Holzfassaden – richtig konstruiert

Foto: Sonnleitner

Holzfassaden finden immer mehr Liebhaber. Nahezu jeder Hersteller hat sie im Programm. Dennoch bleibt bei Bauherren Unsicherheit: Wie haltbar ist Holz? Wie viel Pflege verlangt es?

Seit Jahrhunderten werden Häuser aus Holz konstruiert – und so manches hat Jahrhunderte überdauert. Mit diesem Argument punkten die Verfechter von hölzernen Fassaden – und das durchaus berechtigt. Wer je einen uralten hölzernen Bauenhof in Niederbayern oder eine hölzerne Traditionsstadt in Nordeuropa gesehen hat, versteht das gut.

Zugleich erkennt man, dass Holz sein Alter nicht verschweigt. Es verändert seine Oberfläche, vergraut oder – wie manch einer sagt – es versilbert. Wem das nicht passt, der kann sich allerdings dagegen wehren und die Oberfläche regelmäßig streichen. Die Palette der Lasuren und Schlammfarben, die dafür in Frage kommen, ist schier endlos. Eines aber eint sie – sie sind offenporig und lassen deshalb das Holz unter ihrer farbigen Schicht atmen. Darauf kommt es an. Anders: Wer sein Holz mit Lack hermetisch versiegelt – und das kommt immer noch vor –, läuft Gefahr, dass durch Risse Feuchtigkeit eintritt, die sich unter der dichten Haut sammelt und das Holz nachhaltig schädigt.

Wichtiger aber als die Behandlung der Oberfläche ist der sogenannte konstruktive Holzschutz. Ist er richtig ausgeführt, verhindert er, dass sich langfristig keine Holzfeuchte von über 20 Prozent einstellen kann. Ist das erreicht, kann man für die Fassadenverkleidung durchaus auch Hölzer einsetzen, die nach allgemeiner Auffassung nicht wetterfest sind.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht sowie das Interview mit Ernst Motz von Sonnleitner Holzhausbau ab Seite 42 im Magazin holz-& ökohäuser 2014/2015


Michael Schweer

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