Erdiger Abgang - Die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt des Weins

Eine Schatzkammer: Keller 2 im Weingut der Stiftung Bürgerspital, Würzburg

Es ist nicht zwingend erforderlich, aber auch nicht von Schaden, einige Grundbegriffe der Weinwelt parat zu haben. Hier unser kleines Brevier – Prosit!

ABGANG: Der Geschmack, der nach dem Schlucken des Weins im Mund zurückbleibt.


ADSTRINGIEREND: Bezeichnet die Härte eines Weins. Sie wird von Tanninen (Gerbstoffen) aus der Traube oder dem Eichenfass verursacht.


AUSBAU: Beschreibt den gesamten Prozess der Reifung eines Weins – von seiner Gärung bis zur Flaschenabfüllung.


BALANCE: Hat ein Wein, wenn alle Bestandteile wie Säure, Gerbstoffe (Tannine), Alkohol, Frucht und – sofern vorhanden – Eiche im harmonischen Verhältnis stehen.


BLUMIG: Ist ein Ausdruck besonders für Weißweine mit blütenähnlichen Aromen.


BUKETT: Benennt den Gesamtduft eines Weins. Er entsteht nach gewisser Zeit in der Flasche. Demgegenüber beziehen sich Aromen auf den Duft eines jungen Weins.


EDELFÄULE: Deutsche Bezeichnung für Botrytis cinerea, einen Pilz, der reife Trauben befällt und sie bei günstiger Witterung austrocknet, so dass der Saft in den Weinbeeren intensiv süß und konzentriert ist. Sie breitet sich nicht gleichmäßig im Weinberg oder der Traube aus deshalb muss von Hand verlesen werden. Ergebnis sind große Dessertweine wie Sauternes, Riesling, Trockenbeerenauslesen und Tokajer.


ERDIG: Begriff der Weinansprache, der sich auf den vom Weinbergsboden geprägten Geschmack bezieht.


FASSGÄRUNG: Einige Weiße, namentlich Chardonnay, werden in kleinen Fässern vergoren. Die Winzer meinen, so eine bessere Balance zwischen Eiche und Wein zu erzielen und das Gefühl am Gaumen zu verbessern.



GEWÜRZTRAMINER: Weiße Rebsorte, die vielerorts gedeiht, am besten in kühleren Zonen. Die schönsten Resultate bringt sie im Elsass, wo würzige, trockene Weine mit Fülle und Delikatesse aus ihr entstehen.


KÖRPER: Bezieht sich in der Weinansprache auf Gewicht und Struktur eines Weins.


NASE: Ausdruck für Aroma und Geruch eines Weins.


QbA: Steht für „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“ und bezeichnet einen Qualitätswein aus einem der 13 deutschen Weinbaugebiete.


QmP: Abkürzung für „Qualitätswein mit Prädikat“. Eine Stufe über dem QbA und damit Hinweis auf gehobenen Qualitätswein.


SCHEUREBE: Kreuzung aus den weißen Rebsorten Riesling und Silvaner, die verbreitet in der Pfalz und Rheinhessen sowie in Österreich angebaut wird. Die Weine sind angenehm süß oder pikant trocken.


TANNIN: Eine Substanz, die in den Schalen, Stielen und Kernen der Beere und in unbenutzten Eichenfässern vorkommt. Die Gerbstoffe geben vor allem Rotwein Struktur und Balance. Zu viel und zu hartes Tannin mindert den Genuss.


TERROIR: Aus dem Französischen stammender Ausdruck für alle Aspekte einer Weinlage: Boden, Sonneneinstrahlung, Wind, Mikroklima und andere Naturelemente.


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