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Die Chemie muss stimmen

Mit einem Wisch ist alles weg! Absprühen und fertig! Ruckzuck sauber! Um möglichst wenig zu putzen, legen sich die meisten eine richtige Gift-Küche zu Hau­se zu. Doch scharfe Reinigunsmittel, die Bürs­­te und Schrubber ersetzen sollen, sind absolute Umweltburner. Reinigungs- und Wasch­mit­tel belasten die Natur, denn mit dem

Abwasser gelangen sie über die Abläufe von Kläranlagen in die Gewässer. Nahezu alle diese Mittel der Kategorie „schnell und sauber“ enthalten Tenside, die für Wasserorganismen giftig sein können und vom Umweltbundesamt als „wassergefährdend” eingestuft sind. Manche anderen Bestandteile, wie Farb- oder Duftstoffe, sind bisher noch nicht ausreichend auf Unbedenklichkeit untersucht worden. Bei Waschmitteln gibt es Produkte, die mit dem europäischen Umweltzeichen „Euroblume“ gekennzeichnet sind. Mechanische Rohrreiniger mit dem „Blauen Engel“ sind eine Alternative zu ätzenden chemischen Rohrreinigungsmitteln.

Auch das hilft, die Umwelt und seine eigenen vier Wände zu schonen:

Starken Verschmutzungen lässt sich durch regelmäßiges Reinigen mit Besen, Staubsauger, klarem Wasser, Lappen, Bürste und Scheuermittel vorbeugen.

Kalkflecken wird man los, indem man auf das alte Hausmittel Essig zurückgreift. Auch Zitronensäure ist schonender als ätzende Haushaltsmittel.

Verwenden Sie Dosierhilfen und Nachfüllpackungen, denn ein sparsamer Umgang mit Wasch- und Reinigungsmitteln entlastet die Umwelt.

Kompakte Color- und Vollwaschmittel enthalten weniger Füllmittel als sogenannte Jumbos. Dadurch reduziert sich sowohl der Verpackungsaufwand als auch die Menge des benötigten Waschmittels. Das belastet das Abwasser weniger.

Lassen Sie die Waschmaschine und den Geschirrspüler möglichst nur bei voller Beladung laufen. So werden weder Waschmittel noch Wasser verschwendet.

Prüfen Sie die notwendige Wassertemperatur. Weiße und bunte Wäsche wird bereits bei 60 Grad Celsius sauber. Kochwäsche ist eigentlich nur bei ansteckenden Krankheiten notwendig.

Antibakterielle Reinigungsmittel im Haushalt sind überflüssig. Zur Vermeidung von Durchfallerkrankungen oder Lebensmittelvergiftungen gilt vielmehr: Händewaschen nach jedem Toilettenbesuch. Arbeitsflächen, auf denen Lebensmittel zubereitet werden, sollten Sie immer gründlich reinigen.

Unsichtbare Täter

Keiner sieht ihn, aber alle wissen, dass es ihn gibt: Elektrosmog. Der Begriff wurde in den 80ern von den Massenmedien geprägt und meint alle niederfrequentigen elektrischen und magnetischen Felder, die von Haushalts­ge­rä­ten, Telefonanlagen und anderen drahtlosen Informationsüberträgern ausgehen. Die an­ge­nommenen Auswirkungen vor allem von Bluetooth, WLAN und schnurlosen Ver­bin­dungen auf die Gesundheit reichen von Rei­zungen der Sinnes- und Nervenzellen über Beeinträchtigung des Immunsystems bis hin zu Krebs. Wahrhaftigen Schutz vor möglichen schädigenden Wirkungen bietet eigentlich nur das Ausschalten. In der Realität lässt sich das je­doch eher nicht umsetzen. Die Empfeh­lun­gen des Bundesumweltamtes:

Elektroinstallationen gut isoliert unter Putz verlegen

Kinder sollten nicht in der Nähe der Mi­krowelle stehen, wenn darin Essen aufgewärmt wird.

Geräte abschalten , statt sie im Stand-by-Modus zu belassen

Keine Elektrogeräte , insbesondere keine Telefone im Schlafbereich

Den zentralen Zugangspunkt für drahtlose Computernetzwerke außer Reichweite des Bildschirm-Arbeitsplatzes installieren

Im Haus übers Festnetz und nicht vom Handy aus telefonieren.

Möglichst kein Headset beim Telefonieren benutzen.

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