Energiesparen - Aber wie?

Energiesparen - Aber wie?

Energisch losgespart


Was Verbraucherschützer zum Schließen der Energielecks im Haushaltsalltag empfehlen.


Stromfresser enttarnen:


Identifizieren Sie die Stromfresser im Haus­­­halt. Stand-by-Betrieb kostet or­dentlich Strom: Fernseher, DVD-Ge­rät, Hi-Fi-Anlage, auch die Digitalbox (Pre­miere zum Beispiel) ausschalten und nicht immer betriebsbereit halten, das spart im Jahr pro Gerät bis zu 15 Euro. Prak­tisch ist eine Steckerleiste mit An-Aus-Schalter. Achten Sie beim Kauf von TV-Gerät, PC und Drucker auf den Strom­ver­brauch. Die Verbrauchsun­ter­schiede können sich pro Jahr auf mehrere hun­dert Kilo­watt­stunden be­laufen.


Heizung öfter checken:


Gluckern die Heizkörper, müssen sie ent­­lüftet werden. Das warme Wasser kann dann besser zirkulieren. Noch ein großer Strom­fresser: die Heizungs­pumpe. Alte Pumpen benötigen für rund 100 Euro mehr Strom als moderne. Ob Ihre Heizungspumpe auch zu den „ge­frä­ßi­gen“ gehört, können Sie mit unserem Hei­zungscheck selbst prüfen. Zeit­gesteuerte Regler für die Thermostat­ven­tile sorgen für rechtzeitige Wohlfühltem­peraturen und verhindern unnötiges Auf­wärmen der Räu­me. Rechtzeitig vor Beginn der nächs­ten Heizsaison besorgen und mit wenigen Handgriffen selbst montieren.


Kühlgeräte erneuern


Deutsche neigen dazu, elektrische Haushaltsgeräte bis ans Ende der technischen Le­bensdauer einzusetzen. Dabei könnten pro Jahr 8 Milliarden Kilo­watt­­stunden Strom ein­gespart werden, wenn effizientere Kühl­ge­räte (Energie-Effizienz­klasse A++) gekauft würden. Die durchschnittliche Nutzungs­dauer von Haus­­halts­großgeräten beträgt laut Markt­forscher GfK 13,5 Jahre. Kühl­schränke werden aber erst nach 14,6 und Ge­­­­friergeräte so­­gar erst nach 16,9 Jahren ausgetauscht.


Moderne Kühl­ge­rä­te verbrauchen bis zu 0,5 Kilowatt weniger am Tag. Beim Neu­kauf un­bedingt auf den Stromverbrauch achten. Die „A+“-Geräte sparen etwa 25 Prozent, die „A++“-Geräte sogar bis zu 45 Prozent Strom gegenüber den A-Klas­se-Geräten. Oft werden die Mehrkosten für den rechtzeitigen Ersatz mit einem ener­­getisch bestmöglichen Gerät über­schätzt oder die Ein­sparungen un­terschätzt. Einen Kühlgeräte­check hierzu finden Sie im Internet. Schicken Sie Ihren Kühl­schrank auch „in den Urlaub“: Schalten Sie ihn ab, wenn Sie verreisen. Das sind bei 3 Wo­chen rund 13 Ki­lo­watt­­stunden oder etwa 2 Euro mehr pro Reise.


Denken Sie kurz nach, bevor Sie die Kühl­schranktür öffnen. Su­chen kostet Strom – rund 5 Eu­ro zusätzlich im Jahr.

Stellen Sie die Kühlschranktemperatur nicht zu tief ein: 7 Grad Celsius im Kühl­­schrank und mi­­nus 18 Grad Celsius im Ge­frier­schrank reichen aus. So kön­nen Sie bis zu 20 Euro im Jahr sparen.



Tauen Sie den Kühlschrank regelmä­ßig ab – das bringt etwa 10 Euro pro Jahr. Gerade eine Gefriertruhe mag es gern kühl. Steht das Gerät zu warm, verbraucht es mit jedem Grad mehr Raumtemperatur zusätzlich 6 Pro­zent mehr Strom. Ge­frier­truhen in un­beheizte Räu­­me stellen – Sie ge­­winnen 15 Eu­ro pro Jahr. Haben Sie bereits ein Gefriergerät im Hau­­­­se, dann braucht der neue Kühl­schrank kein Gefrierfach. Das spart bis zu 30 Prozent an Strom.


Clever kochen und backen:


Die Anschaffung eines Eierkochers lohnt sich: Er gart Ihr Frühstücksei mit 50 Prozent we­niger Strom im Vergleich zum Topf. Benutzen Sie einen Schnellkochtopf. Das spart bis zu 30 Euro im Jahr, und Sie ko­chen vita­minschonender damit. Verzichten Sie auf den Backofen zum Brötchenaufbacken. Ein Toaster mit Auf­satz braucht 70 Prozent weniger Energie. Achten Sie darauf, dass Ihre Kaffee­ma­schine eine Warmhaltekanne hat. Gegenüber normalen E-Herden reduzieren die neuen Induktionsherde den Energie­ver­brauch um bis zu 50 Pro­zent.

Kochen Sie immer mit einem Deckel. Da­durch benötigen Sie bis zu 65 Prozent we­niger Energie und gewinnen Zeit. Heizen Sie den Backofen nicht vor. Erhitzen Sie nur so viel Wasser wie nö­tig.


Waschen und trocknen:


Beladen Sie Ihre Waschmaschine mit so viel Wäsche wie möglich, sonst gibt es bis zu 4 Prozent Energieverluste pro Wasch­gang. Verzichten Sie auf Vorwäsche, dann sparen Sie jedes Mal 5 bis 8 Liter Wasser. Prüfen Sie, ob Sie Ihr Gerät an den Warm­wasseranschluss anbinden können. Dadurch vermindern Sie bei einer 40-Grad-Wäsche den Energieverbrauch um 60 Prozent. Hängen Sie Ihre Wäsche auf die Leine. Je­de luftgetrocknete Wäscheladung reduziert die Stromkosten um 2 Kilowattstunden. Wenn Sie zweimal pro Woche mit 60 Grad Celsius statt mit 90 Grad Celsius waschen, spart das pro Wo­che 0,25 Euro. Kaufen Sie lieber einen Wäschetrockner mit Abluftanschluss. Der verbraucht im Ver­gleich zum Kondensationstrockner 5 bis 10 Prozent weniger Strom. Rangieren Sie Ihr Uralt-Wasch­masch­i­nen­Mo­­dell aus. Moderne Nachfolger benötigen bei einem 60-Grad-Waschgang gerade mal 40 Li­­ter Wasser.


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