Die neuen Öko-Standards
Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) tritt 2009 in Kraft. Bauherren und Hausbesitzer sollten Erneuerbare...
Ökologisches Bauen fördert die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW Förderbank mit attraktiven Krediten. Für besonders vorbildliche Maßnahmen gibt es Geld sogar geschenkt.
CO2-Gebäudesanierungsprogramm
Es ist für alle gedacht, die ihren Altbau so umbauen, dass fürs Heizen nur noch wenig Energie benötigt wird. Gefördert wird jeder, der in selbst genutzte oder vermietete Wohnobjekte investiert – zum Beispiel in die Wärmedämmung des Daches, der Außenwände, der Kellerdecke, in die Erneuerung der Fenster oder den Austausch der Heizung. Die KfW hat fünf Maßnahmepakete geschnürt, von denen eines durchzuführen ist, um billiges Baugeld zu bekommen.
So fördert das Maßnahmepaket 1 den Austausch der Heizung sowie die Wärmedämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke und der Außenwände. Im Maßnahmepaket 3 ist dagegen der Austausch der Heizung und der Fenster vorgeschrieben sowie die Wärmedämmung der Außenwände. Pro Wohneinheit vergibt die KfW dafür maximal einen Kredit von 50.000 Euro zu besonders günstigen Zinsen.
Wer das energetische Niveau eines Neubaus um 30 Prozent unterschreitet, erhält einen Tilgungszuschuss von 6.250 Euro pro Wohneinheit. Höchstens 2.500 Euro gibt es pro Wohneinheit, wenn das Neubau-Niveau erreicht wird. Die KfW-Kredite müssen über die eigene Hausbank beantragt werden. Gut zu wissen: Ein Kredit im Rahmen dieses Programmes ist kombinierbar mit den anderen KfW-Programmen.
Wer keinen Kredit für Energiesparmaßnahmen aufnehmen möchte, kann sich direkt bei der KfW einen Zuschuss besorgen: 8.750 Euro pro Wohneinheit gibt es, wenn nach der Sanierung des Altbaus der Energieverbrauch eines Neubaus um 30 Prozent unterschritten wird. Bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit erhält, wer das Neubau-Niveau erreicht. 2.500 Euro, wenn die Energieverluste zwar immer noch zu hoch liegen, aber dennoch Maßnahmen realisiert wurden, die zu einer erheblichen Energieeinsparung führen. Welche Werte durch die geplante Sanierung erreicht werden, muss im Zuge des Antrages für den Kredit oder für den Zuschuss von einem Fachmann – einem Architekten oder Energieberater – nachgewiesen werden. Eine Liste von antragsberechtigten Energieberatern, geordnet nach Postleitzahlen, halten zum Beispiel das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Verbraucherzentralen bereit. Im Rahmen des Programms „Energiesparen vor Ort“ können Haus- und Wohnungseigentümer auch einen Zuschuss zu den Kosten einer fachkundigen Beratung bei der BAFA beantragen.
Wohnraummodernisierung
Das Programm „Wohnraum modernisieren" unterstützt Bauherren mit maximal 100.000 Euro Kredit, die Haus oder Wohnung sanieren oder modernisieren möchten. Mit der Variante „Standard“ wird alles gefördert, was den Gebrauchswert steigert: wenn etwa der Wohnungszuschnitt geändert oder das Bad erneuert werden soll. Aber auch die Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse wird unterstützt: Balkone oder Loggien anbauen, Aufzüge nachrüsten, bauliche Mängel beheben, Fußböden reparieren, Fenster austauschen, alten-, behindertengerechtes, barrierefreies Wohnen ermöglichen, neue Zentralheizungsanlagen auf Basis von Gas- oder Öl-Brennwertkesseln installieren und noch einiges mehr.
Energiesparmaßnahmen aus der Programmvariante „Öko Plus“ werden bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit mit einem besonders niedrigen Zinssatz gefördert. Damit können die Wärmedämmung, Solaranlagen, Holzpelletsheizungen oder Erdwärmepumpen finanziert werden – unter der Bedingung, dass die Anlagen von Fachunternehmen eingebaut werden und den technischen Mindestanforderungen der KfW und der Energieeinsparverordnung entsprechen.
Ökologisch bauen
Wer ein KfW-Energiesparhaus 40 oder 60 oder ein Passivhaus kaufen, errichten oder herstellen will, dem bietet dieses Programm attraktive Kreditkonditionen für ein Darlehen von maximal 50.000 Euro je Wohneinheit. Dafür muss allerdings ein strenges Reglement eingehalten werden. Unter anderem verlangt die KfW, wie bei den anderen Programmen auch, dass ein Sachverständiger den Nachweis der vorgeschriebenen Energiewerte des neuen Hauses liefert. Wer in zukunftsweisende Heiztechnik investieren will, der kann innerhalb des Programms ebenfalls bis zu 50.000 Euro Kredit erhalten. Gefördert werden solarthermische Anlagen und Biomasseanlagen, also automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dazu zählen Holzpellets, Holzhackschnitzel, Biokraftstoffe, Biogas, Holzvergaser-Zentralheizungen sowie Wärmepumpen oder Erdwärmeüberträger. Beide Öko-Förderwege können aber nicht zugleich beansprucht werden.
Solarstromerzeugung
Wer die Sonne für sich arbeiten lassen will, findet mit dem Programm „Solarstrom erzeugen“ eine Möglichkeit, seine Solaranlage auf dem Hausdach günstig zu finanzieren. Auch dafür gibt es bis zu 50.000 Euro verbilligten Kredit.
Je nach Programm und Maßnahme werden unterschiedliche Zinssätze gewährt, die in der Regel unter den allgemeinen Marktzinsen liegen. Auch tilgungsfreie Anlaufjahre oder die Möglichkeit, das Darlehen vorzeitig zurückzuzahlen, gehören zu den günstigen Konditionen, mit denen die KfW Förderbank zukunftsorientiertes Bauen belohnt – jeweils aktuell abzufragen unter:
Investitionsplan
Erneuerung Heizung 12.000 Euro
Wärmedämmung Dach 8.000 Euro
Wärmedämmung der Außenwände 14.000 Euro
Erneuerung der Fenster 16.000 Euro
Summe der CO2-Maßnahmen gesamt 50.000 Euro
Sanitär/Bad/Elektro 15.000 Euro
Gesamtsumme 65.000 Euro
Finanzierungsplan
CO2-Gebäudesanierungsprogramm
KATEGORIE B
Maßnahmepaket 1 50.000 Euro
(max. 50.000 Euro je Wohneinheit)
Wohnraum modernisieren
STANDARD 15.000 Euro
(max. 100.000 Euro je Wohneinheit;
Auszahlung 96 Prozent)
*Gesamtsumme 65.000 Euro*
Lesen Sie mehr zu: Umwelt, Ökologisch, Geld.