte Stimmungen.
4: Verwendung entscheidet
Holz oder Naturstein gibt es auch in der klassischen Gartengestaltung – erst Verwendung und Verarbeitung machen es zum Material der Moderne. Die Kombination mit Elementen wie Stahlbändern setzt moderne Akzente. Die Formensprache ist klar und von orthogonalen Grundformen geprägt, Elemente und Pflanzenauswahl sind reduziert.
5: Gneis und Schiefer im Trend
Grundsätzlich verbietet sich kein Material. Naturstein mit geschnittenen Kanten und fein gestrahlter Oberfläche etwa vermittelt einen klaren, ruhigen, großzügigen Charakter. Schiefer und Gneis mit ihren dunkelgrauen Oberflächen liegen sehr im Trend. Der rötliche Porphyr dagegen findet für die moderne Terrasse kaum mehr Verwendung. Auch Holz ist beliebt auf modernen Terrassen. Formal eingesetzt, ist es schnörkellos und hat eine warme Ausstrahlung mit Barfuß-Gelegenheit.
6: Weniger ist mehr
Beim Entscheid über Accessoires trifft das geflügelte Wort besonders zu. Schlichte Formen und zeitgemäße Materialien empfehlen sich – Mobiliar aus Aluminium, Edelstahl und transparenten Geweben oder Loungemöbel aus Hularogeflecht, eine moderne Skulptur, ein formal gestaltetes Wasserbecken, akzentuierte Beleuchtung.
7: Nicht zu klein!
Besonders kleine Gärten werden oft mit Kleinelementen überfrachtet, wirken zerstückelt, unruhig. Gerade moderne Gärten bedürfen einer großzügigen Terrasse. Hier befindet sich der Dreh- und Angelpunkt des Wohnens im Freien. Hier sollte Raum sein für die Genüsse des Lebens.
8: Alt und modern harmoniert
Ein Altbau kann gut mit einer modernen Terrasse harmonieren – oder kontrastieren, vergleichbar einer Altbauwohnung, die durch modernes Mobiliar ihr Flair entfaltet. Zurzeit plane ich genau diese Situation: Eine Stadtvilla aus der Gründerzeit erhält einen modernen Terrassenbereich mit vornehmen Sitzstufen. Dies schafft eine frische Atmosphäre.
9: Beläge im Großformat
Große Plattenformate aus Hochleistungsbeton mit Maßen bis zu 2,50 mal 2,50 Metern, grau bis anthrazitfarben oder in edlem Weißbeton gibt es erst seit wenigen Jahren für die Gartengestaltung. Ergänzt um Sonderelemente wie Sitzstufen, -kuben und Einfassungen aus gleichem Material wird Ihre Terrasse zum Trendsetter. Auch Natursteine wie Schiefer, dunkle Gneise und feinkörnige Granite wirken in großen Sonderformaten besonders exklusiv, Kombinationen aus Beton, mit Natursteinbändern akzentuiert, ausgesprochen modern.
10: Bambus, Gräser, Ahorn...
Gräser und Bambus, Formschnittgehölze und Immergrüne (Buchs, Kirschlorbeer, Eibe) sind beliebte Pflanzen moderner Gärten. Zudem gibt es Pflanzen mit strukturgebender Wirkung oder Solitärcharakter, die vor allem mit ruhigen Kiesflächen harmonieren. Dazu gehören die Arten des rot- und grünblättrigen japanischen Ahorns, Amberbaum, Felsenbirne und Nothofagus. Die Pflanzen sollten dem Gesamtkonzept entsprechen. Konzentrieren Sie sich auf wenige Pflanzenarten – in größeren Gruppen oder als Solitär.
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