Die Risikolebensversicherung: Eine günstige Absicherung der Existenzgrundlage junger Familien

Foto: Bien Zenker AG

Wenn eine Familie mitten in der Realisierung des Traumes vom Eigenheim steckt und der Hauptverdiener plötzlich stirbt, kommt es zusätzlich zur seelischen auch zu einer enormen finanziellen Belastung.

Um die Existenzgrundlage der Hinterbliebenen zu erhalten, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung der richtige Schritt.


Todesfall in der Familie - Schutz des Eigenheims


Die Anschaffung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist für eine Familie einer der wichtigsten und aufregendsten Schritte im gemeinsamen Leben. Der Kauf eines Eigenheims birgt jedoch auch einige Risiken. Oftmals notwendige Kredite haben lange Laufzeiten und sind mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden. Wenn der Hauptverdiener plötzlich stirbt, kann eine Immobilie für die Familie schnell zu einer Schuldenfalle werden. Die Bankforderungen bleiben bestehen und müssen zurückgezahlt werden, und damit kommt es für die Familie nach dem tragischen Todesfall zu einer zusätzlichen, die Existenz gefährdenden Belastung. Von den Verbraucherschutzorganisationen wird daher der Abschluss einer Risikolebensversicherung empfohlen, mit der im Falle eines unerwarteten Ablebens die Hinterbliebenen langfristig vor existentiellen Problemen und der Zwangsversteigerung der Immobilie geschützt werden können.


Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung -

Zwei konträre Modelle


Grundsätzlich stehen als Absicherung für Familienmitglieder im Falle des Ablebens eines Lebenspartners zwei Arten von Lebensversicherungen zur Verfügung. Eine Kapitallebensversicherung ist gleichzeitig auch ein Ansparmodell und eine Rentenvorsorge, wenn der Versicherte den im Vertrag festgelegten Auszahlungszeitpunkt erlebt. Da die Summe danach nicht verfällt, sind jedoch auch die Beiträge wesentlich höher. Zusätzlich fallen vor der Auszahlung Kosten für Verwaltung und Provisionen an, die von der Versicherungssumme abgezogen werden. Die Versicherung ist nicht verpflichtet, diese Kosten genau anzugeben, und so weiß der Versicherte nie genau, was ihm nach der Besteuerung tatsächlich ausbezahlt wird.


Eine Risikolebensversicherung hingegen eignet sich für nicht finanzkräftige Familien besser, da die Beiträge gering sind und der Schutz individuell, gemäß dem Alter der Kinder und sonstiger Faktoren gewählt werden kann. Diese Art der Versicherung dient jedoch nicht als finanzielle Vorsorge. Wenn der vertraglich festgesetzte Zeitraum verstrichen ist, verfallen die bis dahin entrichteten Beiträge automatisch.


Wichtige Aspekte beim Abschluss des Versicherungsvertrages


Grundsätzlich gilt immer: Je jünger ein Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist, desto günstiger sind auch die Beiträge. Schließt jemand im Alter von 30 Jahren eine Risikolebensversicherung ab, zahlt er bei gleicher Versicherungsleistung nur etwa ein Drittel von dem, was ein Fünfzigjähriger an Beiträgen zu begleichen hätte. Mit dem Vertragsabschluss sollte daher nicht lange gewartet werden, wenn ein Eigenheim erworben wird. Auch das Geschlecht spielt dabei eine Rolle: Frauen zahlen wegen ihrer durchschnittlich höheren Lebenserwartung deutlich geringere Beiträge als Männer. Ehepaare können zusammen einen im Vergleich zu Einzelabschlüssen wesentlich günstigeren gemeinsamen Vertrag aushandeln. Die Summe wird dann fällig, wenn einer der Partner stirbt.


Gewisse Risikofaktoren im Lebensstil gelten als lebensverkürzend und treiben daher die Beiträge in die Höhe. Bestimmte Berufsgruppen wie Polizisten oder Bauarbeiter, ausgefallene Hobbies wie Motorradfahren sowie Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum oder Vorerkrankungen wirken sich auf die Höhe der Beiträge aus. Es sollte jedoch Abstand davon genommen werden, diese vor Vertragsabschluss verbergen zu wollen. In manchen Fällen kann die Versicherung hinterher die Auszahlung der festgesetzten Summe verweigern.


Das Leben bringt manchmal unerwartete Veränderungen mit sich. Es zahlt sich daher auch aus, einen Vertrag mit Nachversicherungsgarantie abzuschließen, der auch während der Laufzeit individuell an die Bedürfnisse angepasst werden kann.


Das ideale Sondermodell für Immobilienbesitzer mit Kreditschuld


Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine Sonderform der Risikolebensversicherung an, die für Familien, die für den Erwerb eines Eigenheims einen Kredit aufnehmen mussten, eine besonders sinnvolle und günstige Variante darstellt. Dabei handelt es sich um ein Sondermodell mit zunehmend fallender Versicherungssumme. Mit dem Abschluss einer solchen Risikolebensversicherung wird nur das Darlehen, mit dem die Immobilie finanziert wird, im Falle des Ablebens eines Lebenspartners abgesichert. Dabei wird die Versicherungssumme jährlich an die Höhe der verbleibenden Kreditsumme angepasst. Mit zunehmender Tilgung durch die monatlichen Rückzahlungen sinkt die Restschuld, und davon abhängig verringert sich auch die Versicherungssumme. Dies bietet jungen Familien eine optimale Versicherungslösung, da sich diese deutlich preiswerter gestaltet als eine Versicherung mit einer festgesetzten Summe.


Zusätzlich kann, wer mit seiner Kranken- oder Pflegeversicherung noch unter der Höchstgrenze liegt, auch die Beiträge einer Risikolebensversicherung steuerlich geltend machen. Diese wichtige Form der Absicherung des Eigenheims und damit der Existenzgrundlage einer Familie ist also in vielen Fällen auch als Sonderausgabe steuerlich absetzbar.


Informationsquellen:

Focus-Artikel „Rundum sicher für wenig Geld“

Infopage von Immowelt.de

Inforubrik der Allianz zum Thema Risikolebensversicherung


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