Kaffee-Verwöhnaromen
Küchentisch statt Café: In Wintertagen ist es zu Hause besonders kuschelig. Und mit der richtigen Hightech schmeckt...

Kaum eine Gewohnheit teilen wir untereinander so sehr wie die des täglichen Kaffeegenusses. Für viele ist der Start in den Arbeitsalltag ohne ein Tässchen Schwarzen nicht denkbar. Dessen Zubereitung schicksalhaft über Genuss oder Reue entscheidet: Nichts ist schrecklicher als der übel riechende, über Stunden eingekochte Sud auf der Warmhalteplatte. Nichts ist so ein ein optischer Leckerbissen und Gaumenschmaus wie ein professionell zubereiteter, im Kaffeehaus leider oft überteuerter Latte Macchiato.
Nach den USA sind wir mit 700.000 Tonnen eingekauften Kaffee das zweitwichtigste Importland für den edlen Rohstoff. Über 800 nachgewiesene Aromen schlummern in einer einzigen Bohne – die sich aber erst durch die Röstung entfalten können. In Norddeutschland wird übrigens wesentlich mehr Kaffee getrunken als in südlichen Gefilden.
Genuss mit Folgen?
Wer in einer „Starbucks“-Filiale auf einen Nachmittagskaffee vorbeischaut, verlässt sie, kalorientechnisch gesehen, schnell mit einem zweiten Mittagessen. So schlagen 355 Milliliter Cappuccino mit 122 Kilokalorien zu Buche, 474 Milliliter Caffè Vanilla Frappuccino mit 310 Kilokalorien und 710 Milliliter Mint Chocolaty Chip Crème-Frappuccino mit Schokosahne steuern sogar 680 Kilokalorien bei – den Nährwert, den viele Betriebskantinen für eine warme Mahlzeit veranschlagen. So das Ergebnis einer Studie der Gesundheitsbehörden der Stadt New York unter 2.957 Kaffee-Käufern. Kommen dann noch Sirup oder Zucker zum Einsatz, sollte der Joggingtermin auf dem Fuße folgen.
Doch Verzicht macht auch keinen Spaß. Die Lösungen heißen Skinny Latte, Cappuccino light, Coffee to go mit weniger Koffein. Was in den USA seit einigen Jahren zum guten Ton gehört, kommt nun auch nach Deutschland. Vor allem Coffeeshops bieten immer mehr Light-Varianten von Latte Macchiato und Co. an: mit fettarmer Milch oder lieber gleich Soja für diejenigen, die allergisch auf Milchzucker oder Laktose reagieren. In der New Yorker Studie heißt es: Wer seine tägliche Energiezufuhr durch Kaffee von 2.000 auf 2.200 Kilokalorien erhöht, nimmt binnen eines Jahres etwa 9 Kilo Gewicht zu.
In Deutschland gibt es leider noch keine gesetzliche Pflicht zur Kennzeichnung der Kalorienhöhe, wie etwa die von Ernährungsexperten geforderte Ampel, die durch die Farben Rot, Gelb und Grün auf der Packung einen hohen, mittleren oder niedrigen Anteil an Zucker, Salz oder Fett signalisiert und so Dickmacher aufspürt.
Der Gesundbrunnen
Unzählige Studien befassen sich mit den gesundheitlichen Folgen von Kaffeegenuss. Einig ist man sich inzwischen darüber, dass bis zu 6 Tassen Kaffee pro Tag keine langfristigen negativen Auswirkungen verursachen. Die positiven Eigenschaften hingegen lesen sich wie der Beipackzettel einer Heilpflanze: Der Genuss von 2 bis 4 Tassen täglich pusht das Kurz- wie das Langzeitgedächtnis, Kaffeetrinker leiden weniger häufig an Diabetes Typ 2, Darmkrebs und Parkinson. Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren, die täglich bis zu 5 Tassen Kaffee trinken, haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer und Demenz zu erkranken.
Bei weiblichen Kaffeetrinkern wirkt sich das schwarze Gold positiv auf die Gebärmutter aus, das Gebärmutterkrebsrisiko sinkt. Allerdings sollten Schwangere in den ersten drei Monaten Kaffee meiden und es danach bei höchstens 2 Tassen pro Tag belassen, da sich das Koffein ungünstig auf das Geburtsgewicht des Kindes auswirken kann. Auch dem Mythos, Kaffee verursache Bluthochdruck, kann nun widersprochen werden: Es gibt keinen Zusammenhang, denn der Blutdruck steigt nur kurz nach dem Genuss von Kaffee an, keineswegs dauerhaft.
Eine aktuelle Studie der Universität Illinois hat den Einfluss von Koffein auf die Entstehung von Muskelschmerzen beim Sport untersucht. Ergebnis: Koffein kann einen schmerzlindernden Effekt haben. Eine Vielzahl von Studien zeigte bereits in der Vergangenheit, dass die physische Leistungsfähigkeit vor allem bei Ausdauersport durch Koffein gesteigert werden kann. Es stand bis 2004 sogar auf der Doping-Liste des Olympischen Komitees (IOC), wurde dann aber wieder von ihr gestrichen.
Röstgrad + Zubereitung = Geschmack
Entscheidend für die Wirkung des Koffeins und die Bekömmlichkeit des Kaffees sind die Sorten, der Röstgrad sowie die Dauer des Kontaktes mit dem Wasser. Als Faustregel gilt: Ein Filterkaffee besitzt einen höheren Koffeinanteil, aber auch mehr Bitter- und Gerbstoffe als ein Espresso. Vieltrinker mit Magenbeschwerden sollten deshalb auf eine Kaffee- oder Espressomaschine umsteigen, da hier das Wasser mit hohem Druck nur 20 bis 30 Sekunden durch das Pulver gepresst wird und so weniger Reizstoffe mit in die Tasse gelangen.
Den Geschmack entscheiden natürlich die Bohnensorte sowie die Röstzeit und die Temperatur. So kann dieselbe Bohne als starker Espresso oder auch als milder Caffè Crema in der Tasse enden.
Arabica versus Robusta
Es gibt viele verschiedene Kaffeearten, aber nur zwei von globaler Bedeutung: Die aus dem äthiopischen Raum stammende Coffea Arabica ist die wichtigste, ihr Anteil an der Weltproduktion beträgt etwa 60 Prozent. Arabica wächst auf 600 bis 1.800 Meter Seehöhe, der Koffeingehalt beträgt 0,9 bis 1,5 Prozent. Angebaut wird er in Mittelamerika, Südamerika, Äthiopien, Kenia und Uganda.
Die zweitwichtigste Art ist Coffea canephora mit der Sorte Robusta. Robusta wächst auf 200 bis 600 Meter Seehöhe, enthält 2 bis 3,5 Prozent Koffein und wächst in West- und Zentralafrika, Malaysia, Thailand und Vietnam. In Guatemala, Ecuador und Brasilien werden beide Sorten angebaut. Für den typischen Robusta-Geschmack sind ein höherer Säureanteil und verschiedene Bitterstoffe verantwortlich.
Die perfekte Tasse
1. Für einen klassischen Filterkaffee darf Wasser nie kochend aufgegossen werden. Sonst schmeckt der Kaffee angebrannt und wird ungesund, da sich hier cholesterinfördernde Stoffe bilden.
2. Die perfekte Temperatur für Espressomaschinen liegt bei 89 bis 92 Grad Celsius, für Filtermaschinen und Kaffeebereiter bei 90 bis 95 Grad.
3. Wenn Sie Kaffee lieben, sparen Sie nicht am Preis für die Bohnen, sondern testen Sie sich durch das riesige Sortiment. Probieren Sie auch kleine lokale Röstereien aus.
4. Kaffee selbst hat wenig Kalorien, erst Milch, Sirup oder Zucker lassen Hüftgold daraus werden.
5. Kaffee sollte möglichst pro Tasse frisch gemahlen werden, da bis zu 50 Prozent des Aromas innerhalb von 30 Minuten verfliegt.
Was alle Nichtkaffeetrinker überraschen und freuen dürfte: Allein schon der Duft von frischem Kaffee weckt die Lebensgeister, wenn auch nur kurzfristig.
Lassen Sie sich also verführen!
Kaffeelust im Quadrat
Mal läuft alles rund, mal hat das Leben Ecken und Kanten. Frauen lieben Facettenreichtum. Auch Senseo setzt auf Vielfalt und präsentiert ab sofort Kaffeegenuss im quadratischen Look. Charakteristisch für die neuen „Senseo Quadrante“ sind die rechtwinklige Form und die geraden, geometrischen Linien, also genau das, was Liebhaberinnen puristischen Designs mögen.
Trotz der eckigen Form: Das Aroma jeder einzelnen frisch gebrühten Tasse Senseo Kaffee bleibt rund. Dabei hat man die Wahl zwischen 15 Senseo Kaffeepad-Varianten: vom Klassiksortiment über aromatisierte Sorten und leckere Milchschaumkompositionen bis hin zu ausgewählten Kaffees aus 100 Prozent Arabica. Natürlich mit feiner Crema.