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Die erlauchte Traube

Jetzt ist Riesling-Zeit. Was Christoph Graf vom Weingut Reichsrat von Buhl in Hochstim­mung versetzt. Denn 2007 verzauberten ein milder Sommer und traumhafte Herbst­tage schon die „einfacheren“ Rieslinge in besondere Tropfen.

Von der „soliden Basis“ über „zarte Finesse“ ist die Rede. Die „vielfältige Frucht“ und „komplexe Eleganz“ wird gelobt. Man bejubelt den „barocken Monument“ und die „edle Süße“. Die Typologie, mit der Riesling-Weine beschrieben werden, überschlägt sich in seinem Vokabular.

Für die Riesling-Lage Forster Ungeheuer, eine der Renommierparzellen der Pfalz, geriet schon Reichskanzler Otto von Bismarck ins Schwärmen: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ganz ungeheuer.“ Das Weingut Reichsrat von Buhl besitzt Weinstöcke in dieser ungeheuren Lage, aber nicht nur das. Auch die Sahnestückchen der „Weinpfalz“ gehören diesem renommierten Weingut, sodass es in Spitzenjahrgängen gleich sieben Große Gewächse auf den Markt bringt. Diese Großen Gewächse sind eine Klassifizierung des Vereins der deutschen Prädikatsweingüter, kurz VdP, dessen Mitglieder sich für die Qualitätssicherung des deutschen Weines engagieren.

Reichsrat von Buhl ist der Inbegriff für Spitzen-Riesling, obwohl auch Weißburgunder, Spätburgunder und Scheureben mit dem historischen Etikett des Künstlers Frank von Stuck den Weinkeller verlassen. Das Weingut liegt idyllisch inmitten von Deidesheim, dem Epizentrum des Anbaugebietes. Die ausladenden Gebäude des Gehöfts wurden zum Teil vor über 1.000 Jahren errichtet und beherbergen auch heute noch in den Kellergewölben die traubigen Schätze, die inzwischen in hochmodernen Gärtanks und Holzfässern heranreifen.

Zwar schleicht kein Reichsrat junior mehr durch die Weinkeller der Urväter, sondern seit 2004 die Niederberger Gruppe. Deren Mannschaft um die Gesellschafter Christoph Graf und Stefan Weber sind jedenfalls nicht minder weinverliebt als die Familie Buhl. Und so versetzt Verkaufsleiter Christoph Graf der Spätsommer in Hochstimmung. Denn im Jahr 2007 bestechen schon die „einfacheren“ Rieslinge aus den Lagen Herrgottsacker und Leinhöhle mit kristallener Klarheit und lagenspezifischen Aromen. Von vegetabilen grünen fragilen Aromen bis zur pfälzisch-fruchtigen Üppigkeit. Christoph Graf spricht von einem Weinjahr der Superlative: „Frühe Blüte, moderater Sommer und traumhafter Herbst haben die Weine zur optimalen physiologischen Reife gedeihen lassen.“ 2007 sollte in der Pfalz lagerfähig und noch in der Flasche für Überraschungen gut sein.

Weingut Reichsrat von Buh GmbH. Weinstraße 16–24, 67146 Deidesheim

www.reichsrat-von-buhl.de

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