So schmeckt Weihnachten!
Margit Schönberger, Autorin und Journalistin, vor allem aber Feinschmeckerin, über ihre kulinarischen...

Alte Tradition zeitgemäß in Szene setzen – mit diesem Motto hat sich Spitzenkoch Christian Mittermeier längst über das mittelalterliche Städtchen Rothenburg ob der Tauber hinaus einen Namen gemacht. Doch Hochmut liegt ihm nicht: „Kulinarischer Gemischtwarenladen“, nennt der Franke schlicht sein Refugium nur wenige Schritte außerhalb der Stadtmauer, in dem sich unter dem Namen „Mittermeier“ Gourmetrestaurant und Hotel, seit einem Jahr zudem die vom „Michelin“-Führer mit einem „Bib Gourmand“ bewertete Enoteka „Die blaue Sau“ und die eigene Kochschule „cookingsolutions“ befinden.
Egal, in welchen Raum der Blick schweift, die puristische Leichtigkeit, die Kritiker an seiner Kochkunst schätzen, spiegelt sich auch im Ambiente wider. Teils modern, teils mit Antiquitäten eingerichtet, mit viel Liebe zum Detail, wird schnell klar, warum hier Essen weit mehr ist als nur das Stillen von Hunger: „In meinem Beruf, dem Bewirten von Gästen, geht es darum schon längst nicht mehr. Gäste erwarten ein gelungenes Zusammenspiel von Küche, Service und Ambiente.
Trotz immer neuer beruflicher Pläne ist es dem Spitzenkoch wichtig, den Blick für neue Entwicklungen im Bereich Küchentechnik nicht zu verlieren. Den Multidampfgarer von AEG möchte Christian Mittermeier nicht missen, denn er hat längst den Alltagstest in der stets gut zu koordinierenden Küche seines 30-köpfigen Teams bestanden: „Aus der Kombination Backofen mit Dampffunktionen entstehen völlig neue Anwendungsfelder. Da wird auch der traditionelle Braten, an den sich heute viele Hobbyköche nicht mehr herantrauen, eine Leichtigkeit“, sagt Christian Mittermeier. Ebenso wie das Mehrgangmenü. Den Beweis liefert er sofort.
Während sich der Franke die Kochschürze überstreift, hat Azubi Mareike alle Zutaten bereitgelegt. Für den in Purple Curry marinierten Glattbutt auf Mango, den Schmorbraten und das abschließende Quark-Soufflé. „Der Dampf transportiert die Hitze intensiver und schonender, zugleich bleibt die Qualität der Lebensmittel erhalten und sie trocknen nicht aus“, erklärt Christian Mittermeier. „Vital“, „Intervall“ oder „Intervall-Plus“: Drei verschiedene Dampfgararten sichern punktgenaue Zubereitung nicht nur von Fisch und Fleisch, sondern auch von Obst und Gemüse, Soufflés oder Brot. Daneben kann das Multifunktionsgerät auch als komfortabler Backofen mit elf Beheizungsarten von „Multi-Heißluft“ über „Großflächengrill“ bis „Biogaren“ genutzt werden. Die Bedienblende spricht Klartext, alle Funktionen sind schnell verfügbar: „Das gibt gerade Hobbyköchen viel Sicherheit, den Abend ohne Pannen zu überstehen.“ Der Profi lacht.
Die Lust, Tradition, Fantasie und heimische Produkte miteinander zu verbinden und ungewöhnlichen Gewürzen in der regionalen Küche ein Spielfeld zu gewähren, bildete die Basis seiner Profession: „Es ist nicht die Aufgabe eines Kochs, Dinge nur um ihrer selbst willen zu bewahren“, erklärt er und fügt Zwiebeln, Sellerie, Möhren, Fenchel und Tomatenmark zum Fleisch hinzu, würzt mit schwarzem Pfeffer nach und zerreibt dann fast liebevoll Gewürze wie Vanille, Lorbeer, Zimt und Sternanis über dem Brasato, bevor er ihn mit Rotwein ablöscht. „Traditionen müssen immer wieder abgeklopft werden.“
Mittlerweile hat Mareike den AEG-Multidampfgarer vorbereitet: „Salz kommt erst nach der Hälfte der Garzeit hinzu, sonst zieht es den Geschmack aus dem Braten“, rät Christian Mittermeier, während er den Schmorbraten in den heißen Nebel schiebt und das „Intervall“-Programm wählt. Dabei wird zwischen Heißluft- und Dampfzufuhr gewechselt. Braten bleiben so innen saftig-zart, und haben trotzdem eine knusprig-krosse Kruste. Die besondere Eigenschaft von Dampf, viel Hitzeenergie zu speichern, macht die Dampfgarer aus dem Hause Electrolux zudem zu höchst energieeffizienten Küchenhilfen: 96 Grad heißer Dampf hat das sechsfache Hitzepotenzial von Luft der gleichen Temperatur. „Dadurch gelingen die Gerichte in kürzerer Zeit“, erklärt der Gourmetkoch ein weiteres Plus.
Während der Brasato gart, brät Christian Mittermeier Mango an, bestreicht den filettierten Glattbutt mit einer Marinade aus Limetten und purpurfarbenem Curry: „Im AEG-Gerät können mehrere Gerichte ohne jegliche Geschmacksübertragung gleichzeitig gegart werden. Das nimmt viel Stress.“ Kein Wunder also, dass das in großen Tassen langsam aufsteigende Quark-Soufflé dank des AEG-Multidampfgarers tadellos gelingt. Während Mareike serviert, startet Christian Mittermeier das Reinigungsprogramm des Dampfgarers und schaut zufrieden in den dichten Nebel, der sich im Edelstahl-Garraum ausbreitet. „Ein charmantes Gericht, wenn sich spontan Gäste ankündigen“, sagt er. Viel Zeit zum Sinnieren hat der Gourmetkoch aber nicht. Die ersten Restaurantbesucher warten bereits ungeduldig auf seinen persönlichen Handschlag.
In Purple Curry marinierter Glattbutt, gegrillte Mango und Szechuan-Pfeffer
Limonen-Marinade: 50 g Zitronengras, Meersalz, Saft und Abrieb von 1 Limone, 150 ml sehr gutes Olivenöl, Zitronengras grob hacken. Meersalz im Limonensaft auflösen. Alle Zutaten miteinander vermischen und etwas durchziehen lassen. Die Marinade durch ein feines Sieb passieren.
Glattbutt-Marinade: 400 g Glattbutt-Filet, 100 ml Olivenöl, 100 ml Limonen-Marinade, siehe oben, 15–20 g Purple Curry. Die Glattbutt-Filets in Stücke von 5 mal 5 Zentimeter schneiden, mit einem Drittel der Marinade ein Backblech einpinseln und den Fisch auflegen. Mit der übrigen Marinade und dem Purple Curry eine Paste herstellen und die Fischfilets damit bestreichen. Auf der Stufe „Viral“-Dampfgaren bei 100 °C für 10 Minuten fertig garen
Gegrillte Mango: 1 Mango, Szechuan-Pfeffer, 30 ml Olivennöl, ersatzweise Erdnussöl. Die Mango schälen und in Scheiben schneiden. Mango anbraten, kurz vor dem Umdrehen mit der Mühle etwas Szechuan-Pfeffer darüber mahlen, danach für 10 Minuten in der warmen Pfanne durchziehen lassen. Anschließend anrichten. Die Mango in die Tellermitte legen, das Fischfilet obenauf. Tipp: Wahlweise etwas Daikon-Kresse oder Raukensalat geben sowohl mit ihrer Farbe als auch mit ihrem frischen Geschmack einen interessanten Kick.
Fenchel-Karotten-Gemüse
Zutaten: 1 Knolle Fenchel, 2 mittelgroße Karotten, 3 Knoblauchzehen, 1 TL Meersalz, 5 EL sehr gutes Olivenöl. Das Gemüse kann nach Saison und Laune verändert werden. Die Zutaten sollten aber ungefähr dieselbe Garzeit haben. Das Gemüse waschen, bei Bedarf schälen oder entkernen, in fingergroße Stücke schneiden und auf ein Ofenblech legen. Knoblauchzehen schälen, halbieren, mit Salz und Öl mit dem Gemüse vermengen.
Zubereitung: Bei 180 °C und Stufe „Intervalldampf“ im Multidampfgarer fertigstellen, so bleiben Farbe und Geschmack perfekt erhalten. Auf vorgewärmten Tellern mittig anrichten.