Grün ist Gold
Das Stichwort „Nachhaltigkeit” fehlt heute in keiner Rede. Prof. Michael Braungart ist darüber nicht glücklich. Es ist ihm...
Wer beim Stichwort „mundgeblasenes Glas”’ verstaubte, kitschige und mithin entbehrliche Accessoires vor seinem geistigen Auge hat, darf sich auf angenehme und nachhaltige Überraschungen gefasst machen. Nicht zuletzt für die eigenen vier Wände.

Eine Terrassentür mit Danziger-Glas, gleichfalls mundgeblasen. Diese Sonderform des „LambertsGlas®” besitzt eine ausgeprägte Winden- und Schlierenstruktur und sorgt so für viel Bewegung in der Scheibe.
Gerhard Richter hat damit im Kölner Dom, Neo Rauch im Dom zu Naumburg gearbeitet. Es findet sich im Indianapolis Airport (USA), im wichtigsten U-Bahnhof von Kaohsiung (Taiwan), auf den Flughäfen von Hongkong (China) und Baltimore/Washington D.C., in der wieder errichteten Dresdner Frauenkirche – und vermehrt in privaten Häusern. Egal, in welcher Verarbeitungstechnik und -form, mundgeblasenes Flachglas aus der Glashütte Lamberts im nordbayerischen Waldsassen erfreut sich glänzender Referenzen. Mit seiner Eintragung als „LambertsGlas®” wurde die Wertigkeit der handwerklich gefertigten Glastafeln unlängst auch patentrechtlich unterstrichen.
Der Weltmarktführer, inzwischen 75 Jahre im Geschäft, fertigt alle denkbaren Glasarten – von Echtantikglas über Streaky- und Überfangglas, Crackled- und Danziger-Glas, echte Butzen und Mondscheiben bis zu Restaurationsglas – in mehr als 5.000 Varianten und Farbgebungen. Eine der Neuerungen, die vom nachhaltigen Umgang mit dem 7.000 Jahre alten Naturwerkstoff Glas sowie von der Flexibilität beim Eingehen auf Kundenwünsche zeugt, ist die einbaufertige Maßarbeit von mundgeblasenem Isolierglas in Fenstern.
Die handwerkliche Fertigung entspricht historischen Originalen und erfüllt zugleich die Anforderungen von Denkmalschutz und zeitgemäßem Wohnen mit seiner Erwartung an Energieeffizienz. Mit einer Gesamtstärke ab 12 Millimeter und einem Scheibenzwischenraum von 4 Millimetern passen die Isoliergläser selbst in schmale Profile vorhandener historischer Rahmen beziehungsweise authentischer Nachbauten. Auch die oft schwer zu erfüllende Denkmalschutzvorgabe zur optischen Erhaltung originaler Vorbilder lässt sich so lösen.

Detail eines Überfangglases. Dabei wird farbiges Glas in einer oder mehreren Schichten auf klares oder durchgefärbtes Trägerglas aufgebracht.
Wie vielfältig mundgeblasenes Flachglas das eigene Heim verschönern kann, zeigte kürzlich eine Ausstellung in Berlin, die Lamberts mit Glaskünstlern und -handwerkern ausrichtete. Die Bandbreite der Objekte reichte von der klassischen Türfüllung über Paravents, individuelle Garderobenlösungen und Badaccessoires bis hin zur gläsernen Heizkörperverkleidung.
www.lamberts.de
• Künstlerische Glasobjeke aus mundgeblasenem „LambertsGlas®” als Wohnaccessoires stehen am Anfang einer erfolgversprechenden Entwicklung.
• Die Verwendung von mundgeblasenen farbigen Gläsern hat bei Hausbesitzern in der klassischen Anwendung Tradition. Für mundgeblasenes Fensterglas sehe ich besonderes Potenzial, da wir es jetzt auch als Isolierglas anbieten können. Zwei Aspekte sprechen dafür: Die Durchsicht von innen nach außen bekommt durch die Bewegung des Glases neuen Charme, ebenso die Sicht von außen. Die Fenster sind nicht mehr leblos – sie „lächeln”.
• In der Regel wird farbiges „LambertsGlas®” auf maschinell gefertigtes Trägerglas geklebt. Der Preis für 1 Kubikmeter mundgeblasenes Glas liegt bei 110 bis 250 Euro.
• Dazu kommen Kosten für die Arbeit des Glasstudios, Trägerglas, Kleber, sonstiges Material. Eine Standard-Duschabtrennung mit aufgeklebter Tafel von 60 mal 90 Zentimetern kann für etwa 1.000 Euro realisiert werden.
• „LambertsGlas®” wird für hochwertige Verglasungen gefertigt (Fensterglas für Restaurierung und Denkmalschutz öffentlich und privat). Abnehmer sind Glasstudios, Künstler, Architekten. Über 70 Prozent davon gehen in den Export.
ron
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