Leisetreter
Umweltsünder und Energiefresser? Die neue Küchengeräte-Generation spart ökologisch vorbildlich Strom und Wasser. Und sie ist...
Interview mit Erich Rosenkranz, Geschäftsführer Roto Sunroof GmbH & Co. KG









Herr Rosenkranz, man hört, Sie kennen kein Pardon in Sachen Produktqualität. Der Preis von Besserem: Es ist fast immer teurer. Geht das gut in diesen geldknauserigen Zeiten?
Erich Rosenkranz: Wir haben zweistellige Zuwachsraten. Gerade weil die Kunden sehr auf ihr Geld achten. „Ich habe nicht genug Geld, um mir schlechte Dinge leisten zu können!”, ist eine alte, aber sehr aktuelle Warnung vor den Folgen von Billigkäufen.
Sie haben doch aber seit jeher an der technisch anspruchsvolleren Solarindachversion gearbeitet.
Erich Rosenkranz: Ein guter Ingenieur findet keine Ruhe, wenn er weiß, dass die Vorteile seines Produkts den Preis vieler Nachteile haben. Deshalb haben wir uns 1999 gleich für das dachintegrierte Solarsystem entschieden – und gegen die Aufdachmontage, bei der die Kollektoren und Module mit Montageschienen als die scheinbar einfachere Lösung über die vorhandene Dacheindeckung installiert werden.
Was meinen Sie mit scheinbar?
Erich Rosenkranz: Die Zahl der Reklamationen und Ausfälle solcher Aufdachsysteme nimmt schon seit einiger Zeit erheblich schneller zu als die Anzahl der neu installierten Solarkollektoren. Unsachgemäße Montage führt zur Verletzung der Dachabdichtung darunter, Wasser dringt ins Dach ein, zunächst unbemerkt, aber dann mit verheerenden Folgen. Untersuchungen des TÜV haben aber auch Systemschwächen ans Licht gebracht: Im Gegensatz zu unserer dachintegrierten Lösung greift bei der Aufdachmontage der Wind unter die Funktionselemente und erzeugt große Sogwirkungen, denen die Befestigungen nicht immer standhalten. Es hat sich auch herausgestellt, dass Ziegel, die unter der Solaranlage liegen, schneller altern und unbemerkt reißen können. Folge: eine aufwendige Demontage der gesamten Dachanlage. Und damit die unangenehmste Situation für Hausbesitzer:?Totalausfall der Anlage, hohe Zusatzkosten – während der Kredit für die Solartechnik weiterläuft …
Ihr „Sunroof-System” hat diese Probleme nicht?
Erich Rosenkranz: Nein. Wie denn? Unsere Solarpaneele können die Dacheindeckung nicht beschädigen, weil sie diese ersetzen. Bei nur 85 Millimeter Aufbauhöhe hat der Wind keine Angriffsfläche, Kabel und Rohre sind unter reversiblen Abdeckblechen verlegt und nicht nur vor Witterungseinflüssen geschützt, sondern auch vor Tierfraß, zum Beispiel durch Marder. Wer wie wir antritt, das konventionelle Schutzdach durch ein Energie lieferndes Nutzdach zu ersetzen, muss seinen Kunden eine für viele Jahre, sogar für Jahrzehnte, sichere und verlässliche Lösung bieten.
Sie geben doch aber keine Garantie für 20 Jahre?
Erich Rosenkranz: Für die Fotovoltaik-Module garantiert Roto sogar schriftlich 25 Jahre lang 80 Prozent der Mindestnennleistung.
Was macht Sie denn so sicher, dass auch Ihre Zulieferer und Kooperationspartner solche Lebenslang-Garantien rechtfertigen?
Erich Rosenkranz: Bei Roto wird „MADE IN GERMANY” immer noch und ganz bewusst großgeschrieben. Dass wir heute mit innovativen Indach-Systemen Marktführer sind, nicht obwohl, sondern weil zu 90 Prozent deutsche Produktion darinsteckt, gefällt mir immer wieder.
Ein Großteil des Roto-Vormarsches dürfte auch darin begründet sein, dass Sie nicht Einzelprodukte, sondern die Lösung des Gesamtproblems Dach mit Zukunft bieten.
Erich Rosenkranz: Roto hat den großen Vorteil jahrzehntelanger Erfahrung – was Kompetenz auf dem Dach betrifft, macht uns keiner was vor. Gerade weil wir aber die besonderen Sensibilitäten und Anforderungen von verlässlichen, absolut dichten und sauber gedämmten Dachaufbauten aus eigener Erfahrung so genau kennen, kommt für uns etwas anderes als ein integriertes Indach-Qualitätssystem nicht infrage. Aus der Überzeugung heraus, dass man den Dingen auch ihre besondere Güte ansehen sollte, beschäftigen wir uns auch immer mehr mit Dachdesign – einer optisch attraktiven einheitlichen Lösung.
Das Anthrazit und Schwarz der Solarzellen ist eh nicht zu übersehen …
Erich Rosenkranz: Was man sowieso nicht verstecken kann, muss sich also sehen lassen können – genau darum geht es. Dass nicht nur die technische Abstimmung zwischen Fotovoltaik, Solarthermie und dem Equipment im Haus wie Speicher und Steuerung stimmt, sondern Solarmodule und unsere neue Dachfenstergeneration ästhetisch in einem ansprechenden Design integriert sind.
Der anhaltende Trend zum Ausbau heller Wohnräume unter deutschen Spitzdächern dürfte Ihnen da sehr gelegen kommen: mehr Dachfenster, schönere, größere …
Erich Rosenkranz: Vor allem aber bessere, integrierte und energieeffiziente Fenstersysteme. Als wir im Januar 2009 das „Roto Designo R8 NE” präsentierten, horchte der Markt auf: ein Wohndachfenster mit einem Wärmedämmwert Uw von insgesamt gerade mal 0,84 W/m2K! Die Glasflächen kommen mit Dreifach-Isolierglas sogar auf nur 0,5. Das ist, nebenbei bemerkt, die gesuchte neue energetische Dachfensterqualität für die angesagte Effizienzhaus 55-Klasse. Roto gibt auf diese Fenster 15 Jahre Garantie gegen Glasbruch durch Hagel und gegen Bruch der Beschläge und Rahmen.
Aber nur, wenn sie von einem Dachhandwerker, wie zum Beispiel einem Ihrer RotoProfipartner, nach den entsprechenden Fachregeln eingebaut wurden
Erich Rosenkranz: Produkt- und Einbaugarantie sind zwei verschiedene Seiten der Ver-lässlichkeitsmedaille. Mit der Einführung der Roto-Profi-Liga vor einigen Jahren wollten wir sicherstellen, dass hochwertige Produkte unserer Dachsysteme auch tatsächlich von erfahrenen und speziell von uns geschulten Meisterbetrieben eingebaut werden. Wenn im Fall des Falles der Dachdecker den Mangel dem Lieferanten zuschiebt, der prompt die Retourkutsche fährt, und der Hausbesitzer dabei die ganze Zeit im Regen steht, hat das wenig mit Respekt vor dem Kunden zu tun. Deshalb gibt es die Roto-Profi-Liga. Zu der übrigens bundesweit inzwischen mehr als 1.980 Meisterbetriebe gehören. Da auf deren Arbeit genauso Verlass ist wie auf unsere, haben wir mit solchen langfristigen Zusatzgarantien kein Problem.
Das Gespräch führte Peter Neumann
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