Energiewende zum Selbermachen: Hausgemacht!

Einfamilienhaus mit Roto "Sunroof"-Solardach

„Plusenergie“-Häuser sind die gebaute Energiewende. Endlich! Hausgemacht im besten Sinn des Wortes: Moderne Einfamilienhäuser produzieren alle benötigte Energie selbst – und speisen sogar noch Überschüsse ins Netz! Ihr eigenes Sonnenkraftwerk haben sie auf dem Dach. Das „Sunroof“-Konzept von Roto ersetzt die Dachziegel komplett durch leistungsstarke Solarsysteme. Auch auf Bestandsobjekten.

Dieses neue Schwörer-Musterhaus (siehe Foto) ist in der neuen "Plusenergie"-Ausstellung in Köln-Frechen zu erleben. Es fällt auch dort auf: Die 85 Quadratmeter große Photovoltaikanlage wirkt nicht wie ein aufgesetzter Fremdkörper, sondern zeigt sich als harmonischer Teil eines neuen, modernen Architekturkonzepts.


Es ist ein „Sunroof“-Dach von Roto. Mit seinem solaren Jahresertrag von 7.390 Kilowattstunden wird der gesamte Energiebedarf einer vierköpfigen Familie (Heizung, Lüftung, Warmwasser, Haushaltsstrom und Beleuchtung) in diesem Haus komplett abgedeckt. Mehr noch: Der selbst produzierte Energieüberschuss beträgt 2.271 Kilowattstunden. Jährlich.


Ob der Hausbesitzer damit ein Elektroauto „betankt“ oder sich die Einspeisung seiner Plusenergie ins Netz vergüten lässt, kann er selbst entscheiden. Die „Sunroof”-Idee von Roto lässt sich auf den Punkt bringen: Nutzdach statt Schutzdach. Was meint: Das innovative (Roto-)- Solarsystem wird nicht auf dem Dach, sondern anstelle des herkömmlichen Ziegeldaches installiert.


Dass sich dieses Konzept für die neuen effizienten Zukunftshäuser empfiehlt, ist logisch. Wobei es natürlich auch für die energetische Modernisierung von Bestandsobjekten funktioniert. Das Unternehmen bringt seine jahrzehntelange erfahrung als Dachfensterhersteller als großen Vorteil mit: Man sieht bei Roto nicht nur die Ressource Dach, sondern weiß genauso bestens Bescheid um die bauphysikalischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten dieses wichtigen Bauteils.


Es erwies sich denn auch als weitsichtig, dass sich die Bad Mergentheimer Dachspezialisten schon vor Jahren für das dachintegrierte Solarsystem entschieden – gegen die Aufdachmontage, bei der die Kollektoren und Module mit Montageschienen als die scheinbar einfachere Lösung in der vorhandenen Dacheindeckung installiert werden. Inzwischen ist die Fertigung dieser Indach-„Sunroof“-Systeme so perfektioniert, dass Roto sie zum gleichen Preis anbieten kann wie die „klassischen“ Aufdach-Systeme.



Anfällige Aufdach-Systeme


Die gezielte staatliche Förderung von Solardächern hat der Selbsterzeugung regenerativer Energie den Durchbruch auf deutschen Einfamilienhaus- (und Scheunen-)Dächern gebracht. Für 20 Jahre gesetzlich garantierte üppige Einspeisevergütungen können Kapitalrenditen zwischen 8 bis 12 Prozent netto pro Jahr ermöglichen, rechnet Roto-Vorstand Erich Rosenkranz vor.


Solche Anreize sollten Hausbesitzern allerdings nicht den Blick auf zwangsläufig zu erwartende Probleme in einem subventionsgetriebenen Markt verstellen, in den sich Billigstanbieter und dachunerfahrene Installateure drängen. Die Zahl der Reklamationen und Ausfälle von Aufdach-Systemen nimmt schon seit geraumer Zeit erheblich schneller zu als die Anzahl der neu installierten Solarkollektoren.


Unsachgemäße Montage führt zur Verletzung der Dachabdichtung darunter, Wasser dringt ins Dach ein, zunächst unbemerkt, aber dann mit verheerenden Folgen. Untersuchungen des TÜV haben Systemschwächen ans Licht gebracht: Bei der Aufdachmontage greift der Wind unter die Funktionselemente und erzeugt Sogwirkungen, denen die Befestigungen oft nicht standhalten. Inzwischen ist auch bekannt, dass Ziegel, die unter der Solaranlage liegen, schneller altern und unbemerkt reißen können. Folge: eine aufwendige Demontage der gesamten Dachanlage. Und damit die unangenehmste Situation für den Hausbesitzer: Totalausfall der Anlage, hohe Zusatzkosten – während der Kredit für die Solartechnik weiterläuft ...


Einer der entscheidenden Vorzüge des „Sunroof”-Konzepts von Roto: Hier können Solarelemente die Dacheindeckung nicht beschädigen, weil sie diese ersetzen. Bei nur 85 Millimeter Aufbauhöhe hat der Wind keine Angriffsfläche. Kabel und Rohre sind unter Abdeckblechen verlegt und nicht nur vor Witterungseinflüssen geschützt, sondern auch vor Tierfraß, zum Beispiel durch Marder.



Höchstnoten der Jury


Dass Roto Dach- und Solartechnologie zu den Besten am Markt gehört, haben sie schriftlich: Der Bad Mergentheimer System-Spezialist wurde von einer hochkarätig besetzten Betriebswirtschaftsjury als „Die beste Fabrik” ausgezeichnet: Höchstnoten in fast allen Kategorien. Ausdrückliche Anerkennung für das seit Jahren beharrlich verfolgte „Sunroof”-Konzept, sich in innovationen und Qualität bei effizienten Dach- und Solarsystemen von niemandem übertreffen zu lassen.


In der Begründung der Auszeichnung heben die Juroren ausdrücklich hervor, dass Roto jedwede ausländische Billigkonkurrenz mit einem „Made in germany”-Konzept der modernen Art in die Schranken weist: eine strategische Innovations- und Effizienz-Offensive. Für seine dachintegrierten Solar- und Fenstersysteme verwendet Roto zu 90 Prozent deutsche Qualitätsprodukte. Die wiederum bieten die Gewähr für eine verlässliche Leistung über die gesamte Lebensdauer. Was soll ein Hausbesitzer mit fünf Jahren Gewährleistung für eine Investition anfangen, deren Finanzierung auf 20 Jahre Laufzeit angelegt ist?


Von Meisterhand gebaut


Da wir gerade auf der Schattenseite sind: noch schlimmer kann es Eigentümer treffen, die vermeintlicher Anschaffungsvorteile wegen No-Name-Module einkaufen, von denen keiner weiß, ob sie die versprochenen Wirkungsgrade auch realisieren – und wie lange. An wen richten sich im Fall des Falles Gewährleistungsansprüche, mit welchen Erfolgsaussichten ...?


Roto garantiert für seine Photovoltaikmodule schriftlich 25 Jahre lang 80 Prozent der Mindestnennleistung. Produkt- und Einbaugarantie sind zwei verschiedene Seiten derselben Verlässlichkeitsmedaille. Wenn im Schadensfall der Dachdecker den Mangel dem Lieferanten zuschiebt, der prompt die Retourkutsche fährt – und der Hausbesitzer dabei die ganze Zeit im Regen steht –, hat das wenig mit dem nötigen Respekt vor dem Kunden zu tun. Deshalb qualifiziert Roto seit Jahren seine Profis im Dach- und Solarhandwerk zum „Sunroof-zertifizierten Partner“. So stellt das Unternehmen sicher, dass seine hochwertigen Produkte tatsächlich von Dach-erfahrenen und speziell geschulten Meisterbetrieben eingebaut werden.


Peter Neumann

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