Energie für zuhause: Reif für den Wechsel?

Energie für zuhause: Reif für den Wechsel?

Zwischen 2005 und 2008 haben sich die Wohnnebenkosten für Öl um 43 Prozent und für Gas um 38 Prozent erhöht. Klaglos akzeptieren? Das wäre Geldverschwendung. Welche Alter­na­ti­ven gibt es? Bringen sie das Ende der Preisspirale? Wann lohnt der Umstieg, welche Vor- und Nachteile bieten die einzelnen Systeme? Hier ein Überblick

Eine Erhebung des Statistischen Bun­­des­­amtes ergab: 65 Prozent der Befrag­­ten ha­ben sich noch nie mit regenerativen Ener­gien beschäftigt. Dabei werden heutzutage 12 Pro­zent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Rohstoffen, wie Solar­strom, Wind, Wasser, Biomasse und Klärgas, ge­wonnen. Spitzenreiter Schleswig-Holstein liegt mit sei­nen über 4.500 Windanlagen bei beachtlichen 42 Prozent Öko­strom. Schluss­licht mit 1 Prozent ist übrigens Berlin.


Interessiert mich nicht, mag der ein oder an­dere entgegnen, dabei betreffen solche Zah­len schon lange auch unseren Geld­beutel: Die Preise für fossile Rohstoffe sind in den letzten Jahren um das Dreifache gegenüber den Strompreisen gestiegen. Stellen Sie sich diese Preisspirale doch mal bei Ihrem Su­per­markt vor.


Umden­ken an dieser Stelle hat nicht nur mit Trend, Ökologie oder Moral zu tun, sondern vielleicht auch mit dem tief ver­wurzelten Wunsch des Menschen nach Unab­hängigkeit. Und die scheint dank neu­er effizienter Energie­erzeu­gungssysteme in greifba­re Nähe ge­rückt.


Photovoltaikanlagen

Auf dem Weg weg von den fossilen Brenn­stoffen bleibt natürlich Strom als wichtigster Rohstoff übrig, denn keine Heizung funktioniert ohne ihn. Und man kann mit ihm in­zwischen sogar Geld verdienen. Die Zinsen sind niedrig, die Förderpro­gramme zahlreich und die Module fallen im Preis.


Seit 2004 regelt das sogenannte Fotovol­taik Vorschaltgesetz, dass aus Solaranlagen ge­wonnener Strom durch die jeweiligen Netz­­betreiber sowie Energie­versorgung­s­unter­neh­­men mit mindestens 45,7 Cent pro Kilo­wattstunde vergütet wird. Die Ein­speise­ver­gütung ist für 20 Jahre garantiert.


Für Solaranlagen ab dem 1. Januar 2009 hat sich die För­der­ung etwas vermindert, liegt aber immer noch weit über dem Strompreis. Dach-So­laran­lagen unter 30 kW erhalten 43,01 Cent pro kWh, ab 30 kW 40,91 Cent pro kWh. Diese Zahlen sind deshalb interessant, weil die Inves­­ti­­tion in eine Fotovoltaik­anlage zwar auch heu­­te noch relativ hoch ist, aber der verbesserte Wirkungsgrad in­zwischen für eine ordentliche Rendite sorgt.


Qualität ist wichtig

Ob sich die Investition lohnt, hängt nicht nur vom Preis der Mo­dule ab, sondern maßgeblich von der Leistungs­fähigkeit und Zu­verlässigkeit der Solar­zellen als Herz­stück der Anlage. Uwe Hup­ach vom TÜV Rheinland gibt zu bedenken: „Gute Qualität erfordert hohen technischen Aufwand – und der hat seinen Preis." Eini­ge Produktionsstätten, vor allem in Asien, fertigen noch in Handarbeit. Bei ihnen ist das Risiko möglicher Fehler­quellen größer als in hoch automatisierten Fabriken.



„Die Leistungs­stärke der Solarzellen, die in Strängen zu einem Modul zusammengefügt werden, sollte einheitlich sein. Denn das schwächste Glied im Modul entscheidet letztlich über die Leistung", betont der TÜV-Experte. Zudem kann der sogenannte Hot-Spot-Effekt eine deutliche Leistungs­ver­schlechterung verursachen: Sind Zellen durch Produktions­fehler defekt, können sie sich im Betrieb stark aufheizen. Das kann im schlimmsten Fall zum Ausfall der gesamten Solaranlage führen.


Fehlerquellen gibt es viele, umso wichtiger sind ausführliche Qualitätschecks. Die Firma Q-Cells aus Bitterfeld prüft alle Produkte vor Markteinführung im eigenen Testcenter unter anderem auf Hagelbeschuss, Kälte-, Wärme- und Feuchteeinwirkung. Qualitäts­wäch­ter Bengt Jäckel warnt: „Manche Her­stel­ler geben auf der Basis von Labortests erstklassige Leistungswerte an, die die Solar­stromanlage dann jedoch bei wechselhaftem, typisch deutschem Wetter deutlich verfehlt."


Besonders tückisch ist der Effekt der Degra­dation, bei dem neu installierte Module im Laufe ihrer Betriebszeit – üblicherweise werden hier 20 Jahre angenommen – rund 10 Prozent des Wirkungsgrades einbüßen. Laut Q-Cells tritt der Degradation­seffekt insbesondere in den ersten Wochen nach Instal­lation auf. Grund ist die Verarbei­tung minderwertiger Rohstoffe.

Der TÜV Rheinland vergibt neben Siegeln, die die Langzeittauglichkeit und elektrische Sicher­heit bestätigen, das Gütezeichen „Power controlled", das die Leistungsfähig­keit des Moduls, bestätigt.


Kaufempfehlung

Die Preise für Solarmodule fallen deutlich – seit Jahresbeginn zwischen 10 und 20 Pro­zent –, der Wirkungsgrad wird sich laut Aus­sage von Markus Wiese von Q-Cells von derzeit 14 Prozent auf 20 Prozent im Jahre 2011 steigern. Die Inves­titionspreise für 1-kW-Mo­dule liegen heute zwischen 4.000 und 6.000 Euro. Für einen kompletten Haushalt mit neuester Wärme­pumpenheiztechnik werden jährlich etwa 5.000 kWh Energie benötigt. Dafür müssen Sie um die 20.000 Euro in Ihre Fotovol­taikanlage investieren. Die jährlich erwirtschaftete Rendite beim Anschluss in diesem Jahr liegt etwa bei 2.100 Euro nach EEW. Somit sind die Investitionen nach etwa 10 Jahren wieder im Geldbeutel und nach weiteren 10 Jahren haben Sie sogar 15.000 bis 20.000 Euro verdient.


Laut „Finanztest“ vom August 2009 lässt sich mit einer Foto­voltaikanlage eine jährliche Rendite von 7 Prozent erzielen. Um diesen Wert auch zu erreichen, bietet die Einteilung in Leistungsklassen eine Orien­­tierung, die jeder Hersteller, ähnlich wie bei Haushalts­geräten, für seine Module ausweisen muss.


Tipp:

Lassen Sie sich vom Monteur Referenz­an­la­gen zeigen. Achten Sie auf den Hersteller der Module mit entsprechender Einteilung in garantierte Leistungsklassen. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach regionalen Förderungen.



Holzvergaser und Pelletskessel


Heizen mit Holz ist CO2-neutral und reduziert dadurch den bedrohlichen Anstieg von Klimagasen in der Atmosphäre. Gleichzeitig aber stehen Biomasseheizungen wegen des Ausstoßes von Luftschadstoffen am Pranger. Ist die Holzheizung also eine zweischneidige Sache, ist sie Klimaretter und Luftverpester zugleich? Für moderne Neuanlagen lautet die klare Antwort: Nein!


Bereits heute schaffen viele Modelle den Spa­­­gat zwischen Luftreinhaltung und Kli­maschutz. Pelletsheizungen erfüllen die neuen verschärften Grenz­werte und werden staatlich gefördert. Wichtig: Sie brauchen einen großen, trockenen Raum, in dem die Holzschnipsel gelagert werden können. Aber auch hier gibt es bereits ausgeklügelte Systeme, die auf wenig Platz hervorragend funktionieren.


Variante 1:

Die „Schrankwand“ als Pelletslager eignet sich ideal für große Mehrzweck­kel­lerräume. Kes­sel und Pelletslager sind eng gruppiert und schmiegen sich schlank und platzsparend an die Wand. Möglich ist diese Lösung auch mit einer Raumentnahm­e­schnecke. Der Kessel selbst kann dann zum Beispiel im Neben­raum aufgestellt werden.


Variante 2:

„Konventionelle“ Grundrisse sehen oft mehrere kleine und voneinander getrennte Kel­lerräume vor. Ein Gewebesilo mit „Maulsystem“ lässt sich ideal in kleine Neben­räu­me integrieren. Der Maulwurf entnimmt die Pellets im Silo von oben. Ein Saugsystem för­dert diese zum Kessel. So­mit kann der Kel­ler optimal genutzt werden.


Kombinationskessel

Sehr beliebt sind Kessel, die mehrere Arten von Rohhstoffen verarbeiten können. Der „Futura BIO“ der Firma CHT beispielsweise ist ein Kessel für Biomasse – Hackgut, Hack­schnitzel, Pellets, Briketts – mit speziellem Bio­­­mas­sebrenner, automatischer Zündung und automatischer Pelletszufüh­rung.


Vorteile:

Die Flexibilität durch die Brenn­stoff­vielfalt kann bei den Kombi­kesseln den gerade günstigsten Markt­preisen für Holz oder Pellets et cetera angepasst werden. Die niedrigen Investitionskosten und das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen und die Förderung bis zu 2.000 Euro sind attraktiv.


Nachteile:

Die Abhängigkeit vom Holz- und Pelletspreis lassen eine langfristige Kalkula­tion nur schwer zu. Die hohen mechanischen Anfor­derungen der Anlage machen diese wartungs­anfällig. Eine trockene Lagerung muss immer gewährleistet sein.


Tipp:

Bei vorhandenem Keller und der Möglichkeit, günstig an Holz oder Pellets zu gelangen, ist ein Pel­letskessel eine echte Alternative. KfW- Kredit und bis zu 2.000 Euro Förderung durch das „Marktanreizungsprogramm erneuerbare Energien“ rechnen sich auf jeden Fall.



Solarthermie

Solarkollektoren dienen zur Umwandlung von Sonnenstrahlung in Wärme und deren Übertragung an ein Wärmeträgermedium (Wasser, Solarflüssigkeit, Luft). Anschließend kann die Sonnenwärme zum Beispiel zur Warm­wasserbereitung oder Heizungsunter­stütz­ung genutzt werden.

Ein Solarkollektor ergänzt das Heizungs­sys­tem, denn im Win­terhalbjahr kann der Kessel mit hohem Nut­zungsgrad betrieben werden. In der Übergangszeit und in den Sommer­mo­naten übernimmt die Solaranlage die Energie­bereit­stellung. Der Brenner kann in die­­sem Fall monatelang vollständig abgeschaltet bleiben. So wird die Zahl der Kalt­starts reduziert, was zu einer spürbaren Sen­kung von Brenn­stoffverbrauch und Schad­stoff­ausstoß führt.


Tipp:

Es sollte genau abgewogen werden, welche Kombination von Solarunter­stützung die ef­fektivere ist. Eine solare Heizungs­unter­stüt­zung kostet das Doppelte einer reinen so­laren Warm­wassererwär­mung. Wie ­viel Kol­lektor­fläche und wie viel Speicher­volu­men Ihr Haus­halt benötigt, um entsprechend Warm­wasser oder Heizenergie zu erzeugen, zeigt unten stehende Tabelle.


Das wichtigste ist das Zusam­men­spiel der einzelnen Heizungs­komponen­ten. Deshalb ist eine Solaranlage als Nach­rüst­­satz oft unrentabel. Ob sich die Energie­ein­sparung von ma­ximal 40 Prozent bei der Warmwasser­unter­stüt­zung wirklich lohnt, hängt von Ihrer vorhandenen Anlage und dem Zustand Ihres Hauses ab. Konkret kann Ihnen das nur ein Fach­mann vor Ort ausrechnen.


Die Wärmepumpe


Die Absatzzahlen sprechen für sich. 62.500 verkaufte Anlagen 2008 bedeuten einen An­stieg von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind in Deutschland rund 350.000 Wärmepumpen im Einsatz. Kein Wunder, schließlich schenkt man sich den Schorn­stein(feger), den Gas­anschluss, be­nö­tigt keine Extraräume und spart gegenüber Öl und Gas zwischen 40 und 60 Prozent.

Und so funktioniert sie: Die Wärmepumpe ent­zieht der Umgebung (Erdreich, Grund­wasser, Luft) Wärme und gibt diese auf einem höheren Temperatur­niveau wieder ab, sodass sie zur Wohnungs­heizung und Warm­­was­ser­­berei­tung genutzt werden kann. Die Arbeitsweise einer Wärme­pumpe entspricht prinzipiell der eines Kühl­schrankes.


Von der Wärme, die eine Erdreich-,­ Grund­was­ser- oder Luft­-Wär­me­­pumpe zum Heizen abgibt, stammen rund drei Viertel aus der Um­welt. Das restliche Viertel wird als elektrischer Strom für den Antrieb der Pumpe selbst verbraucht und im Verdichter in Wär­me umgewandelt.


Für diese Technik gibt es diverse Förder­pro­gramme. Wärmepumpen werden durch das Marktanreizprogramm zugunsten er­neuer­ba­rer Energien MAP in Abhängigkeit von der zu beheizenden Wohnfläche gefördert. Un­terschieden wird dabei noch zwischen Neu­bau und Modernisierung sowie zwischen Wärmepumpen, die das Erdreich als Wärme­quelle nutzen und Luft/Wasser-Wär­mepum­pen. Die Förderung liegt zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter Wohn­­fläche.



Sole/Wasser-Wärmepumpe

Die im Erdreich gespeicherte Sonnenenergie kann entweder über großflächig horizontal verlegte Erdkollektoren oder über Erdsonden – durch entsprechende Bohrungen senkrecht in eine Tiefe von bis zu 100 Metern eingebracht – nutzbar gemacht werden. Im Sommer können einige Wärmepumpen­sys­teme die Wärme über den Kreislauf nach außen führen und betätigen sich somit als „na­türliche“ Klima­anlage.


Vorteile:

Die klaren Pluspunkte liegen in der Unab­hängigkeit von Öl und Gas sowie den sehr geringen Betriebskosten für Heizung und Warmwasser. Durch die stetig wachsende Effektivität ist dies eine zukunftsweisende Technik, sowohl zur Nachrüstung als auch im Neubau. Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien wie Solar- oder Wind­energie steht die Umgebungswärme ganz­jährig und vor allem rund um die Uhr zur Ver­fü­gung.


Inzwischen existieren auch Systeme für die Modernisierung älterer Gebäude, denn Wär­mepumpen können Vorlauftem­peratu­ren bis 65 Grad erreichen. Deshalb ist nicht mehr zwangsläufig eine Fußboden­heizungen er­for­­derlich, sondern sind sie auch bei konventionellen Heizkörpern geeignet.


Nachteile:

Die Kosten für eine Bohrung können schnell 15.000 Euro betragen. Die Dimensionierung der Bohrung ist wichtig, da zu kleine Löcher Vereisung und damit Total­ausfall bedeuten können. Genehmi­gungen sind aufwendig und Steinboden oder Was­serschutz­zonen können eine Bohrung un­möglich machen.


Die Luft/Wasser-Wärmepumpe

Anstelle von Erdwärme wird die Energie der Luft entzogen. Das Prinzip ist ansonsten mit dem der Sole/Wasser-Wärme­pumpe iden­tisch. Abluft-Wärmepumpen­-Systeme verwerten die Raumwärme und können je nach Bedarf einen Großteil der Heizleistung ab­decken. In Ver­bindung mit einer Außen­luft­­-Wär­me­­pum­pe und entsprechenden Zusatz­kom­po­nenten verursachen neue 1 Liter-Ein­­fa­mi­lien­häuser bei 150 Quadrat­meter Grund­­­flä­che in­zwischen we­ni­­ger als 300 Euro Heiz- und Brauch­­was­­ser­kosten pro Jahr. Die „Nibe Split“ zum Beispiel ist auch für die Mo­­der­nisierung von Altbau­ten bes­tens geeignet, da sie den benötigten Energiebedarf ef­fizient abdecken und einfach mit vorhandenen Heizsystem kombiniert werden kann.



Mit 15.000 bis 20.000 Euro Inves­titions­kos­ten ist der Wechsel in die moderne Tech­nik möglich. Laut Jörg Schickedanz von NIBE nut­zen diese Systeme bis zu 65 Prozent kostenlose Umweltwärme. Folglich müssen lediglich 35 Prozent der Antriebsenergie für die Wärmepumpe zur Verfügung gestellt wer­den. Auch in Altbauten kann bei Um­stel­lung auf diese Technik deutlich gespart werden.


Vorteile:

Keine teure Bohrung ist der wichtigste Vor­zug gegenüber der Sole-Wär­me­pumpe. Arbeitsbereiche bis minus 25 Grad Außen­temperatur sind inzwischen ohne Zusatz­heizung möglich.


Nachteile:

Die Ästhetik eines Kastens im Garten ist An­sichtssache. Er lässt sich aber auch gut verste­cken lässt. Bei ungünstiger Aufstellung können Betriebs­geräusche stö­ren. Es müssen re­gelmäßig Filter gewechselt werden.


Tipp:

Nicht nur im Neubau, auch wenn Sie über eine Sanierung Ihrer Heizungsanlage nachdenken, ist eine Wärmepumpe eine gute Wahl, da sie an das vorhandene Heizsystem angeschlossen werden kann.

Ein Erdkollektor ist einer Tiefenbohrung vorzuziehen, da sich hier Kosten sparen lassen. Das hängt aber von der Beschaffen­heit des Bodens unter dem Grund­stück ab. Sole­-Wärme­pumpen sind wartungsarm, Luft­-Wär­­me­­­pumpen leich­­ter zu installieren.

Suchen Sie sich zur Gewähr­leis­tung Firmen aus, die Bohrung und Installation aus einer Hand anbieten. Verglei­chen Sie unbedingt die Leistungsfähigkeit und Preise der Geräte der An­bieter. Hier gibt es enorme Unterschiede. Fragen Sie in Ihrer Kommune nach Förder­mög­lichkeiten.



Fazit

Heizungssysteme sind so kompliziert wie ein Organismus. Die Beschaffenheit des Hauses, die vorhandenen technischen Vorausset­zungen und die finanziellen Möglichkeiten spielen eine große Rolle in der Wahl der Komponenten. Eine Fo­to­vol­taikanlage ist, entsprechende Liqui­dität und Besitz eines eigenen Dachs vorausgesetzt, eine lohnende Investition, denn bei guter Beratung sind 7 Prozent Rendite in den nächsten 20 Jahren drin. Die bietet Ihnen keine seriöse Bank.


Eine solare Unterstützung der Wasserer­wär­mung wird zwar gefördert, ob sich eine In­ves­tition von 4.000 bis 8.000 Euro gegenüber maximal 300 Euro jährlicher Einsparung lohnt, sollten Ihr Taschen­rech­ner und Ge­wis­sen entscheiden.

Holz ist noch billig. Verarbeiten Sie dieses gern selbst, um etwas Geld zu sparen? Dann ist ein Pellets- oder Holz­vergaser­kessel eine ökologische und preiswerte Lösung.


Die Zukunft aber, egal, ob Neubau oder Alt­bausa­nierung, gehört eindeutig den Wärme­pum­pen. Trotz positiver Leis­tungs­­zahlen ist die Ab­neigung vieler Firmen und vor allem der Gaserzeuger gegen sie weit verbreitet. Lobbyismus, Unwissen­heit? Neue Sys­teme brauchen Zeit, um angenommen zu werden. Strom wird zwar noch nicht ausreichend ökologisch erzeugt, aber er ist als Rohstoff unbegrenzt vorhanden. Öl und Gas sind es nicht. Trotz dieser Tatsache scheint ein Um­denken, ähnlich wie bei der Autoin­dus­trie, viel Zeit zu brauchen. Haben wir die an­­ge­sichts des kippen­­den Klimas und des globalen Wett­be­werbes eigentlich?


Apropos Auto. Mit­telklas­se­­wagen ab 30.000 Euro wurden in Deutsch­land über 300.000 Stück im letzten Jahr verkauft. Für dieses Geld können Sie Ihr Eigen­heim oder eine Altbauwohnung komplett auf ein sparsames Heizsystem mit kontrollierter Be- und Ent­lüf­tung um­­stel­len und bis zu 50 Pro­zent der jähr­lichen Heiz­kos­ten sparen. Mit zu­sätz­­li­chen 20.000 Euro Investition in eine Foto­vol­taikanlage sind Sie Ihr eigener Ener­gie­­er­zeuger. Und vielleicht gibt es ja eine Ab­wrack­­prämie vom Installateur Ihres Ver­trauens dazu.


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