Legen, hängen, einfrieren - Kräuter richtig aufbewahren
Kräuter des Sommers sind eine schöne und nützliche Erinnerung an die vergangene Gartensaison.

Angefangen hat das zweite Berufsleben von Martina Kabitzsch mit einem Kochbuch, das sie von ihrer Großmutter erbte. Darin fand sie Rezepte für Blüten- und Kräuterliköre, die sie alsbald selbst ansetzte. Was im Bekanntenkreis helle Begeisterung auslöste. Die Ratafias, in denen sie das wundervolle Aroma von Holunder-, Lavendel- oder Orangenblüten einfängt, gehören heute zum festen Sortiment ihrer Manufaktur von Blythen. In einem stillgelegten Postamt aus der Gründerzeit im Berliner Vorort Schöneiche stellt die ehemalige Kinderkrankenschwester und Mutter zweier Mädchen inzwischen in sorgfältiger Handarbeit allerlei Erlesenes zum Essen, Trinken, Wohlfühlen aus Blumen und Kräutern her.
Was sie an Blüten so fasziniert? „Sie sprechen alle unsere Sinne an.“ Es ist die Kombination aus Schönheit, Duft, Geschmack und die heilende Wirkung vieler in den Blüten enthaltener ätherischer Öle, die sie begeistert. Mit dem Duft und dem Aroma von Rosen, Lavendel oder Veilchen parfürmiert und würzt sie deshalb nicht nur Gelees, Konfitüren, Zucker, Pfeffer und Tees, sondern auch Tinten, Briefpapier und feine Badeöle.
Die Inspiration für die Produkte kommt ihr häufig beim Studium alter Quellen. Schon der Name ihrer Firma steht für ihre Traditionsverbundenheit. So ist „Blythen“ lediglich das mittelalterliche Wort für Blüten. „Vor 400 Jahren hatte die Blütenküche ihre Hochzeit, vieles von dem alten Wissen über die Verwendung von Blüten ist seither leider in Vergessenheit geraten“, sagt sie. Mit ihrer Arbeit holt sie den versunkenen Schatz in die Gegenwart zurück.