Eigene Ernte aufgetischt
Kürbis-Steckrüben-Curry mit Würzfladenbrot

Jeder Hobbygärtner schaut stolz zu, wie seine Pilze aus dem Boden schießen. Mit vorbereiteten Pilzkulturen aus dem Fachhandel oder aus Gartencentern kann auch ein Laie viele Arten selber anbauen. So etwa den Champignon und den Shiitake – beide gelten alt VIPs unter den Speisepilzen. Vom Champignon werden weltweit die größten Mengen verspeist. Kein Wunder, denn frische Champignons sind sehr aromatisch und versorgen mit wichtigen Vitaminen, wie zum Beispiel B1, B2 und D. Sie sind reich an Mineralstoffen – und enthalten kein Fett. Der Shiitake liegt weltweit auf Platz zwei der Beliebtheitsskala. Er ist nicht nur ein exzellenter Speise-, sondern auch ein Vitalpilz. Wegen seiner wertvollen Biovitalstoffe wird er in der Naturheilkunde sogar als Heilpilz verwendet.
Für jeden Geschmack gibt es Arten, die allerdings jeweils spezielle Anbaumethoden erfordern. Mit Waldgartenkulturen wachsen Pilze, wie zum Beispiel Kräuterseitlinge, gut im Gartenboden. Besonders einfach zu handhaben sind Fertigkulturen fürs Freiland oder fürs Haus. Im Freien fühlen sich Shiitake, Limonenpilz und Pioppino wohl, um nur einige zu nennen. Im Keller oder auf der Fensterbank gedeihen unter anderem Champignons und Spargelpilze. Das Beste an den Fertigkulturen fürs Haus: Sogar im Winter kann man frische Ernten genießen.
Etwas anspruchsvoller ist der Anbau von Speisepilzen auf Laubholz. Hierbei werden Holzstämme mit gekauften Pilzbruten beimpft und an einem geeigneten Platz gelagert. Anschließend ist etwas Geduld gefragt. Der Shiitake, die Kräuterseitlinge und Limonenpilze gedeihen gut auf Holz. Und belohnen diesen Vorzugsplatz mit hohen Erträgen. Die Ernte kann bis zu fünf Kilo betragen, im Idealfall wachsen sechs Jahre lang immer wieder Pilze nach. Übrigens: Frisch geerntete Kulturpilze können bedenkenlos eingefroren werden. Roh gefrostet, sind sie monatelang haltbar.
Der Shiitake stärkt die menschlichen Abwehrkräfte.
Der Shiitake wird in aller Welt als Speisepilz geschätzt. Ursprünglich stammt er aus Asien und ist aus der dortigen Küche nicht wegzudenken. Auch in Deutschland erfreut er sich wegen seines exzellenten Geschmacks zunehmender Beliebtheit. Zu selten wissen die Gourmets allerdings, dass er auch voller Gesundheit steckt: Er enthält essenzielle Aminosäuren und wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Zink. Der Shiitake ist reich an Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie dem Provitamin D. Zu seinen wertvollen Inhaltsstoffen gehört das Eritadenin, dem eine natürliche Regulation des Cholesterinspiegels zugeschrieben wird.
Das Schöne am eigenen Anbau: Der Erfolg ist vorprogrammiert. Für den einfachen Anbau gibt es Shiitake-Fertigkulturen fürs Freiland und fürs Haus. Eine andere Variante ist, ihn mit einer entsprechenden Pilzbrut aus dem Fachhandel auf Laubholz zu kultivieren. Die Ernte im Freien zieht sich von April bis Dezember hin. Besonders gut als Unterlage eignet sich Eiche, aber auch Rotbuche, Birke und Erle mögen diese robusten Pilze.
Schon die alten Römer kultivierten den Pioppino
Die Italiener lieben ihn und auch in Deutschland erobert er gerade die Feinschmeckerherzen: der Pioppino. Dieser hübsche Speisepilz hat ein kräftiges Waldaroma. Im Geschmack ähnelt er dem Steinpilz. Da er in südlichen Gefilden beheimatet ist, liebt er die Wärme: Am wohlsten fühlt er sich bei Temperaturen von 20 bis 30 Grad. An einem warmen Plätzchen und bei hoher Luftfeuchtigkeit sprießen schon nach wenigen Tagen die ersten Pilze. Anschließend wachsen bis zu vier Monaten in Schüben immer wieder neue nach. Im Haus oder im warmen Gewächshaus können die Pioppino-Fertigkulturen zu jeder Jahreszeit angelegt werden. Bei sommerlichen Temperaturen gedeiht der Pioppino auch im Garten.
Geschmacklich ähnelt der Kräuterseitling dem Steinpilz.
Kräuterseitlinge erkennt man an ihrem feinen Waldpilzaroma. Sie bleiben auch beim Garen bissfest und können ohne Putzen in der Küche verwertet werden. Diese Pilze sind leicht bekömmlich und reich an Mineralstoffen. Erntezeit ist im Freien mit Fertigkulturen im Frühjahr sowie im Herbst bis Ende Oktober. Kräuterseitlinge können in Waldgartenkultur, auf Holzstämmen im Freien, auf Strohballen oder auf Fertigsubstrat im Haus angebaut werden.