Heizen mit der Wärmepumpe

Mit 1/4 Strom und 3/4 Umweltenergie aus Luft, Erde und Wasser heizt die Wärmepumpe nach dem Kühlschrankprinzip das Haus.

Dreamteam: Photovoltaik-Module erzeugen tagsüber auf dem Dach grünen Strom, den die Hausbatterie speichert. Die treibt nachts die Wärmepumpe an, die mit den Umgebungstemperaturen das ganze Haus heizt.

Die Wärmepumpe ist ein wahrer Tausendsassa der Energieeffizienz: Sie kann mit einem Viertel elektrischer Energie und drei Vierteln (kostenloser!) Umweltenergie das ganze Haus heizen. Zugleich ist die Heiztechnik in vielen bundesdeutschen Eigenheimen deutlich überaltert: Wärmepumpen-Experten wie Gunther Gamst vom Technologie- und Marktführer Daikin schätzen, dass nur ein Viertel der 17 Millionen in Deutschland installierten Wärmeerzeuger effizient arbeiten. „Bereits verfügbare Technologien wie Wärmepumpen, effiziente Klimatechnik und das Prinzip der Wärmerückgewinnung bieten genug Möglichkeiten, um Energie einzusparen“, sagt Gamst. So könne beispielsweise eine Luftwärmepumpe den Kohlendioxidausstoß eines Einfamilienhauses um bis zu 50 Prozent reduzieren. Wird sie mit Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben, kann sie sogar CO2-neutral heizen.

Inwieweit Wärmepumpen in unseren Breiten das Heizen komplett übernehmen können, hängt von einigen Faktoren ab. Da ist zunächst die Haushülle. Die muss bestens gedämmt sein und sollte dem KfW-55- oder -40-Standard entsprechen. Das heißt, dass das Haus 45 oder 60 Prozent weniger Energie verbraucht, als in der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 festgelegt. Zur Verteilung der Wärme ist eine Flächenheizung sinnvoll. Sie ist in Fußboden oder Wänden verlegt und bedarf mit 25 bis 30 Grad geringerer Vorlauftemperaturen als eine konventionelle, durch deren Heizkörper bis zu 70 Grad heißes Wasser fließt. Eine Wand- oder Fußbodenheizung ist ganzjährig nutzbar: Im Sommer können Wärmepumpensysteme wie etwa Renovis von Uponor auch zur Kühlung genutzt werden. Der Umstieg auf diese Technik senkt die Energiekosten deutlich – nach Berechnungen des Herstellers sind Einsparungen von bis zu 64 Prozent möglich.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht mit weiteren Infos ab der Seite 106 im Magazin "mein schönes zuhause Jan/Feb 2014"


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